Immolation – The Last Atonement Tour Europe 2019 + Support am 17.11.19 im Mergener Hof in Trier

Aus dem tiefsten Inneren

Eventname: Immolation – The Last Atonement Tour Europe 2019

Headliner: Immolation

Vorband(s): Ebryo, Monument Of Menanstrophy, Ragnarok

Ort: Mergener Hof, Trier

Datum: 17.11.2019

Kosten: 25,00 € AK

Genre: Death Metal, Brutal Death Metal, Black Metal

Besucher: ca. 100

Veranstalter: Massive Music

Link: https://de-de.facebook.com/events/mergener-hof/immolation-ragnarok-monument-of-misanthropy-trier/942058456147732/

Setlisten:

Embryo

  1. (Intro) Solitaria 1519
  2. Leonardo
  3. Vanguard For The Blind
  4. The Horror Carved
  5. The Same Difference
  6. An Awkward Attempt
  7. Misguided Legacy
  8. No God Slave

Monument Of Misantrophy

  1. Vegan Homicide
  2. Malformation
  3. Mysterious Hollywood Hat-Trick
  4. Bring Me The Head Of LGG
  5. Fall From Grace (Morbid Angel Cover)
  6. Tales From The Vienna Woods
  7. Foreboding Of Evil
  8. Entering A New State
  9. Monument Of Misantrophy

Ragnarok

  1. Dominance & Submission
  2. In Nomine Satanas
  3. Blood Of Saints
  4. Chapel Of Shadows
  5. Pagan Land
  6. Murder
  7. The Great Destroyer
  8. It’s War
  9. Blackdoor Miracle

Immolation

  1. Destructive Currents
  2. Kindom Of Conspiracy
  3. Father, You’re Not A Father
  4. The Distorting Light
  5. Swarm Of Terror
  6. Into Everlasting Fire
  7. Rise The Heretics
  8. World Agony
  9. A Spectacle Of Lies
  10. Those Left Behind
  11. Of Martyrs And Men
  12. Burn With Jesus
  13. Lower
  14. What They Bring
  15. Dawn Of Possession
  16. When The Jackals Come

Wie kann man einen verregneten Sonntagabend verbringen? Das zeigen uns heute Immolation. Die vier Death Metal Eliten, bestehend aus Ross Dolan am Bass und Mikrofon, den Gitarristen Robert Vigna und Alex Bouks und Drummer Steve Shalaty kommen mit mächtigem Support von Ragnarok, Monument Of Menantrophy und Empryo als weiteren Gast-Support oben drauf. Die Tour handelt von Atonement, ihrem letzten Album aus 2017. Von New York angereist, führen sie uns in den Mergener Hof. Dort kann ich bereits den großen Tourbus mit Anhänger erkennen. Sieht so aus, als würden alle Bands zusammen reisen. Der dunkle Keller ist beim Betreten mit einer blau beleuchteten Discokugel bestrahlt. Die Atmosphäre passt. Vom Ansturm erhofft man sich mehr, aber die Stimmung ist wie immer friedlich. Auf der Bühne steht ein großes Drumset, welches schon fast die Hälfte der Bühne einnimmt. Dessen Grundaufbau teilen sich alle Perkussionisten, denn die Pausen werden hier kurz gehalten.

Embryo machen einen guten Start mit schnellen und langsamen Rhythmen der Gitarren und den Drums, begleitet von Synthis am Keyboard und vorne dran hoher gutturaler Gesang. Nach den ersten paar Songs bringt das Quintett aus Italien auch schon Bewegung unter die Metalheads. Trotz des mageren Besuchs lässt sich ein kleiner Moshpit einrichten. Sie spielen überwiegend Songs aus dem Album A Step Beyond Divinity, welches im Jahr 2017 veröffentlicht wurde. Sie haben allerdings auch ihre neue Single Misguided Legacy im Programm. Nach der ersten Runde geht der Umbau sehr zügig.

Monument Of Misanstrophy hauen schon etwas heftiger auf die Nüsse. Es fängt gleich mit schnellen Blastbeats an, denen der Rest des Brutal Death Metal Geschwaders im gleichen Tempo folgt. Sie sind ebenfalls zu fünft unterwegs und lassen die Finger ordentlich fliegen. Ihrer Heimatstadt Wien in Österreich widmen sie ihren Song Tales From The Vienna Woods. Darüber hinaus spielen sie ein Cover von Morbid Angel. Fall From Grace ist der Opening Track des zweiten Albums von 1991. Bei ihrer Setlist kommt man schon den richtigen Vorgeschmack zum Death Metal. Auch ein Gitarrist unterstützt ab und zu die Vocals.

Ragnarok treten mit ganz anderem Aussehen auf. Im Gesicht geschminkt, erinnern sie mich an Kiss, nur mit etwas Blut beigemischt. Ein Gitarrist dagegen sieht Kerry King von Slayer trotz Schminke schon sehr ähnlich. Aber nicht nur in ihrer Gestalt setzen sie sich von allen anderen ab. Nachdem sie mit Dominance & Submission uns ins Gefecht reißen, kommt man gleich auf andere Gedanken. Man hört deutlich den Unterschied zwischen ihren Vorgängern. Ihre Spezialität ist Black Metal, daher auch so viel schwarz auf der Haut. Die düsteren Norweger können zu viert aber auch auf ihre Art Gas geben. Sie bescheren uns mit neuem Material aus diesem Jahr, womit sie vor dem Finale noch mal durchheizen.

Bevor Immolation den Kampf antreten, wird am Sound noch mal feingeschliffen. Dann geht es auch wieder schnell zur Sache. Kaum auf der Bühne, eröffnet Ross Dolan das Feuer mit seinem tiefen gutturalen Gesang, der uns auf der Stelle erfasst. Bei Gitarrist Robert Vigna fällt mir seine Art des Spielens auf. Er schwingt seine Arme und die Gitarre wie kein anderer. Hier wird ganz sicher 100 Prozent gegeben, denn keiner steht stumpf auf einer Stelle. Auch das Publikum wird aufgemischt. 16 harte Nummern im Gepäck, davon fünf aus Atonement, lassen keinen still stehen. Doch auch ältere Songs werden serviert. Mit Burn With Jesus nehmen sie uns zurück ins zweite Album Here in After. Bevor es zum Ende geht, bedanken sie sich noch mal bei allen Bands. Es ist für sie eine Freude, die drei Supporter mit an Bord zu haben. Nach dem Konzert nehmen sich die New Yorker sogar noch Zeit, um mit den Fans zu sprechen, Fotos zu machen und Autogramme zu verteilen, was uns allen nach dieser heftigen Schlacht ein Happy End bereitet.

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