Crematory – Antiserum

“Stetiger Wandel!“

Artist: Crematory

Herkunft: Deutschland

Album: Antiserum

Spiellänge: 43:26 Minuten

Genre: Gothic, Gothic Metal

Release: 21.02.2014

Label: Steamhammer

Link: http://www.crematory.de/main/news/d_news.php

Bandmitglieder:

Gesang – Gerhard „Felix“ Stass
Gitarre, Gesang – Matthias Hechler
Bass – Harald Heinen
Keyboard – Katrin Jüllich
Schlagzeug – Markus Jüllich

Tracklist:

  1. Apocalyptic Vision
  2. Until The End
  3. Shadowmaker
  4. If You Believe
  5. Inside Your Eyes
  6. Kommt Näher
  7. Irony Of Fate
  8. Virus
  9. Back From The Dead
  10. Welcome
  11. Antiserum

Crematory - Antiserum

Crematory, die wohl dienstälteste und bekannteste Gotihc Metal-Band Deutschlands ist mit einem neuen Album am Start. Das gute Stück heißt Antiserum und ist das erste Album der Band, das bei dem Label Steamhammer erscheint. Eine der spannendsten Fragen bei dieser Scheibe lautet sicher, wofür das Antiserum gebraucht wird, aber diese Frage bleiben uns
Crematory schuldig. Dafür kann man mit Gewissheit sagen, dass Antiserum einen gewaltigen Schritt in die elektronische Richtung macht. Man muss der Band zugestehen, dass sie selbst nach so vielen Dienstjahren noch immer extrem wandelbar ist und sich mit jedem Album weiterentwickelt. Die neue Scheibe hat einen eindeutigen EBM-Einschlag. Das hängt sicherlich auch damit zusammen, dass Antiserum mit Elmar Schmidt von der EBM-Band Centrhon erarbeitet wurde. Auch wenn das Album noch immer klar im Metal angesiedelt ist, ist das Keyboard stark in den Vordergrund gerutscht und fungiert als tragendes Instrument. Die Songs sind alle durch die Bank weg gut arrangiert. Neben dem „normalen“ Schlagzeug wurden auch verstärkt elektronische Drums eingesetzt, die im Zusammenspiel mit dem richtigen Taktgeber einen gewissen Reiz ausmachen.

Antiserum hat mit seinen gut produzierten Songs sicherlich Hitpotential. Vor allem Until the End und Shadowmaker sind Nummern, die sich sofort mit ihrem EBM-Charakter ins Hirn einbrennen. Die Songs zeichnen sich durch ihre geradlinigen Drumms und Growls aus, die immer wieder durch sehr klare Passagen durchbrochen werden. Die Band selber spricht bei Shadowmaker von der neuen Crematory-Hymne. Na wenn das nichts zu heißen hat. Man findet aber noch immer Songs, die in der klassischen Crematory-Aufmachung daherkommen. So steht z.B. in dem Song Antiserum die getragenen Gitarren mit ihren Solopassagen im Vordergrund, während das Keyboard nur zur Untermalung eingesetzt wird. Alles in allem bietet das neue Album eine gute Mischung aus bekannten Elementen und neuen EBM-Einschlägen. So kommt garantiert keine Langeweile auf.

Fazit: Unterm Strich ist Antiserum ein durchaus gelungenes Album, das man jedem Crematory-Fan empfehlen kann, aber auch Fans der Gothic Metal-Szene sollten hier auf jeden Fall mal einen Blick drauf werfen.

Anspieltipps: Shadowmaker und Until the End
Patrick H.
7.5
7.5
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