Artist: Gorilla Monsoon

Herkunft: Dresden, Deutschland

Genre: Doom Metal, Stoner Rock, Southern Rock

Label: Supreme Chaos Records

Link: https://www.facebook.com/gorillamonsoonhellrockinc?fref=ts

Bandmitglieder:

Gesang, Gitarre – Jack Sabbath
Gitarre – KK
Bassgitarre – Chris
Schlagzeug – Drumster

Gorilla Monsoon CD PIc

Time For Metal / Rene W.:

Hallo Gorilla Monsoon,

ich freue mich, dass ihr Zeit gefunden habt, über euer neues Langeisen Firegod zu sprechen, welches im letzten Monat veröffentlicht wurde. Gegründet habt ihr euch 2001 in Dresden, um Doom Metal, Stoner Rock, Southern Rock zu zelebrieren. Vor Firegod habt ihr euch rund sieben Jahre aus dem Studio zurückgezogen. Wie kam es zur langen Schaffenspause für einen neuen Silberling?

Gorilla Monsoon / Jack Sabbath:

Als Extermination Hammer rauskam haben wir alles an Gigs gespielt was wir kriegen konnten um die Platte zu promoten. Das zog sich bestimmt über 2 – 3 Jahre hin. In dieser Zeit haben wir so gut wie keine neuen Songs geschrieben. Das liegt zum einen daran das wir unterwegs keine Songs schreiben und zum anderen daran das wir einfach auch mal abschalten wollen um unsere Ruhe zu haben. Schließlich geht der Großteil von uns auch noch geregelten Jobs nach. Rock’n’Roll macht halt Spaß, aber nicht satt. Deshalb kann sich auch die Produktion einer neuen Platte durchaus in die Länge ziehen, wie eben im Fall von Firegod, an dem wir über 1 Jahr geschraubt haben. Generell herrscht bei uns eine recht familiäre Stimmung d.h. man nimmt Rücksicht auf Kinder/ Familie/Jobs der einzelnen Bandmitglieder und organisiert den ganzen Muckekram drumrum wenn nötig. An dieser Stelle ein Riesendank an alle Frauen/Freundinnen der Bandmitglieder für Ihre Geduld und Unterstützung. Das ist schließlich nicht selbstverständlich.

Time For Metal / Rene W.:

Unter der Flagge von Supreme Chaos Records erstrahlt nun Firegod – eine rundum gelungene Platte mit einem markanten Cover. Wie kam es zum Wechsel von Wacken Records zu Supreme Chaos Records und habt ihr selber Hand am Cover der Platte angelegt?

Gorilla Monsoon / Jack Sabbath:

Zum Wechsel kam es, weil sich Wacken Records aufgelöst haben. Über unser Management (thanx Keule!!) kam dann der Kontakt zu Robby von SCR zustande. Man hat sich mal auf einer Mugge getroffen, geredet, gebechert, sich lieb gehabt und die Sache war geritzt. Robby macht das großartig und wir freuen uns auf die weitere Zusammenarbeit. Was das Cover angeht gehen sämtliche Credits an SB (deathworship.com). Der arme Hund ist bestimmt bald verzweifelt wegen unserer Nörgelei. Als er allerdings mit diesem Entwurf um die Ecke kam, gab’s keine Diskussionen mehr. Hammerjob, Herr B.!!

Time For Metal / Rene W.:

Zu eurer Formation ist noch zu erwähnen, dass ihr 2011 einen Wechsel an der Gitarre vollzogen habt. Wie hat sich es angefühlt, nach einer langen Zusammenarbeit mit K.K. im Studio nicht mit Phil zu stehen? Wie hat sich dieses aufs Songwriting oder gar auf die gesamte Produktion von Firegod ausgewirkt?

Gorilla Monsoon / Jack Sabbath:

Ohne K.K. wäre Firegod niemals möglich gewesen. Als Phil die Band aus privaten Gründen verlassen musste, hatten wir echt ein Problem. Schließlich stellen wir uns nicht irgendeinen x-beliebigen Dude auf die Bühne. Ich hatte ehrlich keine Ahnung wer überhaupt in Frage käme. Das hatte sich allerdings erledigt als Kai das erste Mal zur Probe kam. Menschlich als auch spielerisch ist K.K. mein Rolls – Royce unter den Gitarristen. Er bringt sich voll mit ins Songwriting ein, er ist kritisch an den richtigen Stellen, er steht nicht auf Stress, er ist die Coolness in Person, kann singen und sieht natürlich auch verdammt gut aus!

Time For Metal / Rene W.:

Ergreifend ist die Tatsache, dass ihr keine klare Line zwischen Rock und Metal zieht. Finstere Doom Metal-Passagen werden wie Dornröschen von treibenden Stoner Hooks aus dem Schlaf geküsst. Ein Spiegelbild von dem, was die Band auch persönlich inspiriert?

Gorilla Monsoon / Jack Sabbath:

Um es präziser zu sagen: Wir ziehen keine klare Linie zwischen Stonerrock, Hardrock, Southern Rock, Sludge, Doom, klassischem Heavy Metal, Hardcore, Old Scxhool Death Metal und Blues. Und das sind nur die Zutaten die fürs GM-Songwriting in Frage kommen. Privat findest du bei uns aus fast jeder Musikrichtung irgendwelche Perlen. Also nicht wundern wenn Chris und ich mal Hot Chocolate’s Best of trällernd übern Platz gurken.

