Hausen (Staffel 1)

Wenn der Horror aus dem Plattenbau in deinen Kopf kriecht

Filmtitel: Hausen (Staffel 1)

Sprachen: Deutsch

Untertitel: Deutsch

Laufzeit: ca. 480 Minuten

Genre: Horror, Mystery

Release: 14.01.2021

Regie: Thomas Stuber

Link: https://www.av-visionen.de/vertrieb/realfilm/

Produktion: Eye See Movies (AV Visionen)

Schauspieler:

Charly Hübner, Alexander Scheer, Tristan Göbel, Lilith Stangenberg, Rike Eckermann

Neues Jahr, neues Glück. Mit diesem platten Motto im Nacken geht es in die erste Horrorserie des Jahres. Hausen geht als erste Staffel in die Vollen und soll in acht Stunden dem Konsumenten die Nackenhaare bis zum Ansatz hochstellen. Eye See Movies (AV Visionen) haben die Produktion von Thomas Stuber in ihren Reihen aufgenommen. Das Artwork erinnert irgendwie an die Anfänge des Black Metal, dem ist jedoch nicht so. Die einfache Kulisse sorgt für ein geschlossenes System, in dem die Protagonisten ihre Magie entfalten lassen dürfen.

Die Story von Hausen (Staffel 1):

Nach dem Ableben seiner Mutter zieht der noch jugendliche Juri mit seinem Vater Jaschek in einen heruntergekommenen Plattenbau am Rand der Stadt. Während sein Vormund versucht, als Hausmeister des störanfälligen Gebäudes eine neue Existenz für sich und seinen Sprössling aufzubauen, realisiert der Heranwachsende Stück für Stück, dass unbemerkt von allen Mitmenschen noch etwas anderes in den dunklen Korridoren herum geistert: ein böses Subjekt, das in die marode Bausubstanz eingedrungen ist – und das über Jahrzehnte den gesamten Block in einen Organismus verwandelt hat, der schleichend die Seelen seiner Bewohner verdaut. Um es zu bekämpfen, muss Juri die feindselige Blockbevölkerung zur Zusammenarbeit bewegen – auch wenn er sich dafür gegen das stoische Regime seines Vaters auflehnen muss, dessen Geist bereits ganz unter dem zerstörerischen Bann des unsichtbaren Feindes steht.

Hausen (Staffel 1)
Fazit
Sky Deutschland und Lago Film schieben ein B-Movie mit Charakter in die Pipeline, das mit kleinen Abstrichen gefallen kann. Die deutsche Mystery-Horror-Fernsehserie kommt auf acht Teile, die jeweils auf 60 Minuten Spielzeit kommen. Gedreht wurde die Serie im Sommer 2019 im ehemaligen Regierungskrankenhaus der DDR in Berlin-Buch, in dem dafür siebzehn Wohnungen eingerichtet wurden. Das Vorbild des Regisseurs Thomas Stuber war der Film Possession von 1981, der ebenfalls in der Hauptstadt gedreht wurde. Als Bonus gibt es ein Making-Of, Interviews und ein zwölfseitiges Booklet. Kommen wir endlich zu meiner finalen Einschätzung von Hausen: Gute Skills in der Kameraführung ziehen die Produktion nach oben. Warum das ganze Hausen heißt, bleibt allerdings im Verborgenen. Leider kommen dazu die platten Passagen, die dann doch die eine oder andere schwächere Situation offenbaren. Grundsätzlich kann man die Handlung jedoch empfehlen. Die Schauspieler Charly Hübner, Alexander Scheer, Tristan Göbel, Lilith Stangenberg oder Rike Eckermann - allesamt keine im Mainstream gesetzten Darsteller - können Hausen positiv prägen. Authentisch im mystischen Thriller gehen sie eine Symbiose ein und versuchen der Story den nötigen Kick zu geben. Wer subtilen Horror sucht, der langsam immer tiefer in die Gehirnwindungen eindringt, kommt auf weite Strecken voll auf seine Kosten.
René W.
7.9
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3.5
7.9
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