“Klassisch und doch ganz neu“

Eventname: Make Rock Great Again

Headliner: Kaiser Franz Josef

Vorband: The Wholls

Ort: Sony Music, München

Datum: 01.03.2018

Genre: Rock

Veranstalter: Sony Music

Link: https://www.sonymusic.de/news/make-rock-great-again-17-deutsche-staedte-2-rockbands-und-1-mission

Es ist bzw. war wohl das Herzensprojekt schlechthin für das Label Sony Music Deutschland mit dem Hauptsitz in München. Die Idee: Den Rock wieder groß zu machen. Das Konzept: Die Musik dort spielen zu lassen, wo eben dieser Rock eigentlich ursprünglich herkam bzw. noch immer Fuß fasst. Weg von den großen Städten und in die kleinen Clubs in kleinere Gebiete, quasi abseits vom Mainstream – der ja sowieso nur von Dance- und Latinhits bestimmt wird. Der Schlüssel zum Erfolg? Das Musikförderprogramm JägerMusic von Jägermeister als starker Supporter und zwei Bands, die wissen, was Rock bedeutet: Kaiser Franz Josef aus Österreich, die bereits mit ihrem Album Make Rock Great Again zeigten, was ihr Vorhaben ist und die Engländer The Wholls als unglaublich charmante Newcomer, die genau wissen sich zwischen Nischen zu bewegen und dabei grad einmal selbst eine Nische bilden.

Dabei performten die Jungs in 16 Clubs in allen Ecken Deutschlands, darunter:

 

08.02. Dresden | Rosis
10.02. Weißwasser | Telux
13.02. Unna | Lindenbrauerei
14.02. Halle/Saale | Kaffeeschuppen
15.02. Nürnberg | Der Cult
16.02. Bamberg | Live-Club Bamberg
17.02. Pfarrkirchen | Club Bogaloo
20.02. Regensburg | Eventhall
21.02. Trier | Exhaus
22.02. Mainz | Caveau
23.02. Hannover| Cafe Glocksee
24.02. Boberow | MoorScheune
26.02. Rostock | Alte Zuckerfabrik
27.02. Monheim | Sojus7
02.03. Altenmarkt | LiBella
03.03. Obergünzburg | Club GoIn

Im Zuge der Make Rock Great Again Tour fand neben den offiziellen Terminen ein kleiner Showcase statt, zu welchem Sony Music persönlich einlud und damit sowohl Mitarbeiter als auch Medienpartner Teil des Abends werden durften. Und dieser zeigte sich doch in perfekter Ausstrahlung.

Der große Konferenzraum im Sony Music Gebäude wurde mal eben mit einer Bühne ausgestattet und was darf natürlich auch nicht fehlen? Die Jägermeister Bar natürlich sowie eine kleine Selfie Box. Mit normaler und auch veganer Currywurst sowie einer Vielzahl an Getränken war auch für das leibliche Wohl gesorgt und hier darf man schon einmal den Daumen hoch Richtung Organisation strecken, denn stilvoller kann man einen Abend kaum gestalten. Die Leute sind in guter Laune und zahlreiche neugierige Gesichter fragen sich natürlich, was da nun kommt.

Und auch wenn bei diesem Showcase auf einen ‚Local Support‘ logischerweise verzichtet wird, so bietet der Abend doch einiges. The Wholls eröffnen diesen nämlich durchaus grandios. Die Engländer punkten erst einmal durch ihre Sympathie sowie eine kleine freche Attitüde, die die Herren da auf der Bühne an den Tag legen. Ihre Musik hat durchaus etwas vom klassischen Rock, bewegt sich aber dennoch durch so viele verschiedene Nuancen, dass man hier wahrlich das Gefühl hat, etwas sehr Frisches oder noch besser Lebendiges präsentiert zu bekommen. Die Gruppe steht noch beim Debütalbum und ihr letztes Musikvideo Going Down sorgte doch für so einiges an Gesprächsstoff – immerhin sind die Jungs dafür fast gestorben. Es ist und bleibt aber vor allem der ansteckende Charme, welcher ihre Bühnenpräsenz nur noch steigert und ein Gesang, der durchaus unter der Masse zu erkennen ist, warum The Wholls durchaus wirken wie eine Band, die größer werden dürfte. Und mit Bands wie Nothing But Thieves oder auch Don Broco hat England hier gleich drei Bands an der Hand, die etwas lebendiges Neues machen.

Kaiser Franz Josef lassen gar nicht lange auf sich warten und nehmen ähnlich souverän sofort die kleine Bühne ein und performen ihre Klassiker. Der Sound der Österreicher erinnert da doch stärker an das, was man sich im Kopf bei klassischem Rock vorstellt, eben nur mit einer Zusatzportion Charme und junger Attitüde, die KFJ etwas geringer ausstrahlen, als es noch bei The Wholls der Fall war. Ihr Sound spricht aber ganz klar eine Sprache: klassisch und dennoch ganz neu. Irgendwie erinnern die Jungs an Foo Fighters und sie besitzen genug Feuer und Energie, um die Zuschauer in Bewegung zu bringen. Dennoch erscheinen The Wholls im direkten Vergleich fast noch ein wenig stärker was die Präsenz da oben und den eigenen Sound angeht – umso interessanter, was aus den Engländern wohl in ein paar Jährchen werden wird.

Es ist eine Idee und eine Tour mit dem wohl besten Catch Phrase für das Jahr 2018: Make Rock Great Again verfolgte das Ziel, klassischen und dennoch gegenwärtigen Rock wieder zurück in kleinere Städte und in kleinere Clubs zu bekommen. Mit Kaiser Franz Josef und The Wholls sind auf jeden Fall zwei Bands am Start, die alle Voraussetzungen erfüllen, um besagtes Ziel auch irgendwie möglich zu machen. Und damit kann man nur hoffen, dass 2018 weiterhin so rockig bleibt, wie es begonnen hat.

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