Jesus Chrüsler Supercar – Lücifer

Der dritte Streich der Death 'n' Roll Combo

Artist: Jesus Chrüsler Supercar

Herkunft: Stockholm, Schweden

Album: Lücifer

Spiellänge: 43:11 Minuten

Genre: Death ’n‘ Roll, Sludge, Stoner Metal, Heavy Rock, Metal

Release: 24.05.2019

Label: Dr. Music Records

Link: https://www.facebook.com/jesuschruslersupercar/

Bandmitglieder:

Gesang, Bass – Robban Bergeskans
Gitarre – Tobbe Engdahl
Gitarre – Pär Jaktholm
Schlagzeug – Nicke Forsberg

Tracklist:

  1. Lucifer
  2. Flesh ’n’ Bones
  3. Never Sleep Again
  4. High Times For Low Crimes
  5. Boogeyman
  6. Suck On My Balls
  7. Out Of My Head
  8. From Death To Dawn
  9. Straight To Hell
  10. You Can‘t Spell Diesel Without Die
  11. Black Blood

Das deutsche Label Dr. Music Records hat im Mai das dritte Album der Schweden Jesus Chrüsler Supercar veröffentlicht. Die Death ’n‘ Roll Combo hat mit Lücifer nach drei Jahren 35 Supersonic abgelöst. Das Artwork, schlicht wie prägnant, offenbart ein schroffes Werk der vier Stockholmer, die elf Tracks in 43 Minuten zementieren. Hinter dem Genre-Synonym steckt ein gewiefter Cocktail aus Sludge, Stoner Metal und Heavy Rock. Neu im dreckigen Sportwagen: die beiden Gitarristen Tobbe Engdahl und Pär Jaktholm. Im Oktober kann man das neue Material auf dreizehn Stationen in Deutschland erleben.

Der Titeltrack Lücifer planiert die holprigen Waldwege platt. Einen Presslufthammer brauchen die Skandinavier nicht, der tiefe Bass in Kombination mit den druckvollen Gitarren übernimmt diesen Dienst. Ein satter Sound, humorlose wie kurze Stücke ziehen sich durch das teuflische Intermezzo. Meist liegen die einzelnen Auskopplungen nur zwischen zwei und vier Minuten. Den Rahmen sprengen muss da auf den letzten Meter der Rauswerfer Black Blood. Beim Stichpunkt schwarzes Blut rollen wir das Feld heute mal von hinten auf. Kirchenglocken, infernale Klänge und eine heruntergeregelte Gesangslautstärke von Robban Bergeskans schiebt den Titel in Doom- bzw. schwerfällige Sludge Territorien. Wutausbrüche pushen die rund sieben Minuten ein ums andere Mal. Technisch bleibt die Schöpfung absolut dreckig und der Schlusspunkt arbeitet unermüdlich am Nullpunkt, ohne kopfüber den Abhang herunter in die Bedeutungslosigkeit zu stürzen. Bei einem solchen Gassenhauer ist die größte Hürde, den Konsumenten bei der Stange zu halten. Die kurzen Titel im Vorfeld gehen da deutlich geschmeidiger von der Hand, aber wer nur einfach möchte, ist bei Jesus Chrüsler Supercar an der falschen Adresse. Ob der Gekreuzigte bei Songs wie Flesh ’n’ Bones, High Times For Low Crimes oder Straight To Hell in den Chrysler eingestiegen wäre? Was der Papa aus dem Himmel dazu gesagt hätte, naja der Onkel Lucifer scheint ja nicht das beliebteste Familienmitglied zu sein. Den Supercar’s juckt es nicht die Bohne, auch wenn ein Skandal in höchsten Kreisen immer gern gesehen, beabsichtigte Lücken in die Genschaft reißt. Hymnen wie Suck On My Balls drehen mächtig auf, das Prinzip Stein auf Stein völlig unbekannt, und fast ungeniert werden die griffigen Melodien der einzelnen Äxte zusammengeschmiedet. Unkonserativ, schnörkellos gibt es rohe Kost blutend auf den Kühlergrill. 

Fazit
Arschlecken 3 Mark 50 - Regeln sind für gebeutelte Versager, deshalb agieren Jesus Chrüsler Supercar unbequem direkt und verbannen jegliche Klänge, die nur einen Hauch von lebensbejahender Leidenschaft besitzen. Der Druck sitzt, ein Bahnsurfer hätte arge Probleme, den labilen Körper bei waghalsigem Richtungswechsel auf dem Dach der Metalkonserve zu halten. Im Gegensatz zu einem geistesgestörten Adrenalinkick, der dazu noch andere gefährdet, kann man Lucifer aufdrehen ohne bösartige Absichten zu verfolgen. Wer Spaß und rosige Atmosphären braucht, soll sich was anderes kaufen oder in die Kirche gehen!

Anspieltipps: Lucifer und Suck On My Balls
René W.8
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