Artist: Five Finger Death Punch
Herkunft: Las Vegas, USA
Album: Best Of (Volume I)
Spiellänge: 68:00 Minuten
Genre: Alternative Metal, Nu Metal, Heavy Metal
Release: 18.07.2025
Label: Better Noise Music
Link: www.fivefingerdeathpunch.com
Bandmitglieder:
Gesang – Ivan Moody
Gitarre – Zoltán Báthory
Gitarre – Andy James
Bass – Chris Kael
Schlagzeug – Charlie Engen
Tracklist:
- Under And Over It (2025 Version)
- Wash It All Away (2025 Version)
- Battle Born (2025 Version)
- I Refuse (feat. Maria Brink of In This Moment) (2025 Version)
- Jekyll And Hyde (2025 Version)
- Wrong Side Of Heaven (2025 Version)
- Lift Me Up (2025 Version)
- Far From Home (2025 Version)
- Bad Company (2025 Version)
- House Of The Rising Sun (2025 Version)
- Gone Away (2025 Version)
- Remember Everything (2025 Version)
- Coming Down (2025 Version)
- The Bleeding (2025 Version)
- Trouble (Live)
- Welcome To The Circus (Live)
- The Bleeding (Live)
Am 18.07.2025 erschien das neue Album von Five Finger Death Punch. Ein Best-of-Album mit 17 Songs, das drei bislang nicht veröffentlichte Livetracks im Gepäck hat. Nun kann man sich fragen, ob in Zeiten der Streamingdienste so ein Best-of überhaupt noch eine Berechtigung hat, wo sich doch jeder seinen Kram selbst zusammenstellt. Ich denke, es ist ein Stück weit eine Chance, von der Band zu erfahren, wo sie ihre guten Momente sieht. Hier sind Songs aus den letzten 20 Jahren zusammengetragen worden, und vielleicht hat man als nicht ganz so eingefleischter Fan da doch die eine oder andere Perle übersehen. Mir fällt als Erstes das dezente Volume I auf dem Cover ins Auge. Eine Fortsetzung ist also hier eindeutig im Plan.
Under And Over It eröffnet den Reigen. Der Song aus 2011 ist deutlich gereift. Allein dem gesanglichen Part hört man schon die Erfahrung und die Weiterentwicklung an. Das Video von damals wirkt fast niedlich, Gott, waren die alle noch jung.
Wir springen ins Jahr 2015. Wash It All Away hat es als zweiter Song in die Bestenliste geschafft. Und ich merke schon jetzt, dass mir als 5FDP-Spätzünder einiges entgangen ist.
Battle Born aus 2013 ist ebenfalls erwachsener geworden. Von Anfang an habe ich das Gefühl, dass die Ballade noch ausdrucksstärker und kraftvoller rüberkommt. Auch wenn die Songs nicht komplett auf links gedreht werden, kann man doch einiges rausholen.
Es entschleunigt noch mal, denn jetzt kommt das 2018er I Refuse ins Rennen. Ein wirklich starker Song mit Unterstützung der amerikanischen Sängerin Maria Brink von In This Moment. Manchmal reicht ein einzelnes Wort und alles ist gesagt: „schön“.
Jekyll And Hyde ist selbst an mir nicht vorbeigegangen und ich mag den Song auch heute noch genauso gerne wie 2015. Kommt es mir nur so vor, oder ist er weniger „schmissig“ in der neuen Version? Hm … ich bleibe da mal dem Ursprung treu.
Irgendwie hatte ich erwartet, dass mich ein Best-of von Five Finger Death Punch durchweg aus dem Sessel pustet, aber stattdessen folgt hier ein Gänsehautsong auf den nächsten. Auch Wrong Side Of Heaven ist gleichzeitig so kraftvoll und emotional, dass ich beeindruckt zurückbleibe.
Lift Me Up gibt dann wieder ein bisschen mehr Gas und holt mich aus der Melancholie zurück, und der Text von Aufstehen und Kämpfen und sich nicht mit dem Zufriedengeben, was um einen herum ist, weckt ein bisschen Aufbruchstimmung.
Die nächste Entschleunigung lässt nicht lange auf sich warten. Far From Home aus 2009 geht direkt unter die Haut. Ebenfalls äußerst hörenswert, und grad die sehr reduzierten Soli und Gesangsparts ziehen mich hier in ihren Bann.
Bad Company erschien 2009 und ist eine Coverversion aus dem Jahr 1974 von der gleichnamigen Band Bad Company. Der Anstrich, den 5FDP ihm verpasst haben, steht ihm gut zu Gesicht und bringt ihn ordentlich nach vorne.
Scheinbar sind wir im Cover-Abteil angekommen, denn es folgen der Klassiker House Of The Rising Sun (Ach ja… den gibt es halt in zig Versionen und immer ist er so melodramatisch, aber irgendwie ist es in keiner Version meiner. Läuft durch und gut ist) und Gone Away ursprünglich von The Offspring.
Warum man nun Coverversionen auf ein Best-of packt … ich denke, die haben eigentlich selbst genug starke Stücke auf den Weg gebracht, aber das ist wie immer Geschmackssache und bei einem Rückblick gehört wohl auch das dazu.
Auch I Remember und Coming Down würde ich jetzt eher zu ruhigeren Vertretern der US-amerikanischen Band zählen. Habe ich die so falsch eingeschätzt? Habe ich bislang nur die lauten Stücke beachtet? Oder ist das hier tatsächlich eine Sammlung ruhigerer Songs und sie hauen uns eventuell in Volume II die volle Breitseite um die Ohren? Ich bin jetzt neugierig. Vielleicht war ich gedanklich einfach zu sehr auf die Welcome To The Circus-Schiene gerutscht.
Mit The Bleeding kommt nun noch ein Song vom ersten Album aus 2007. Hier ist es nun deutlich härter und gefällt mir gut. Schauen wir mal, was die drei Live-Versionen nun noch mit sich bringen.
Trouble, Welcome To The Circus und The Bleeding sind live natürlich noch mal ein ganz anderer Schnack. Das hier macht auf jeden Fall Laune darauf, die Band in natura performen zu sehen.




