Daemonic Dreams – Hellbound

Daemonic Dreams sorgen Gott sei Dank nicht für schlaflose Nächte

Artist: Daemonic Dreams

Herkunft: Hamm/Westfalen, Deutschland

Album: Hellbound

Spiellänge: 44:34 Minuten

Genre: Melodic Death Metal

Release: 02.06.2019

Label: Eigenproduktion

Link: https://www.facebook.com/daemonicdreamsband/

Produktion: Beefy Audio Studio, Mönchengladbach von André Bodewein

Bandmitglieder:

Gesang und Gesang – Dennis Pake
Gitarre und Gesang – Simon Stellmacher
Bassgitarre – Stefan Rosenow
Schlagzeug – Nils Kreul

Tracklist:

  1. Eternal Darkness (Intro)
  2. Endless Torture
  3. The Fallen One
  4. Daemonspell
  5. Ferryman
  6. Hellbound
  7. Daemonic Force
  8. Day Of Judgment
  9. Lost In Time
  10. The Four Horsemen
  11. Ancestral Sin

 

Nachdem ich ja schon vor nicht allzu langer Zeit ein Review zu einem Album schreiben durfte, das seine Veredelung durch André Bodewein erfuhr, kommt hier schon der nächste Streich. Und noch so eine Art Gemeinsamkeit gibt es, die Namen der Bandmitglieder von Daemonic Dreams standen nämlich vorher auf der Besetzungsliste von Niflhel, die auch im Beefy Audio Studio waren. Von Niflhel haben sich die vier Jungs aber verabschiedet und bereits am 02.06. unter dem Namen Daemonic Dreams das Album Hellbound veröffentlicht.

Auch bei Daemonic Dreams gibt’s ein Intro, und zwar das instrumentale, sehr ruhige – hier dominiert die akustische Gitarre – Eternal Darkness. Nachdem man also in dieser endlosen Dunkelheit umherwandert, kommen Daemonic Dreams mit dem Highspeed-Kracher Endless Torture um die Ecke geschossen. Und gleich mit diesem Track treten auch wieder die Vorlieben von André Bodewein zutage, da klingt nichts clean oder gar steril, der Sound ist „geerdet“ und kommt breitgefächert aus den Boxen. Auch hier geht das allerdings hauptsächlich zulasten der Basedrum und auch der Becken, die sich dem sehr geilen Gitarrenspiel ein wenig unterordnen müssen.

In ihrem Infotext erwähnen Daemonic Dreams so einige etablierte Bands im MDM-Genre, nicht fehlen dürfen natürlich In Flames. An die denke ich eher weniger, aber die Namen Kalmah und Children Of Bodom haben in dieser Liste durchaus ihre Berechtigung. Da kann man neben Endless Torture auch gern Ferryman oder Lost In Time als Beispiel anführen. Auch von Power Metal-Bands lassen sich Daemonic Dreams gern inspirieren. Das fließt dann im Grunde zwar nur ein wenig im Song The Fallen One ein, wertet ihn mit diesem leichten Power Metal-Touch aber sicherlich nicht ab, im Gegenteil.

Experimente machen Daemonic Dreams nicht, was im Melodic Death Metal ja sowieso eher schwierig ist, denn da gibt’s wohl nicht viele Nischen. Sie sind aber geschickt genug, das Tempo zu variieren und können mich insbesondere mit ihren Highspeed-Tracks doch gut unterhalten. Das einzige, was nicht wirklich variiert, ist der Gesang von Dennis, aber durch die Unterstützung von Simon – besonders gut gelungen beim grandiosen Day Of Judgement – und auch dem gelegentlichen Auffahren von so etwas wie Chorgesang wird dieser „Makel“ dann mehr als ausgeglichen.

Da ich ja mehrere Anspieltipps habe, fiel mir die Auswahl für’s Video sehr schwer, aber Day Of Judgment ist tatsächlich mein Favorit, also gibt’s den hier jetzt auch:

Fazit
Mir ist vorher zugegebenermaßen nie so bewusst geworden, dass man Alben klangtechnisch durch die Art und Weise der Produktion so dermaßen beeinflussen kann. So große "Ausschläge" hatte ich bislang auch noch nicht zu verzeichnen. Aber dann lernte ich die Arbeit von André Bodewein kennen 😀 Welchen Sound man bevorzugt, ist schlussendlich Geschmackssache. Mich freut es aber, dass sich mit Daemonic Dreams eine weitere Band auf das schon dicht besiedelte Gebiet des Melodic Death Metal wagt und hier durchaus noch einen Platz im Bereich "hörenswert" einnehmen kann.

Anspieltipps: Endless Torture, Daemonic Force, Day Of Judgment
Heike L.8
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8
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