Casey & Support am 30.04.2019 in der Stadtmitte, Karlsruhe

Ein Abschied, der wehtut

Bands: Casey, Acres, Gatherers,

Ort: Die Stadtmitte, Karlsruhe

Datum: 30.04.2019

Kosten: 20 € VVK

Genre: Post-Hardcore

Besucher: ca. 80 Besucher

Veranstalter: Avocado

Link: https://www.facebook.com/events/die-stadtmitte-karlsruhe/casey-acres-gatherers-3004-karlsruhe-die-stadtmitte/2238172289840788/

Es war eine der schweren Nachrichten des Jahres 2019: Die Band Casey verkündete ihre Trennung im Dezember, wobei sie auch gleichzeitig vernehmen ließ, dass dennoch eine letzte Abschiedstour stattfinden sollte. Wie versprochen, zog die Gruppe im April und Mai dieses Jahres durch verschiedene deutsche Städte, um ein letztes Mal vereint auf der Bühne zu stehen, wobei sie von den Bands Acres und Gatherers als Supports unterstützt wurde. Die Tour lief unter dem Namen It’s Time For Us To Bury Our Love 2014-2019 und fand in folgenden Städten statt:

It’s Time For Us To Bury Our Love 2014-2019A Final EU Tour
Support: Acres & Gatherers
21.04.19 Hannover – Musikzentrum
22.04.19 Berlin – Bi Nuu
25.04.19 Wiesbaden – Schlachthof
29.04.19 München – Backstage
30.04.19 Karlsruhe – Stadtmitte
01.05.19 Nürnberg – Z-Bau
02.05.19 Hamburg – Hafenklang
03.05.19 Leipzig – Conne Island
04.05.19 Köln – Essigfabrik

Nachdem nun einige Zeit des besuchten Konzertes in Karlsruhe vergangen ist, ist es auch für uns Zeit, sich von der Band mit einem abschließenden Blick zu verabschieden.

Hinsichtlich des Anlasses zeigt sich die Stadtmitte in Karlsruhe entsprechend gefüllt am Abend, wenn auch die Supports weniger Leute verzeichnen. Für kleine Konzerte und enge Fangemeinden eignet sich das Venue perfekt, da es nicht sonderlich groß ist und somit den Kontakt zwischen Künstler und Konzertbesucher automatisch enger zeichnet. Der Abend wird von der Supportband Gatherers eröffnet. Die Melodic Hardcore Band aus New Jersey wird wohl für die meisten Konzertbesucher noch unbekannt sein, wobei zumindest die ersten Reaktionen sich als durchaus positiv beschreiben lassen. Gatherers gelingt es, den Abend entsprechend zu beginnen mit Energie und einem Sound, der durchaus in die örtliche Szene hineinpasst. Der bleibende Eindruck ist dabei nicht unbedingt von besonderer Natur, dennoch stimmt sich das Publikum mit dem entsprechenden Kopfnicken als durchaus zufrieden.

Kurz danach geht es auch schon mit der Post-Hardcore Band Acres weiter, die die gefühlvolle Stimmung des Abends mit ihren sehr emotionalen Songs noch einmal verstärkt. Die Zuschauer scheinen ganz gebannt, lassen sich von der Atmosphäre mitziehen und scheinen durchaus mit dem einen oder anderen Song der Gruppe vertraut zu sein, da auch Textzeilen der Band entgegengeworfen werden.

An dieser Stelle darf man hoffen, sowohl Acres als auch Gatherers noch häufiger innerhalb der deutschen Metalcore Szene (bzw. Post-Hardcore) Szene erleben zu dürfen.

Für beide zeigt sich der Abend perfekt, um neue Fans bzw. Zuhörer zu finden, da beide Bands die Bühne mit entsprechendem Applaus verlassen, auch wenn jedem Besucher klar ist, dass der Grund des Abends eigentlich ein trauriger Abschied ist.

Der Headliner des Abends betritt die Bühne und leider ist sich wohl jeder im Raum bewusst, dass es wohl für einige Zuschauer das letzte Mal ist, dass sie die Gruppe, welche sich 2014 gegründet hatte, sehen werden. Casey selbst lassen sich dies natürlich hinsichtlich ihrer Energie nicht anmerken, ganz im Gegenteil. Das recht lange Set von rund 20 Songs scheint gefühlvoller und dennoch energiegeladener als je und vor allem nimmt sich die Gruppe Zeit, mit den Besuchern entsprechend zu agieren und auch einige Abschiedsworte auszurichten.

Und auch wenn niemand so recht möchte, dass das Konzert zu Ende geht, so müssen auch gute Dinge enden. Mit einem der wohl bekanntesten Songs Little Bird beenden Casey ihr Set und bedanken sich dabei noch einmal für die jahrelange Unterstützung der Fans. Der Abschied selbst scheint die richtige Entscheidung zu sein, wenn auch der Abschied von der Bühne für die Band selbst schwer zu sein scheint. Insgesamt zeichnet sich der Abend vor allem durch die starke Gefühlslage, welche natürlich insbesondere beim Headliner deutlich zu spüren ist und die Atmosphäre definiert.

Während mit Gatheres und Acres zwei potenziell eher neuere Bands genossen werden konnten, verabschieden sich die Zuschauer nun erst mal von Casey, wobei die entsprechende Musik der Gruppe natürlich erhalten bleibt, und wohl auch nicht so schnell aus der Szene verschwinden wird.

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