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Cheap Trick - All Washed Up - Cover Artwork

Cheap Trick – All Washed Up

14.11.2025 – Classic Rock, Pop Rock, Hard Rock – BMG – 40:03 Minuten

Cheap Trick? Gibt es die noch? Ja, und tatsächlich sind Cheap Trick aus Illinois seit 1973 aktiv. Ja, nur ist kein Bandmitglied aus den 70ern mehr mit dabei, oder? Falsch! Ganz im Gegenteil. Wer das Erfolgsalbum Dream Police aus dem Jahr 1979 rausholt und die damalige Bandbesetzung mit der Bandbesetzung vom jetzigen Longplayer All Washed Up vergleicht, der wird sich wundern. Drei der damaligen Bandmitglieder sind auch auf der All Washed Up zu hören, nur Drummer Daxx Nielsen war damals noch nicht dabei. Sänger Robin Zander ist mittlerweile 72 Jahre jung und immer noch ein guter Rocksänger. Klar, die Stimme klingt nicht mehr wie auf In Colour (1977) oder All Shock Up (1980). Trotzdem röhrt der Herr noch amtlich und muss sich hinter anderen Rocksängern nicht verstecken.

Der Auftakt All Washed Up und All Wrong Long Gone klingt nach AC/DC oder Aerosmith und hat nur bedingt etwas mit Hits wie I Want You to Want Me oder Way Of The World zu tun. Trotzdem gibt es gut hörbare, erdige Rockmusik, die nach 80er oder 90er-Jahre klingt.

Spannend und abwechslungsreich kommt The Riff That Won’t Quit aus den Boxen, wobei die Saiten einen gewissen Freiraum bekommen und Cheap Trick sogar einen passablen Härtegrad liefern. Das Gegenstück folgt mit dem bluesigen Bet It All, The Best Thing holt den bekannten Hang der Truppe zu eingängiger Popmusik auf die Bühne. Zander und Co. kommen mit einer Rockballade um die Ecke, die vor allem auf den amerikanischen Markt schielt und Hitpotenzial in sich birgt.

Rock & Pop miteinander zu kombinieren, war bereits in den 70ern und 80ern eine der Stärken von Cheap Trick. Im gesetzten Alter liefern die Herren Twelve Gates oder Bad Blood, die genauso aus der Alternative-Ecke kommen könnten und für eingefleischte Rockfans zu seicht sein werden.

Hatten wir schon Rolling-Stones-Einflüsse? Dancing With The Band erinnert vom Spannungsbogen an Let’s Spend The Night Together und liefert einen superben 70er-Jahre-Rocker, der vor allem auch auf der Bühne sehr gut funktionieren sollte. Schmalz und Pop gesellen sich zu Love Gone und A Long Way To Worcester, bevor sich die Platte mit dem countryangehauchten Wham Boom Bang bis zur letzten Rille dreht.

Hier gibt es weitere Informationen zu Cheap Trick – All Washed Up in unserem Time For Metal Release-Kalender.

Cheap Trick – All Washed Up
Fazit zu All Washed Up
Zunächst gilt es, den Respekt Musikern entgegenzubringen, die über fünf Jahrzehnte kontinuierlich Platten abliefern. Dass der Zahn der Zeit auch an Cheap Trick nagt, ist nicht von der Hand zu weisen. Trotzdem muss sich All Washed Up nicht vor anderen Scheiben des Genres verstecken. Neue Räder erfinden die Herren selbstverständlich nicht. Einen Streifzug durch die rockige Musikwelt, von Aerosmith bis Rolling Stones, Blues, Country und ruhige Stücke, die eher im Alternative Rock oder Pop Rock zu verorten sind, liefern Cheap Trick in circa 40 Minuten.

Nicht alle Stücke werden Rockfans zufriedenstellen, aber mit dem Auftakt All Washed Up und All Wrong Long Gone, The Riff That Won’t Quit und vor allem Dancing With The Band gibt es hörenswertes Material, das 80er-Jahre-Rockfans auf jeden Fall antesten sollten.

Anspieltipps: All Wrong Long Gone, The Riff That Won’t Quit, Dancing With The Band
Franziska W.
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