Osyron – Foundations (EP)

Es hätte auch etwas mehr sein dürfen

Artist: Osyron

Herkunft: Calgary, Alberta, Kanada

Album: Foundations

Spiellänge: 30:05 Minuten

Genre: Epic Metal, Symphonic Metal, Progressive Metal

Release: 10.07.2020

Label: SAOL

Links: https://www.osyron.com
https://www.facebook.com/osyron/

Bandmitglieder:

Gesang – Reed Alton
Gitarre – Krzysztof Stalmach
Gitarre – Bobby Harley
Bassgitarre, Mix und Engineering – Tyler Corbett
Schlagzeug und Engineering – Cody Anstey

Tracklist:

  1. The Cross
  2. Ignite
  3. Battle Of The Thames
  4. The Ones Below
  5. Foundations

Heute liegt Musik aus Kannada auf meinem Schreibtisch. Bei kanadischem Metal fällt mir eigentlich sofort Steve „Lips“ Kudlow von Anvil ein, Metal By Metal halt. Heute geht es aber nicht um die kanadischen Veteranen, sondern um eine Band aus der Provinz Alberta, wo man eher an Wintersport als an Metalmusik denkt. Aber mit Calgary und mehr als eine Mio. Einwohnern ist die viertgrößte Stadt des Landes in der Provinz Alberta zu finden. Die Ursprünge der Band reichen bis nach Ontario zurück, wo man unter dem Namen Morbid Theory startete. Nach der Veröffentlichung von zwei Demos (Chaos Breed 2006 und Harbinger 2010) gab es etliche Veränderungen im Line-Up und so ging es nach Alberta und aus Morbid Theory wurden Osyron. Unter dem neuen Bandnamen wurde die Demo von Harbinger neu veröffentlicht. Das Werk orientierte sich jedoch eher an Speed Metal. Mit Kingsbane im Herbst 2017 änderte sich neben den Bandmitgliedern auch der Stil. Es wurde symphonischer und epischer vom Metal. 2020 nun ein neues Werk des Quintetts Namens Foundations. Ausgehend von der kanadischen Identität und Kultur werden historische Momente auf melodische Weise nacherzählt. Es geht um Themen wie das kolonisierende Kanada bis hin zur Misshandlung und Anerkennung von Aborigine-Helden. So befasst man sich mit der eher dunklen und blutigen Geschichte des Landes. Mit fast genau einer halben Stunde Spielzeit erfüllt das Werk für mich eher den Status einer EP als eines Longplayers. Was gibt es zu hören?

The Cross startet episch, verquickt sich mit symphonischen Elementen und kommt am Ende als symphonischer Power Metal Track um die Ecke. Ignite ballert deutlich härter aus den Boxen, es wird progressiver und zwischendurch hört man auch mal fast orientalische Klänge, auf jeden Fall reichlich Abwechslung und alles andere als langweilig. Song Nummer drei und wieder andere Klänge. Mit akustischer Gitarre und Gesang geht es in die Battle Of The Thames und ist die Ballade auf der Scheibe. The Ones Below liefert natürlich auch wieder neue Töne, es wird rockig, für knappe vier Minuten gibt es klassischen melodischen Hardrock auf die Ohren. Mit dem Titeltrack geht es zunächst sehr ruhig und entspannt los, step by step wird jedoch mehr und mehr Fahrt aufgenommen und mit dem Einsatz von E-Gitarren und Drums wird es dann progressiv episch mit allem, was dazugehört wie Tempovariationen oder auch akustische und brachiale Parts. Die Nummer kann begeistern und zeigt reichlich Potenzial bei den Herren. Das klare Herzstück der EP. Es folgen noch 80 Sekunden Outro zum guten Schluss.

Osyron – Foundations (EP)
Fazit
Der Kritikpunkt ist die Länge der Scheibe. Hat es nicht noch für zwei Tracks mehr und einen richtigen Longplayer gereicht? Die 30 Minuten machen auf jeden Fall Appetit auf mehr. Nicht alle Nummern sind herausragend, aber die Abwechslung in der kurzen Zeit ist schon sehr interessant. Für Anhänger in Richtung epischen und oder progressiven Metal ein Tipp - und hier allen voran der Titeltrack.

Anspieltipps: Foundations und Ignite
Jürgen F.
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