Crystal Ball am 27.10.2018 im Bordesholmer Albatros

“Crystal Ball rocken das Albatros in Bordesholm!”

Eventname: Crystallizer Tour 2018

Headliner: Crystal Ball

Vorbands: Gods Of Silence, Black Diamonds

Ort: Albatros, Bordesholm

Datum: 28.10.2018

Kosten: 20 € AK, 16 € VVK

Genre: Power Metal, Rock, Melodic Hardrock, Rock

Besucher: ca. 150

Veranstalter: Albatros, Bordesholm

Links: https://www.crystal-ball.ch/de/
http://www.godsofsilence.com/
https://www.blackdiamondsrock.com/
http://www.albatros-bordesholm.de/

Setlisten:

  1. We Want To Party
  2. Judgement Day
  3. I’ll Be OK
  4. Thrillride
  5. Vampires Of The Night
  6. Hands Of Destiny
  7. Rock’n’Roll Music (Chuck Berry Cover)

  1. Army Of Liars
  2. You Mean Nothing More
  3. Neverland
  4. Demons
  5. All My Life
  6. Full Moon
  7. Against The Wall
  8. Phoenix

  1. Crystallizer
  2. Anyone Can Be A Hero
  3. Curtain Call
  4. Hold Your Flag
  5. Gentlemans’s Agreement
  6. Symphony Of Life
  7. Eye To Eye
  8. Death On Holy Ground
  9. Let Her Go With Love
  10. Hellvetia
  11. Mayday!
  12. Director’s Cut
  13. Suspended
  14. Alive For Evermore

Encore

  1. Déjà Voodoo
  2. Paradise

Wie kann man einen Sonntagabend besser verbringen, als mit gutem Essen und guter Musik? Naja, ´ne Couch vielleicht noch. Aber die haben wir weggelassen und nur das Essen und die goile Musik genossen. Es geht heute Abend ins Albatros nach Bordesholm, wo sich Crystal Ball im Rahmen ihrer Crystallizer Tour eingefunden haben. Dafür allein gehört schon mal großer Respekt gezollt, denn sie waren am Vorabend in Nürnberg und fahren dann gleich weiter nach Augsburg. Kolja Schwarten hat es mal wieder geschafft, diesen hochkarätigen Schweizer Act nach Bordesholm zu bekommen. Aber bevor wir in den Saal wechseln, gibt es was zwischen die Kiemen. Heute wieder kleine Karte, und so fällt die Auswahl leicht. Ich bin spät dran, die Arbeit, und so haben meine Begleiter schon mal Essen und Pils geordert. Das ist am Platz, als ich da bin und so kann es beginnen. Kolja hat sich auch schon blicken lassen und ist zuversichtlich, dass es ein gelungener Abend wird.

Da Crystal Ball mit zwei Vorbands anrauschen, geht es schon um 19:00 Uhr los. Die ebenfalls aus der Schweiz stammenden Black Diamonds stehen pünktlich auf der Bühne und haben Songs des aktuellen 2017er-Albums Once Upon A Time, sowie einige ältere Stücke dabei. Auffällig ist Bassist Andi, der in einem langen, zebrafellähnlichen Mantel und mit breitem passenden Stirnband über die Bühne tobt. Dabei freut er sich und grinst über das gesamte Gesicht. Der hat Spaß auf Arbeit. Das Motto wird mit dem Opener, We Want To Party gleich klar. Etwas an den guten alten Glam Rock erinnernd, zumindest vom Outfit, spielen sie einen gut nach vorne gehenden Rock. Gitarrist und Sänger Dee sowie Mich an der Gitarre und den Vocals, machen ihre Sache gut. Der Gesang ist abwechslungsreich und feine kleine Soli werden abwechselnd zelebriert und dabei kommen auch gute Posen zum Tragen. Im Hintergrund beackert Manu das Drumkit, das allerdings bereits das von Crystal Ball ist. So geht es weiter mit Songs wie Judgement Day und Thrillride. Mehrstimmiger Gesang, gute Songs und eine gehörige Portion Spaß runden diesen Auftritt ab. Natürlich geben sie bekannt, dass sie später noch am Merch Stand zu finden sein werden. Mit dem Chuck Berry Cover Rock’n’Roll Musik endet der erste Auftritt von Black Diamonds im hohen Norden. Das war schon mal ein gebührender Anfang.

