Escape The Void – Inhuman

Eine kleine EP für den Vorgeschmack

Artist: Escape The Void

Herkunft: Karlsruhe, Deutschland

Album: Inhuman

Spiellänge: 37:30 Minuten

Genre: Metalcore

Release: 01.03.2019

Label: Eigenproduktion

Link: https://www.facebook.com/pg/EscapeTheVoidOfficial/about/?ref=page_internal

Bandmitglieder:

Gesang – Lukas Kiep
Gitarre – Tobias Stulz
Gitarre – Kevin Frisch
Bassgitarre – Fabian Lauer
Schlagzeug – Claudio Oechsler

Tracklist:

  1. Dark
  2. Light Preacher
  3. Misery
  4. Separation
  5. Isolation

In Karlsruhe treiben seit neustem Escape The Void ihr Unwesen. Vor gut drei Jahren entstand die Band aus dem Nichts. Die Richtung der Formation hat sich jedoch schnell gefunden und liegt ganz schlicht gesagt im modernen Metalcore bzw. Hardcore, dabei greifen die fünf Musiker jedoch einige Einflüsse auf. Leicht Progressive mit Ausflügen bis hin in die Tiefen des Deathcore macht die Kunst der Band sehr flexibel. Die ersten Shows wurden gespielt und so steht endlich die erste EP bereit, die seit dem ersten März 2019 der Öffentlichkeit zugänglich ist. Inhuman soll also für Escape The Void das Zepter schwingen und die nächsten Fans an ihre Klänge binden. Viel Zeit zum Überzeugen bleibt ihnen dabei nicht – in fünf Stücken und unter 20 Minuten muss der Groschen sehr schnell fallen. Um die Produktion etwas zu vergrößern, gibt es alle Nummern noch mal als Instrumentalversionen. Kann man machen, muss man aber nicht. Dadurch gibt es nun nicht zwingend mehr Stoff zum warm werden.

Das, was uns Inhuman serviert, kann man aber sacken lassen. Das Rad erfinden sie trotz ihrer Breite nicht neu. Das braucht man auch nicht, viel wichtiger ist, dass man zu Beginn der schöpferischen Tätigkeit ein solides Konzept auf die Beine stellt und dabei auch in der Lage ist, dieses wohlklingend umzusetzen. Einfach antesten ist bei Inhume nicht drin, Dark geht gleich in die Vollen. Mutig und entschlossen gibt es elektronische Unterstützung, der Sound ist dicht und die Motivation gleich auf die Kacke zu hauen ist zweifelsohne da. Lukas Kiep muss höchstens darauf aufpassen, dass seine Kollegen an den Instrumenten nicht übers Ziel hinaus schießen und die einzelnen Tracks  überladen. Die Balance aus Clean und Growls sitzt und macht einen ebenfalls runden Eindruck. Daran scheitern Newcomer leider viel zu oft, das Zauberwort „Niveau“ muss man hervorheben und genau da schließt sich der Kreis bei Escape The Void. An den beiden Gitarren kann mit Tobias Stulz und Kevin Frisch was zusammenwachsen. Das noch frische Duo, Tobias ist erst frisch dazu gestoßen, kann in der Zukunft das Zugpferd werden. Weiter im Programm geht es mit Light Preacher und Misery, die Dark um nichts nachstehen. Kurze Sequenzen von unter fünf Minuten lassen keine Zeit, um überdrüssig zu werden. Gleiches gilt für Separation und Isolation, die den ersten Gehversuch abrunden. Feine Hooks, wirklich schicke Vocals und stimmige Melodienlinien, die mit derben Breaks aufgepeppt werden, dass bleibt im Kopf, wenn man an Inhume denkt.

Fazit
Das geht wirklich schlechter, als das, was Escape The Void uns als Erstling mit Inhume anbieten. Die Gitarrenarbeit ist stark, die Lyrics ansprechend und in der Kürze liegt die Würze. Wenn beim ersten Studioalbum ähnlich präzise gearbeitet wird, dann können sie damit einen wirklichen Achtungserfolg landen. Fünf Kompositionen sind viel zu wenig, um hundertprozentig sagen zu können, wohin die Reise geht. Der Stapellauf ist zumindest geglückt und Escape The Void wurde erfolgreich ins Wasser gelassen.

Anspieltipps: Dark und Separation
René W.8
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8
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