”Monster Magnet + Support am 19.02.2014 in der Markthalle Hamburg!”

Band: Monster Magnet und Church of Misery

Location: Markthalle, Hamburg

Homepage: http://www.markthalle-hamburg.de/

Datum: 19.02.2014

Einlass: 19:00 Uhr / Konzertbeginn: 19:00 Uhr

Besucher: ca. 1.000

Veranstalter: FKP Scorpio (http://www.fkpscorpio.com/)

Im Vornherein war das fast jährlich stattfindende Konzert von Monster Magnet + Support ausverkauft. So entsteht wegen der Masse nicht nur eine lange Schlange am Einlass, sondern es verharren auch viele verzweifelte Leute davor, die ein Ticket ergattern wollten – schließlich ist es auch das Abschiedskonzert der Last Patrol-Tour. Es verspricht ein nicht allzu langer Abend zu werden, da Monster Magnet lediglich von einer weiteren Band supported werden: Church of Misery. Bei einem Konzert in der Woche ja nicht das schlechteste.

Genauso zaghaft wie Church of Misery aus Tokyo die Bühne pünktlich entern, genauso träge schiebt sich das Publikum in den Saal, so dass zunächst nur eine halbe Besetzung anzutreffen war. Die vier schrägen Jungs erscheinen stilecht in weiten Schlaghosen und wallenden Mähnen und versetzen einen schon rein optisch back to the 70s. Black Sabbath-mässig röhren und grooven sie eine spannende Kombo aus Old School Rock und Doom Metal, welche einen teils durch kreischenden Gesang und spacige Synthiepassagen in Trance versetzt. Zunächst völlig unvoreingenommen bin ich dann doch ziemlich fasziniert von den Jungs. Genauso ergeht es wohl auch dem Publikum, denn diese sammelen sich immer mehr im Saal und lauschen dem Psychedelic Doom Progressive-Gemisch. Allein der Bass ist so fett eingestellt, dass einem von den Resonanzen ganz anders wird – positiv gemeint. So hat nicht nur die Band sichtlich ihren Spaß. Nach einer Dreiviertelstunde ist die Show dann vorbei. Zeit für einen kleinen Thekenstop und etwas Fotografenfachsimpelei unter Kollegen. Ja, das Licht ist jetzt nicht sonderlich kameratauglich, aber passend zur Stimmung. Da kann man dann auch mal kurz zum Merch schauen und feststellen, dass die Preise richtig fair sind. Wer will, kann die Japaner noch zum Shooting und Autogramm treffen.

Gut eingegrooved vom Support ist der Saal voll, die Stimmung gut und die Bühne fertig hergerichtet für Monster Magnet. Lediglich ein weißes und ein – alles andere als spektakuläres – Backdrop ziert die Bühne. Um es vorweg zu nehmen: Darauf werden später verschiedene Muster, Lichter und Farben projeziert. Dann geht es los, Dave und Co. betreten die Bühne – erwartungsvoll, siegessicher und spielfreudig. Als erstes heizen sie mit I Live Behind The Clouds ein. Dave überzeugt absolut mit Charme, Stimme und viel, viel Augenkontakt. Auch wenn der Mann schon ein paar Tage älter und figurmässig nicht mehr der Strammeste ist, hat er Sexappeal hoch zehn! Er fasziniert mit Lächeln, Posen und Fankontakt. Auch wenn die Fans nicht immer das machen, was er gerne hätte. So geben sie keine Ruhe, als er darum bittet, sondern rufen wild – das muss doch nicht sein.

Soundmässig, top, lichtmässig top. Auch bedient Dave sich zu gern seinem Synthesizer-Aparillo und haut wilde Sounds raus, die einen fast berauschen. Die Fans ergeben sich tanzend der Show und stören sich nicht daran, sich in der Fülle mit dem Nebenmann Arm an Arm zu reiben. Und wie man bekanntlich weiß, erzeugt Reibung Hitze – so ist dem auch. Nach einem 1 1/2 Stunden Set, bunt gemischt von alt bis neu, darf natürlich der Klassiker Spacelord als Zugabe nicht fehlen. Monster Magnet haben dazu noch ein Ass im Ärmel und zaubern die hübsche Bourlesque-Queen Pepper Potemkin auf die Bühne, die das ganze Spektakel noch einmal richtig aufflammen lässt mit ihrer sexy Tanznummer. So aufgeheizt wird man dann in die Kühle der Nacht entlassen.

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