„Schizoide Death / Thrash Metal Albtraumtour“
Artist: Cavalera Conspiracy
Herkunft: Belo Horizonte / Brasilien – Phoenix / USA
Album: Psychosis
Genre: Death / Thrash Metal
Spiellänge: 41:07
Release: 17.11.2017
Label: Napalm Records
link: https://shop.napalmrecords.com/catalogsearch/result/?cat=0&q=cavalera+psychosis
Bandmitglieder:
Vocals / Guitar – Max Cavalera
Guitar – Marc Rizzo
Bass – Nate Newton
Drums – Igor “Iggor” Cavalera
Tracklist:
01. Insane
02. Terror Tactics
03. Impalement Execution
04. Spectral War
05. Crom
06. Hellfire
07. Judas Pariah
08. Psychosis
09. Excruciating
Das neue und mittlerweile vierte Album der Cavalera Brüder ist bei Napalm Records erschienen. Wie immer bietet Napalm Records einiges für den Sammler: CD Digipack, Deluxe Box und Vinyls in verschiedenen Farben (schwarz, silber und gold).
Die Death / Thrash Urgesteine und Ex-Sepultura Veteranen Igor und Max Cavalera haben mit dem neuen Werk ihrer Cavalera Conspiracy quasi die Untiefen menschlicher Paniken und Angstzustände vertont. Das Ergebnis ist Psychosis.
Pychosis gibt uns dann neun düstere Death / Thrash Metal Psychosen. Ein himmlischer Albtraum ergießt sich förmlich auf uns nieder. Gleich mit dem ersten Song Insane werden wir an die Wand geschmettert. Igor “Iggor” Cavalera gibt das Tempo vor und die Gitarre verliert sich in irrsinnigen Läufen, malträtiert durch die Stimme von Max Cavalera. Gegen Ende des Songs dürften wir wieder ein- und ausatmen, bevor wir in die Terror Tactics der Psychosen eingeweiht werden. Dieser Song weist ein geniales Brake vor. In Impalement Execution pfählt Max Cavalera mit seiner Stimme nahezu alles.
Weiter geht es mit Spectral. Hier wird nahezu alles geschreddert. Der folgende Song Crom ist so was von unberechenbar und kann am ehesten als stampfender Albtraum beschrieben werden. Hellfire hingegen kommt kalt und sehr industriallastig daher. Der Song walzt dich platt und frisst dich auf. Hellfire würde für mich einen geilen Trailer zur Horrorfilmlegende Hellraiser abgeben. Sehr kühl und stahlhaft. Man spürt die Pins des Hellraiser.
Judas Pariah im Anschluss schreddert wieder alles nieder und das Gitarrensolo zerreißt die düsteren Nebelschwaden, bevor das Stück ein Brake erhält und der Ausgestoßene mit Legionen von Nightmaregestalten in Erscheinung tritt. Dem Ganzen hängt ein Touch Black Metal an, was dem Titel des Songs auch recht gut tut. Bei Psychosis entführen uns die Cavalera Brüder in die Abgründe ihres Urwaldes und den darin lebenden Geistern. Der Song bleibt insgesamt sehr sphärisch und lässt uns auf diesen Abwegen verweilen.
Danach gibt es mit Excruciating den finalen, kaum auszuhaltenden, schmerzhaften Abschluss dieser albtraumhaften Platte, die mit Didgeridoo und Eingeborenengesängen endet. Man stellt sich die Frage: Ist dieser schier unendliche Albtraum zu Ende, oder beginnt er gerade erst.
Ein genialer schizoider Albtraum das Album. Klasse Gitarrensoli, die unbarmherzig daher kommen. Igor “Iggor” Cavalera knüppelt die ganzen Psychosen nieder und Max Cavalera hämmert mit seiner Stimme auf die Seele ein. Salven albtraumhafter psychischer Verwirrungen werden geboten. Schnelle Blast Beats erstarren in einem Brake, der den jeweiligen Song unberechenbar macht, bis es wieder zur Eskalation kommt. Auf Psychosis wird Extremmetal in psychotischen Schüben geboten. Dies teilweise wunderbar mit Synthesizern als Atempause zwischen den Schüben untermalt.