Die zweite Band des Abends sind die ebenfalls aus der Schweiz stammenden Gods Of Silence. Diese stehen zu fünft auf der Bühne und haben auf dieser Tour anstatt des Stammsängers Gilbi den Frontmann der Band Random Eyes, Christian Palin am Start. Der wirkt etwas arrogant, und das legt sich auch im Laufe des Sets nicht. Aber er macht seine Sache nicht so schlecht, vor allem kann er super mit seiner irre langen Mähne wirbeln. Das ist schon recht Metal. Mit Army Of Lovers der aktuellen CD Neverlang geht es los. Da sie einen melodischen Metal spielen, braucht es für bestimmte Passagen einen Keyboarder. Der Song gefällt mir schon mal nicht so schlecht. Weiter geht es mit You Mean Nothing More To Me. Das Stück besticht durch seine gute Melodie. Leider liest Sänger Christian viel vom Textblatt ab, aber das geht ja nun mal nicht anders. Sammy Lasagni an der Gitarre liefert schon mal recht ordentliche Riffs während Bassist Daniel Pfister und Philipp Eichenberger an den Drums den Rhythmus vorgeben. Gerade Bassist Philipp hat gute Einsätze und darf auch schon mal den Song mit gutem Spiel beginnen. Song drei Neverland gefällt auch wieder – etwas mystisch fängt er an. Dann geht es aber druckvoll weiter. Der Refrain gefällt wieder sehr gut. Das geht so weiter und nachdem sie The Phönix präsentiert haben, ist auch hier nach gut 35 Minuten Schluss. Auch hier eigentlich ein guter Auftritt, der nur etwas unter der zur Schau gestellten Arroganz des Sängers litt. Alle Songs stammten von der Neverland CD und die gefällt mir ausgesprochen gut. Deshalb bekommen sie bestimmt noch mal unsere Aufmerksamkeit.

Nun muss nur noch die Bühne für Crystal Ball bereitet werden. Aber auch das geht zügig vonstatten, sodass um 20:30 Uhr Konzertbeginn ist. Die fangen mit Crystallizer der aktuellen gleichnamigen CD an. Sänger Steven Mageney aus Wuppertal ist seit 2013 dabei und hat sich bereits auf den Vorgängeralben Dawnbreaker, Liferider und Déjà Voodoo bewiesen. Und das tut er heute Abend auch wieder, Anyone Can Be A Hero von Dawnbreaker macht weiter. Die Luzerner legen sich richtig ins Zeug, obwohl sie bereits eine lange Anreise hatten. Der lockige Tony Castell an der Gitarre und sein Gegenüber Scott Leach entlocken ihren Instrumenten tolle Riffs. Die beiden Bollwerke Chris Stone am Bass – meist das Gesicht hinter den langen Haaren verborgen – und Drummer Marcel Sardella steuern den fetten Untergrund bei. Steven bringt die Songs wie Hold Your Flag auf den Punkt auf die Bühne. Dass es ihnen viel Spaß macht, merkt man. So wird auch mal für die Fotografen posiert. Das tolle Licht hilft dabei ungemein. So kann der Pressemann leben. Die Midtempo Nummer passt gut in die Setlist, nimmt sie doch etwas Geschwindigkeit raus. Der mehrstimmige Gesang kommt gut zur Geltung. Dann darf auch ein feines Solo von Scott und Tony nicht fehlen. Dabei stehen sich beide in Nichts nach und überlassen bereitwillig jedem seinen Moment. Gentlemans Agreement und Symphony Of Life der aktuellen CD setzen das Konzert fort. Auch hier spielen sich alle zu und der Eindruck von einer gut funktionierenden Band wird bestätigt. Dass sie mit vollem Einsatz dabei sind, zeigt sich daran, dass Marcel sich am Finger verletzt und blutet, aber durch ein fest angebrachtes Tape setzt der seinen Auftritt fort. Die Ursache der Auseinandersetzung, ein gesplitteter Stick, liegt nun bei mir zu Hause. Und so reiht sich nun ein Song von Liferider ein. Eye To Eye, mit einer sofort im Ohr bleibenden Hookline, auf CD mit Noora Louhimo von Battle Beast eingesungen, hallt durch den Saal. Der Platz vor der Bühne ist zwar luftig, aber die dort Stehenden gehen gut mit. Natürlich darf auch das Mitklatschen nicht fehlen und auch der Refrain kann schon mal gesungen werden.

