Deathblow – Insect Politics

Huldigung des 80er Thrash

Artist: Deathblow

Herkunft: USA

Album: Insect Politics

Spiellänge: 34:20 Minuten

Genre: Thrash Metal

Release: 23.12.2020

Label: Eigenproduktion

Link: https://deathblow1.bandcamp.com/

Bandmitglieder:

Gesang und Gitarre – Holger
Gitarre – Smelltron
Bassgitarre – Paul
Schlagzeug – Grob

Tracklist:

  1. Brain Bugs
  2. Accelerated Decrepitude
  3. Nefarious Ends
  4. Insect Politics
  5. Convert Or Die!
  6. Through The Eyes Of Delusion
  7. Agent Zero
  8. Behind Closed Doors

Deathblow stammen aus Salt Lake City, USA, gründeten sich im Jahre 2008 und nannten sich bis 2012 Deathblo. Komischer Name. Egal, danach haben sie sich ja auch umbenannt, wahrscheinlich, weil sie vorher als Coverband aktiv waren. 2014 schaffte man es dann, ein Album zu veröffentlichen. 2015 folgten eine EP und 2016 eine Single. So richtig vorwärtsgekommen ist man anscheinend wohl nicht. An Memberwechseln hat es nicht gelegen, denn diese sind schon etwas länger her. Egal, nun liegt ja Album Nummer zwei auf dem Tisch.

Dass die Burschen als Coverband angefangen haben, hört man noch irgendwie heraus, würde ich sagen und das Album kann man echt in einem beschreiben. Die Burschen haben in ihrer Jugend sehr viel Metallica und Slayer gehört, natürlich auch andere Heavy Metal und vor allem Thrash Metal Bands.

Der Song Insect Politics zum Beispiel geht erst einmal straight forward los. Uftata Attacken. Kurzer Break, Vorspieler und dann geht man erst einmal ins Midtempo und gibt Vollgas. Die Vocals sind ein wenig gewöhnungsbedürftig, aber man gewöhnt sich dran. Es erfolgt ein Solo und verliert sich irgendwie in einen groovigen Part. Dann wieder ein Solo und ein Slayer-Erinnerungsriff wird rausgekramt, ohne jedoch an die Qualität der Band heranzukommen. So schleppt man sich irgendwie durch den Song. Mehrere Breaks und mehrere Partwechsel stehen auf der Agenda, ohne richtig zu knallen. Das melodische Riff am Ende ist dann lecker.

Der Song kann echt für das ganze Album herhalten, denn so geht es immer weiter. Mal ist man aggressiver, mal eher schleppender. So richtig will das Ganze aber nicht bei mir fruchten. Natürlich gibt es auch geile Momente. So wie bei Convert Or Die!. Langsamer Anfang, Vorspieler und dann auf die 12. Kommt gut. Der Song ist echt gut, aber davon gibt es leider meines Erachtens zu wenige. Der Gesang nervt mich auch ein wenig.

Totale Abwechslung bieten sie bei Through The Eyes Of Delusion. Hier wird ordentlich gegroovt. Tempowechsel, gute Leads, melodiöse Soli und thrashige Passagen machen diesen Song sehr interessant.

Okay, die Mucke macht ein wenig Laune und live kann man sich den Spaß sicherlich geben. Die weißen Turnschuhe rausgeholt, Kutte rüber, Bierchen in der Hand und ab zur Party. Mehr aber eben nicht. Musik, die nicht wehtut, aber einen auch nicht umhaut. Klingt irgendwie zusammengewürfelt und nicht immer gut. Neben den schon erwähnten Einflüssen von Slayer und Metallica hört man auch Bands wie S.O.D., Kreator oder Sodom heraus. Die üblichen Verdächtigen halt.

Tja, nun steckt man irgendwie in einem Dilemma, wie ich finde. Die Originale sind natürlich um einiges besser und interessanter, aber dafür muss der Spaß ja nicht schlecht sein. Betrachtet man das Album aus der Sicht eines Fans und sieht das Ganze als Huldigung der alten Helden an, kommt man zum Entschluss, dass das Album sehr viel Spaß macht und viele gute Momente hat. Betrachtet man die Band als eigenständige Kapelle, die dem geneigten Zuhörer ihr Material vorstellen möchte, ist man eher enttäuscht, da man nichts Neues auf die Ohren bekommt. Dieses sollte jeder für sich herausbekommen.

Wer auf alten Thrash Metal abfährt, kann das Album auf jeden Fall antesten.

Deathblow – Insect Politics
Fazit
Wer auf 80er Thrash Metal abfährt, kommt hier auf seine Kosten. Eigene Zitate sind kaum zu hören und an die Qualität der Vorbilder kommt man ebenfalls nicht heran, aber gute Laune verbreiten sie allemal.

Anspieltipps: Convert Or Die! und Through The Eyes Of Delusion
Michael E.
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