Milking The Goatmachine – Milking In Blasphemy

“Lasst die Ziegen los, wir brauchen ein wenig Goat Grind!“

Artist: Milking The Goatmachine

Herkunft: Berlin, Deutschland

Album: Milking In Blasphemy

Spiellänge: 41:07 Minuten

Genre:  Death Metal, Grindcore

Release: 31.03.2017

Label: Napalm Records

Link: https://www.facebook.com/milkingthegoatmachine

Bandmitglieder:

Gesang und Schlagzeug – Goatleeb Udder
Gitarre und Bassgitarre– Goatfreed Udder

Tracklist:

  1. Farm Of Northern Darkness
  2. Nemesis Bettina
  3. Straw Bale Apocalypse
  4. Milking In Blasphemy
  5. Add The Horn Of Winter
  6. Freezing Hoof
  7. Goats In A Throne Room
  8. Where Fat Angels Cry
  9. Milk Churn Funeral
  10. GoatEborgian Hunger
  11. Sliden Christi
  12. Wolves Upon The Cross
  13. Goat Mans Child
  14. Endzitze
  15. G.O.A.T.M.A.C.H.I.N.E
  16. In The Shedside Eclipse

 

Der Name des Duos, dass sich Hilfe für Livekonzerte holt, ist mittlerweile aus der Szene nicht mehr weg zu denken. Milking The Goatmachine haben sich einen großen Namen erspielt und ihre Hufabdrücke tief in der Erde verankert. Ihre bisher veröffentlichten 6 Scheiben sind mitunter ein Grund dafür. Und nun ist es so weit. Nach 2 Jahren wird der Ziegenstall gebeten die Pforten wieder zu öffnen um ihr 7. Langeisen, das auf den Namen Milking In Blasphemy hört, mithilfe der professionellen Hirten von Napalm Records auf den Markt zu bringen. Na dann, auf Goats!

Was ein herrliches Getrampel und Gestampfe von der melkenden Ziegenmaschine. Alleine die Growls, die Schlagzeuger und Sänger Goatleeb Udder da heraushaut, sind ein absoluter Ohrenschmaus. Sie sind schön tief, hasserfüllt und zum Teil bis ins Mark erschütternd. Auch werden hier ab und an Pig Squeals angewandt, die das Bild des Grinds in die Musik einfügen.

Aber nicht nur das ist wieder einmal echt genial gemacht, sondern auch, dass jeder Song mit anderen Riffs versehen ist, die Bassist und Gitarrist Goatfreed Udder da heraus zaubert. Zum einen sehr zügig und schnell gespielt auf der anderen Seite unheimlich groovig. Quasi die gesunde Mischung aus Bangen und eines Moshpits.
Zudem wird dem Hörer durch den Bass sehr stark Feuer unter dem Hintern gemacht, gibt vielen Songs einen ordentlichen Wumms und kann somit auch den Hörgenuss steigern. Gut zu hören bei Milk Chum Funeral.

Was Milking In Blasphemy auch wieder, wie auf den vorherigen Scheiben drauf haben, ist die Abwechslung. Alleine schon durch das Anziehen des Tempos und das Einsetzen von groovigen Parts entsteht ein richtig genialer Hörfluss und, was bei manchen Bands zudem nicht oft vorkommt, hier bleiben die Tracks schnell im Kopf hängen.

Das kann aber unter anderem auch an den Namen der Songtexte liegen. So bekommt man sehr schnell bei Titelnamen wie Farm Of Northern Darkness, Goats In A Throne Room und Goat Mans Child direkt ein Lächeln ins Gesicht. Wobei ja noch am besten Freezing Hoof klingt.

Zudem überzeugt die Produktion, denn der Sound ist passend abgemischt und gibt dem Album zusätzlich ein richtig tonnenschweres Gesamtbild – als würde eine Ziege einen Bulldozer fahren.
Fazit: Ich muss ja gestehen, dass ich bisher nur die ersten beiden Scheiben von Milking The Goatmachine so richtig intensiv gehört und geliebt habe. Und das Duo hat mich mit seinem siebten Silberling auch nicht enttäuscht. Toller Groove, klasse Growls untermauert mit Pig Squeals und zudem noch Songtitel, die einem zum Lächeln bringen. Das ist doch Goatastisch! Also, wer nicht zwingend in den Zoo gehen möchte, um sich Ziegen anzuschauen, sollte einfach auf die Scheibe hier zurückgreifen und mal auf der Farm Of Northern Darkness nach Bulldozer fahrenden Ziegen Ausschau halten. Oder zumindest sich anhören.

Anspieltipps: Freezing Hoof, Goats In A Throne Room und In The Shedside Eclipse
Stefan S.
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