Die Happy – 1000th Show Live

“Was für eine Show!“

Artist: Die Happy

Herkunft: Ulm, Deutschland

Album: 1000th Show Live

Spiellänge: 1:14:17 Stunden

Genre: Rock

Release: 23.11.2012

Label: F.A.M.E. Artist Recordings

Link: http://www.diehappy.de/

Klingt wie: Guano Apes

Bandmitglieder:

Gesang – Marta Jadova
Gitarre – Thorsten Mewes
Bassgitarre – Ralph Rieker
Schlagzeug – Jürgen Stiehle

Tracklist CD & DVD:

  1. Big Boy
  2. Whatever / Halt dich an mir fest
  3. The Ordinary Song
  4. Frozen Tears
  5. Anytime
  6. Blood Cell Traffic Jam
  7. Rebel in you
  8. I am
  9. Cry for more
  10. You ll never know
  11. Good things
  12. Love to hate you
  13. Goodbye
  14. Otazky
  15. Survivor
  16. Supersonic Speed
diehappy_-_1000th_show_live_cover

Der 11. Februar 2012 war nicht nur der europäische Protesttag gegen das Anti-Counterfeiting Trade Agreement (ACTA) oder der Todestag von Whitney Houston, sondern auch der Tag, an dem die Band Die Happy ihr 1000. Konzert in der schönen Baden-Württembergischen Stadt Ulm abhielt.

Das Besondere an dieser Veranstaltung war nicht nur das eben erwähnte Jubiläum, sondern auch, dass die Band diesen Anlass nutzte, um Gott und die Welt der aktuellen deutschen Musikgeschichte einzuladen, um mit den acht Gastmusikern ihre neue Liveplatte aufzunehmen.

Während man sich für schlichte Schwarzweiß-Fotos für das CD-Cover entschieden hat, darf die gesamte CD/DVD-Hülle in einer doppelt auffaltbaren Papphülle das CD-Regal sehr edel bereichern. Während andere Bands auf eine DVD-Hülle umgestiegen wären, hat sich Die Happy in diesem Fall für die eher schlichtere CD-Hüllengröße entschieden – meiner Meinung nach eine gute Wahl.

Aber genug zum Drumherum, jetzt geht’s ans Eingemachte.

Die Happy spielten im Februar ein zweigeteiltes Set, in dem die erste Hälfte akustisch „soft“ und zum Teil neu arrangiert wurde (wie bei den Songs Big Boy und Anytime zu hören) und durch ein Medley zwischen dem Revolverheld-Hit Halt Dich An Mir Fest und dem 2006 erschienenen Die Happy-Song Whatever abgeschlossen wird. Dieses Medley geht nicht nur durch die angenehme Stimme der gebürtigen Tschechin Marta Jandova unter die Haut, Revolverheld-Sänger Johannes Strate ist selbst für diese Show nach Ulm gereist, um dieses Medley mit Die Happy singen zu können.

Ab Blood Cell Traffic Jam beginnt die zweite Hälfte „hard“, hier dürfen die Kabel dann wieder angeschlossen und die Distorsion ordentlich hochgedreht werden, während zusätzlich einiges an Support für die Band hinter der Bühne wartet. So geben sich die Gastmusiker Song für Song das Mikrofon in die Hand, sodass jeder bekannte Song eine eigene Jubiläums-Note bekommt. Dass die Düsseldorferin Doro Pesch (Doro, Warlord), die für ihre raue Stimme bekannt ist, das Lied Good Things mit einem eigenen Textpart im Duett unterstützen kann, macht den Abend/die CD gleich noch etwas runder.

Die verbleibenden fünf Songs bleiben rockig und werden erstens durch das Duett zwischen Marta Jadova und ihrem Vater Petr Janda beim Song Otazky aufgrund der Emotionalität und zweitens durch den Coversong Survivor (Original: Destiny‘s Child), welcher sich als geniales Rockcover herausstellt, hervorgehoben.

Wer von der akustischen Abwechslung noch nicht genug hat, kann sich alles auch noch in Bild und Ton auf seinem DVD-Player anschauen. Als Gimmick bekommt die DVD neben einer Banddokumentation mit einer Spielzeit von ca. 27 Minuten zusätzlich sechs weitere Songs verpasst, wobei ganz klar die Zusammenarbeit zwischen Guano Apes und Die Happy-Sängerin Marta Jadova hervorsticht. Zusammen darf sie als „falsche“ Sandra Nasic für die Stimme beim Guano Apes-Hit Open Your Eyes sorgen.

Fazit: Was für eine Show. Neben der auffallend, sehr gut abgemischten Live-CD bekommt der Käufer der aktuellen Veröffentlichung der Ulmer von Die Happy die gaballte Energie des Heimspiels beim 1000. Auftritts um die Ohren gepfeffert. Dadurch, dass die Band bei neun von sechzehn Songs auf Gastmusiker zurückgreift, wird die Platte selbst für „Hardcore-Fans“ des Quartetts nicht langweilig. 1000th Show Live beschreibt einen sehr schönen Mitschnitt eines extrem gelungenen Abends und kann alleinig durch das – meiner Meinung nach - zu gering zu hörende Publikum einen Abzug in der B-Note erzielen. Wer die Band noch nicht auf der Bühne gesehen hat, der sollte sich ab dem 27.12.2012 wieder einen Marker im Kalender machen, denn dann sind Die Happy wieder für vier Konzerte in Deutschland unterwegs. Wer es nicht schafft, sollte einfach blind zu diesem Album greifen! Anspieltipps: Whatever / Halt dich an mir fest, Otazky & Survivor
Kai R.
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