Nach der guten Hälfte des Sets ist klar, dass Crystal Ball zu Recht eine Headliner Tour absolvieren. Beim letzten Mal waren sie als Vorband von Shakra hier. Schon da waren sie deutlich die bessere Truppe. Und das beweisen sie heute auch wieder eindrucksvoll. Nach Death On Holy Ground kommt die Ballade Let Her Go With Love. Auch das können sie und so nimmt der Track die zügige Fahrt etwas zurück. Nun kommt das einzige Stück, das von der Vor-Mageney-Ära stammt. Hellvetia vom gleichnamigen Album kann der Steven aber auch und passt ja auch top zu den Eidgenossen. Mit dem eindeutig super geeigneten Mitsingtrack Mayday! geht es sofort weiter. Hier tauen nun auch die Zuschauer auf und das Mayday geht den Zuschauern schon flüssig von den Lippen. Der letzten CD Déjà Voodoo wird auch noch gedacht, in Form von dem jetzt folgendem Director’s Cut und im Anschluss gleich Suspended. Viel mehr kommen da nicht, aber es gibt ja genügend Songs und die aktuelle CD soll supportet werden. Nach Alive For Evermore verabschieden sich Crystal Ball zunächst. Aber den lauten Zugaberufen folgend, kommen sie schnell zurück. Déjà Voodoo und Paradise beenden das Konzert. Alle sind es zufrieden. Klar, wollen die Bands noch etwas mit den Fans feiern. Nach kurzer Verschnaufpause, teilweise bereits geduscht und in neuen Klamotten, kommen alle so nach und nach in den Saal. Wir haben bereits mit den Black Diamonds geschnackt und versprechen, die aktuelle CD in Deutschland zu reviewen. Dafür gibt’s dann auch gleich ein signiertes Exemplar. Auch die ergatterten Setlisten werden mit Autogrammen versehen. Dann sorgt Steven von Crystal Ball dafür, dass ich alle fehlenden Unterschriften auf der aktuellen CD erhalte. Ich ergattere ein Drum Fell auf dem alle Fünf sich verewigt haben. Das passt super zu dem lädierten und mit DNA versehenen Drumstick. Wir wechseln noch ein paar Worte und der eine oder andere erinnert sich auch an unsere Reviews zu den letzten beiden CDs (Déjà-VoodooCrystallizer).

Wir verabschieden uns noch von Kolja, der so weit zufrieden ist. Klar, hätten ein paar mehr Gäste da sein können, aber man kann ja keinen mit der Pistole zum Kommen zwingen. Wir werden bestimmt wiederkommen, spätestens am 11.  Dezember, wenn Nazareth hier auftreten.

Fazit: So ersetzt dieses Package einen doch eher ruhigen Abend auf der Couch. Das hat auf jeden Fall wesentlich mehr Freude bereitet. Jedem, der die Chance hat diese Packages noch mal zu sehen, sei es wärmstens ans Herz gelegt. Prädikat wertvoll.

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