Time For Metal / Rene W.:

Keine Brechstange, kein unnötiges Aufzeigen, was für tolle Musiker am Werke sind, sondern schlichtweg die eigene Kreativität steht im schaurig-schönen Vordergrund von Gorilla Monsoon.Wie wichtig ist euch die Gesamtleistung und arbeitet ihr auch im Proberaum nach dem Prinzip „Man ist nur so gut wie das schwächste Glied in der Kette“, und merzt gemeinsam vermeintliche Defizite des Einzelnen aus?

Gorilla Monsoon / Jack Sabbath:

Haha!! “Schaurig-schön“ ist richtig gut! Denn bei uns steht tatsächlich die Stimmung eines Songs im Vordergrund und nicht sein Anspruch. Ehrlich gesagt: Ich weiß wie herum ich die Klampfe halten muss, und ich weiß wie ich das was ich hören will aus Ihr herausgequetscht bekomme. Und da wir wohl alle mehr oder weniger so drauf sind, gibt es bei GM kein schwaches Glied in der Kette. Zuerst kommt das Riff! Dann, damit es nicht so alleine ist, ein zweites. Und der Rest kommt dann meist wie von alleine… Zum Glück gibt’s zur Not auch Kreativität zum rauchen!

Time For Metal / Rene W.:

Um noch einmal auf Firegod zurückzukommen: Viele Fans und Leser wünschen sich Einblick in die Gedanken der Künstler als die einzelnen Kompositionen eingespielt wurden. Welche Emotionen stecken in den einzelnen Stücken bzw. welche Message soll auf den Hörer übertragen werden?

Gorilla Monsoon / Jack Sabbath:

Grundsätzlich entstehen die Riffs aus einer spontanen Laune heraus. Das kann Partylaune sein, Trauer, Wut, oder auch Nachdenklichkeit. Diese Stimmung durchzieht dann den gesamten Song oder einen großen Teil davon. Und weil ich die Texte immer erst schreibe nachdem die Musik steht, halte ich mich an die stimmungsmäßige Vorgabe. GM Songs handeln unter anderem von Themen wie: Niedertracht, Rachsucht, Gewalt, Sex, Suff, fragwürdigen Substanzen, Wahnsinn, Lycanthropie, Monstern, Dunkelheit, Dämonen und natürlich der ein oder anderen autobiographischen Begebenheit. Die Welt verbessern (musikalisch/textlich) will bei uns niemand. Das haben sich schon genug andere auf die Fahne geschrieben. Wir verpassen den Leuten lieber ne Dröhnung im positiven Sinne und gehen nachher mit Ihnen einen heben.

Time For Metal / Rene W.:

Nicht nur mir Firegod wirklich gut gefallen, sondern auch vielen unserer Leser, die euch gerne einmal live erleben würden. Sind für den Sommer 2015 Festivalauftritte geplant oder dürfen wir uns vielleicht auf eine Deutschlandtour im Herbst freuen?

Gorilla Monsoon / Jack Sabbath:

Mit Festivalauftritten sieht es dieses Jahr wahrscheinlich eher schlecht aus, weil wir mit unserem Release ein wenig zu spät dran waren, für die Festivalsaison 2015. Allerdings wollten wir die Fans nach sieben Jahren nicht noch länger sinnlos warten lassen. Dafür wird es ne Menge Clubshows geben und das ein oder andere kleinere Festivalwerden wir mit Sicherheit auch terrorisieren. Eine Tour ist angedacht aber noch in Planung. Wir halten euch auf dem Laufenden via unserer Bandpage/Facebook etc..

Time For Metal / Rene W.:

Nach einer Veröffentlichung vor einer Veröffentlichung. Müssen wir erneut sieben Jahre auf die nächste Platte warten oder habt ihr schon einen groben Fahrplan, wie es in der Zukunft mit neuen Werken und Alben weitergehen soll?

Gorilla Monsoon / Jack Sabbath:

Ich sag’s mal so: Schon vor dem Release von Firegod waren drei brandneue Songs mehr oder weniger fertig. Wenn du also jetzt ne Hochrechnung machst sieht es verdammt gut aus oder? Allerdings werden wir nicht jedes Jahr ein neues Album machen. Wir wollen ja den armen Leuten da draußen nicht permanent aufs Schwein gehen. Außerdem wäre das nicht besonders doomig denke ich.

Time For Metal / Rene W.:

Ich bedanke mich für das aufschlussreiche Interview und wünsche euch alles erdenklich Gute für die Zukunft. Das letzte Wort gehört euch und ihr könnt es ganz frei an eure Fans und unsere Leser richten.

Gorilla Monsoon / Jack Sabbath:

Dann möchte ich mich im Namen der gesamten Band bei allen Leuten / Bands / Veranstaltern / Webzines / Clubs /Freunden etc. für die geile Zeit die wir hatten und noch haben werden bedanken. Und ganz speziell unseren Fans sei gesagt: Ihr habt sieben Jahre gewartet, Ihr seid uns treu geblieben, Ihr habt uns immer unterstützt und Ihr seid stetig mehr geworden. Dafür habt Ihr unseren größten Respekt. Ihr seid die Besten!!!

 

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