Hamferd – Ódn

Ein kurzer Fingerzeig

Artist: Hamferd

Herkunft: Tórshavn, Färöer

Album: Ódn

Spiellänge: 14:45 Minuten

Genre: Doom Metal, Death Metal

Release: 12.04.2019

Label: Metal Blade Records

Link: https://www.facebook.com/Hamferd/

Bandmitglieder:

Gesang – Jón Aldará
Gitarre – John Egholm
Gitarre – Theodor Kapnas
Bassgitarre – Ísak Petersen
Keyboard – Esmar Joensen
Schlagzeug – Remi Johannesen

Tracklist:

  1. Ódn (Live)
  2. Deyðir Varðar (Live)

Hamferd haben im April mit Ódn eine zwei Song starke EP mit Livetracks über Metal Blade Records veröffentlicht. Vor allem oder gerade Vinyl Liebhaber dürfen bei der kleinen schwarzen Scheibe zugreifen. In 15 Minuten zelebrieren die Jungs aus der Färöer Hauptstadt Tórshavn dunklen Doom Metal, Death Metal Elemente machen sich breit. Vor elf Jahren gegründet, blicken die sechs Nordmänner auf gerade einmal zwei Longplayer. Zwischen dem Debüt Evst und dem Nachfolger Támsins Likam vergingen ganze fünf Jahre. Noch hat man das letzte Werk im Kopf und um nicht wieder in der Versenkung zu verschwinden gibt es diese handliche EP. Bei den beiden Werken Ódn (Live) und Deyðir Varðar (Live) handelt es sich nicht um altes Material, sondern es kommt frisch aus der Songschmiede von Hamferd. Harte Growls werden gegen ruhige Clean Gesänge getauscht – die Lyrics haben eine erfrischende Begleiterscheinung für alle, die auf skandinavische Muttersprachen stehen. Jón Aldará offenbart alle seine Gesangsnuancen, während seine Kollegen einen dichten Sound anrühren, der zu keiner Zeit überladen wirkt. Dicht aber nicht undurchdringlich – so darf man die beiden Doom Stücke schnell beschreiben. Abwechslungsreich mit vielen langsamen Passagen brechen pausierende Klänge nur selten aus dem Gefüge. Esmar Joensen an den Tasten bekommt viel Zeit zur Entfaltung. Nur zu gerne hört man ihm zu, während seine Melodien von den Kollegen einfühlsam unterstützt werden. Jón Aldará legt dann butterweich die Stimme über die Instrumente und fertig ist ein emotionales Doom Intermezzo, was nur 15 Minuten andauert.

Fazit
Ein Jahr nach dem letzten Album den Fans eine Kleinigkeit ins Nest zu legen, ist meistens keine schlechte Idee. Hamferd haben früh eine Pause eingelegt - daher ist es lobenswert nicht noch mal ganz von der Bildfläche zu verschwinden. Trotzdem hätten es ruhig ein oder zwei Stücke mehr sein dürfen. Für die Mini Vinyl natürlich genau passend und so kann man nichts Negatives über diese kurze Veröffentlichung finden. Fans werden oder haben schon zugegriffen, für Neueinsteiger würde ich wiederum das letzte Album empfehlen - alleine nur aus dem Grund, dass es dort mehr Output gibt, um für den eigenen Geschmack anzutesten.

Anspieltipps: Ódn (Live) und Deyðir Varðar (Live)
René W.8.2
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8.2
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