Crom Dubh – Heimweh

“Unvorteilhafte Pausen!“

Artist: Crom Dubh

Herkunft: London, England

Album: Heimweh

Spiellänge: 44:54 Minuten

Genre: Folk Black Metal, Post Black Metal

Release: 13.03.2015

Label: Van Records

Link: https://www.facebook.com/cromdubhmetal/info?tab=page_info

Bandmitglieder:

Gesang, Gitarre – M. Beonetleah
Gitarre – S. Vrath
Bassgitarre – S.O´Fairdehaigh
Schlagzeug – A. Haege

Tracklist:

1. Cutting Teeth I
2. Cutting Teeth II
3. The Invulnerable Tide
4. Kings I
5. Kings II
6. Sedition
7. Heimweh
8. Fathorn
9. Sailing to Byzantium

Crom Dubh - Heimweh
Wem man sich den Verlauf der Karriere der Engländer Crom Dubh ansieht, werden gleich diverse Fragen aufgeworfen. Gegründet haben sie sich 2003 die beiden Demos Damnation Upon Us und Fallen Sons folgten in den beiden Jahren danach, bis 2010 wurde es wieder still um die Briten, erst die EP Deifr sorgte fünf Jahre nach der letzten Demo für ein Lebenszeichen. Keiner hätte damals damit gerechnet, dass nach Deifr abermals fünf Jahre ins Land gehen sollen bis über Van Records das neue Langeisen Heimweh fertiggestellt ist.

Neben Folk Black Metal beziehen Crom Dubh eine klare Stellung zum Post Black Metal, eine Mischung, die nicht selten zelebriert wird, wenn es gut werden soll, aber eine gewisse Basis voraussetzt. Diese haben die Londoner intus, lassen sich nach dem Intro zu einem direkten Übergang bei Cutting Teeth hinreißen und legen zur Einleitung einen knapp zehnminütigen Epos auf die Bretter. Soweit so gut, nachlassen ist nicht – das haben auch Crom Dubh verstanden, ein guter Anfang macht noch kein prägnantes Album aus. Weiterhin bleiben die vier Musiker konstant auf ihrem Kurs, mit King gibt es den nächsten Zweiteiler, der abermals über zehn Minuten Spielzeit erlangt. Ein Konzept, eindeutige Strukturen weitläufige Melodien und flexible Gangarten machen Heimweh zudem, was es sein soll: Ein Silberling, der emotionales Heimweh erzeugen soll. Kleinigkeiten wie zu länger gezogene Spannungsbögen, mehr Explosionen vor allem im Gesang könnten Crom Dubh weiter nach vorne bringen.

Fazit: Ich finde den eingeschlagenen Weg auf Heimweh der Engländer Crom Dubh durchaus spannend. Mit mehr Durchschlagkraft und Atem in den langen Stücken kann in Kombination mit dem bereits vorhandenen Songwriting etwas Größeres entstehen. Als erstes brauchen die Jungs mehr Routine, alle paar Jahre mal ein Album zu veröffentlichen, scheint in der Form nicht für den großen Wurf zu reichen. Ein gutes Mittelfeld wird mit Heimweh aber bereits jetzt erreicht. Fans vom Post Metal können gerne mal reinhören.

Anspieltipps: Kings II und Fathorn
Rene W.
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