Mountaineer – Bloodletting

Atmosphärischer Post Rock aus den USA

Artist: Mountaineer

Herkunft: Oakland, Kalifornien, USA

Album: Bloodletting

Genre: Post Rock, Sludge

Spiellänge: 53:01 Minuten

Release: 22.05.2020

Label: Lifeforce Records

Link: https://www.facebook.com/mountaineerbayarea/

Bandmitglieder:

Gesang – Miguel Meza
Gitarre – Clayton Bartholomew
Gitarre – Isaac Rigler
Gitarre – Forrest Harvey
Bass – Dillon Variz
Schlagzeug – Patrick Spain

Tracklist:

1. Blood Of The Book
2. The Weeds I Have Tended
3. Shot Through With Sunlight
4. To Those We’ve Said Goodbye
5. Bloodletting
6. South To Infinity
7. Apart
8. Ghost Story
9. Still (CD und Digital Only)

Das dritte Album der kalifornischen Post Metal/Sludge Band Montaineer nennt sich Bloodletting und erscheint am 22.05.2020 über Lifeforce Records. Verausgabt wird es als CD und den limitierten Vinyls in den Farben Black (200 Stück) und Transparent Red / White marbled (100 Stück).

Obwohl erst seit 2015 existent, ist Bloodletting bereits das dritte Album von Mountaineer seit 2017. Zuvor erschien bereits eine selbst betitelte EP.

Lt. Band ist Bloodletting so etwas wie ein Konzeptalbum, das alle Songs unter einer übergreifenden Idee zusammenfasst. Es geht auf dem Album um Thema wie Loslassen/Abschied in all seinen Facetten. Während die Bedeutung dieses Themas von Bandmitglied zu Bandmitglied unterschiedlich sein kann, war es von Anfang an die gemeinsame Absicht der Band, ein Album zu schreiben, welches als Abschiedsbrief an die Menschen und Dinge dienen sollte, die sie zurücklassen mussten.

Dass eine solche Themenstellung natürlich schwer in einem herumgeistert und diese von Melancholie, Schwere, Depression und auch Aggression beladen ist, ist natürlich klar. Dass dieses Thema dem Grundkonzept des doch sehr atmosphärischen und sensiblen Post Rock/Post Metals bestens entgegenkommt, ebenfalls. Für die aufkeimenden aggressiven Parts sind natürlich wütende Sludge Eskapaden bestens geeignet. Herausgekommen ist dabei dann auch ein wirklich stimmungsgeladenes, melancholisches bis depressives Album, welches gerade seine Stärken in den Sludgeausbrüchen hat.

Sehr oft dümpeln die Songs in einer Art Traurigkeit vor sich hin. Beim erstmaligen Hören wird sich das Album kaum dem Hörer erschließen, es könnte sogar Langeweile aufkommen. Die Stimme ist zum Teil aus meiner Sicht zu leise abgemischt. Als Beispiel füge ich hier einmal den Song To Those We’ve Said Goodbye an. Wenn man etwas zu sagen hat, was der Titel des Songs ja quasi vermittelt, dann sollte man dies auch in aller Deutlichkeit tun.

Leider fehlt dem Album ein Stück Aufbegehren. Meist stehen düstere, traurige Dissonanzen mit ausufernden Melodien und depressiv klingenden Akkorden für sich. Zerrissenheit, Aufbegehren und auch vielleicht Wut kommen leider viel zu wenig zur Geltung. Am deutlichsten wohl noch bei South To Infinity. Dieser Song sticht für mich besonders positiv heraus.

Mountaineer – Bloodletting
Fazit
Mountaineer legen mit Bloodletting ein solides Post Rock Werk vor, welches sich mit dem Thema Abschied im weitesten Sinne befasst. Musikalisch kommt mir es so vor, als wenn sich die Bandmitglieder den Situationen zu sehr hingeben, ohne sich dagegen richtig zu wehren/aufzulehnen. Die Sludgelemente, die dafür im Eigentlichen stehen, kommen mir dann leider doch etwas zu kurz. Da sind noch einige Berge zu erklimmen für Mountaineer.

Anspieltipps: The Weeds I Have Tended, South To Infinity und Ghost Story
Juergen S.
6.8
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6.8
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