I Am Jerry: kommen im Dezember ins Headcrash

Sprockhövel ist die Definition für in the middle of nowhere. Ein Ort, wie ihn die meisten Jugendlichen in Deutschland kennen, irgendwas zwischen Dorf und Stadt, zwischen Heimat und nichts wie weg hier. Schön für Kinder, schrecklich für Teenager. Was macht man, wenn man 15, 16 ist? Man baut Mist – oder man baut eine Band.
Julian (der Sänger), Timm (Julians Bruder und Schlagzeuger), Leo (der Gitarrist) und Feras am Bass entschieden sich 2008 für letzteres und gründeten I Am Jerry. Relativ schnell erspielte man sich erste Achtungserfolge, gewann Newcomerwettbewerbe und arbeitete weiter an sich. Ein wichtiger Teil der Story ist die Gang – ein Haufen von rund 20 Leuten, die seit Jahren die Band begleiten. Als Kumpels und Kritiker, aber auch als kreative Helfer, die zum Beispiel gemeinsam mit der Band die grandiosen Videos zu den Singles „Vollkontakt“ und „Alles muss neu“ ermöglichten, in dem sie sich vermummten und Bengalos zündeten, japanischen Kampfsport inszenierten und auf Pferden ritten. Alles made in Sprockhövel. Hier wurde scheinbar vieles richtig gemacht, denn Vice/Noisey sagen zum „Vollkontakt“-Clip: „Endlich die neuen Kraftklub, die nächsten Bilderbuch.“ Solche Gemeinschaftsleistungen funktionieren aber auch nur, wenn man den gleichen Humor hat und sich aufeinander verlassen kann. Das Ziel lautet: Spaß haben, musikalisch immer besser werden. Grenzen austesten. Möglichst viel selbst machen. Mit der Gang. Letztendlich: die Musik machen, die sie bislang in Deutschland vermissen. Im August erscheint das Debütalbum „Habicht“, die Platte, auf die jeder gewartet hat. I Am Jerry spielen Songs, die gleichzeitig allen und nur dir alleine gehören, die auf der großen Wiese laufen und auf einsamen Bahnfahrten, in greller Sonne und in tiefster Nacht. Am 11. Dezember kommen I Am Jerry aus Sprockhövel nach Hamburg, um im Headcrash zu spielen.

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