Ghost + Support am 13.12.2019 im Zenith in Straßburg

Heikle Anreise für das deutsche Publikum

Headliner: Ghost

Vorband(s): All Them Witches und Tribulation

Ort: 1 Allée Du Zénith, 67034 Straßburg, Frankreich

Datum: 13.12.2019

Kosten: 46,60 € VVK

Genre: Heavy Metal, Doom Metal, Dark Rock, Doom Death Metal, Melodic Black Metal

Link: http://ghost-official.com/

Setliste Ghost:

  1. Ashes
  2. Rats
  3. Absolution
  4. Faith
  5. Mary On A Cross
  6. Devil Church
  7. Cirice
  8. Miasma
  9. Ghuleh/Zombie Queen
  10. Helvetesfönster
  11. Spirit
  12. From The Pinnacle To The Pit
  13. Ritual
  14. Satan Prayer
  15. Year Zero
  16. Spöksonat
  17. He Is
  18. Mummy Dust
  19. Kiss The Go-Goat
  20. Dance Macabre
  21. Square Hammer

Am heutigen 13.12.2019 stationiert die Ghost Tour im benachbarten Frankreich, besser gesagt in Straßburg. Für uns ein nicht wirklich erfolgreicher Ritt über die Landesgrenze. Persönliche Details gehören bei uns grundsätzlich nicht in den Bericht, jedoch sitzt unser Fotograf in einem stundenlangen Stau Richtung Straßburg fest und mit ihm wohl noch unzählige deutsche Besucher, die das Trio Ghost, All Them Witches und Tribulation erleben wollen. Nach dem Motto „Stau ist nur hinten blöd, vorne geht es,“ soll es an diesem Abend ganz anders laufen. Die Vollsperrung macht die Bahn zur Sackgasse. Vorgewarnt geht es über die nicht wirklich fließende Ausweichroute, die den Zeitplan komplett durcheinanderwürfelt.

Passend zum Headliner geht es dann jedoch endlich rund. Bitter, dass All Them Witches und die fulminanten Senkrechtstarter Tribulation wortwörtlich auf der Strecke bleiben. Die Entschädigung folgt zumindest auf den Fuß. Ghost, angeführt von Tobias Forge, der seit 2008 die Formation erfolgreich zum Heavy Metal Zenit führt, beginnt das Hitfeuerwerk mit Ashes. Der Frontmann, der unter dem Synonym Cardinal Copia auftritt und das Lager der A Nameless Ghoul sein Gefolge nennt, legt mit Rats und Absolution nach. Da wird tatsächlich die Crème de la Crème der Diskografie aufgetischt. Das internationale Publikum frisst Ghost förmlich aus der Hand. Als Vorgruppe von Iron Maiden oder Sabaton haben die Schweden aus Linköping einen abermals gewaltigen Schub bekommen. Die Bühnenshow ist heiß und am Heavy Metal Limit angekommen. Sowohl licht- als auch soundtechnisch findet man nichts zu meckern. Ebenfalls bestechend Mary On A Cross, Devil Church oder Cirice. Das Zénith tobt und hierbei handelt es sich nicht um einen kleinen Club, sondern um eine große Konzerthalle – um noch einmal die Ausmaße zu verdeutlichen. Gut, in Deutschland sind die Zeiten ebenfalls vorbei, als die Skandinavier noch in kleineren Locations gezockt haben. So schnell kann also die Reise nach oben gehen, aber halten muss man diesen Status ebenso akribisch und daran lassen die Männer keinen Zweifel. Bissig warten Nummern wie Spirit oder From The Pinnacle To The Pit. Nicht weniger scharf schießt Satan Prayer oder He Is. Dazwischen warten weitere Hymnen – die Gesamtzahl soll erst bei 21 zelebrierten Nummern zum Stehen kommen. Im gleißenden Licht kommen die Nameless Ghoul`s ins Schwitzen. Hauptattraktion bleibt Cardinal Copia, der wie ein Zirkusdompteur seine Manege beherrscht. Mummy Dust und Kiss The Go-Goat schließen die Lücke von He Is bis zum Finale. Das Set schließen Dance Macabre und Square Hammer. Wer an der Songauswahl dieser Tour was zu Meckern hat, dem kann man auch nicht mehr helfen. Immer noch bitterer Beigeschmack: Die Anreiseprobleme, für die keiner was kann und die einigen Besuchern mächtig den Tag versaut hat. Ghost hingegen ziehen alle Register und gehören völlig zu Recht, zu einer der spektakulärsten Heavy Doom Bands auf diesem Globus.

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