Pesterous Mind – Halluci.Nation

“Completely Incomplete!“

Artist: Pesterous Mind

Herkunft: Hof, Deutschland

Album: Halluci.Nation

Spiellänge: 52:43 Minuten

Genre: Modern Death Metal

Release: 29.03.2019

Label: Boersma-Records

Link: http://pesterous-mind.com

Bandmitglieder:

Gesang – Sascha Meyer
Gitarre – Alex Bogunov
Gitarre – Andy Kieckhöfel
Schlagzeug – Phil Hertrich

Tracklist:

  1. Completely Incomplete
  2. Halluci.Nation
  3. Mirror Of Condemnation
  4. Rotten Soul
  5. The Legend Of…
  6. …The Ashen One
  7. Cutting Moments
  8. Not For Sale
  9. Your God Failed
  10. Crying Leaves
  11. Wishmaster
  12. Forsaken

Wenn in der Genrebezeichnung „modern“ steht, dann heißt das für mich meistens nur, dass eine Band sich vom „Old-School“-Zeug distanzieren will und nicht, dass man wirklich etwas Modernes macht. Genauso ist es auch, wenn man das erste unter Labelvertrag (Boersma-Records) veröffentlichte Release der Jungs aus Hof in Oberfranken in seinen Player einlegt. Ich bin absolut ehrlich, ich habe vorher noch nichts von Pesterous Mind gehört und das ist auch nicht wirklich schlimm, so hat man bisher erst ein Album auf den Markt gebracht, welches es über den Selbstvertrieb leider nicht bis in die gängigen Kanäle wie Spotify und Apple Music geschafft hat. Doch da man jetzt ja mit kompetenter Unterstützung an das zweite Album rangegangen ist, stehen die Sterne gut, dass man in Zukunft auch via Streaming (wortwörtlich) von Pesterous Mind hören wird. Beginnen wir mal logisch da, wo die Platte auch anfängt – beim ersten Track Completely Incomplete.

Nach einem kurzen – wirklich sehr kurzen – Intro innerhalb des Tracks startet das, was für mich ein NoGo für ein Album ist und das ist ganz klar eine so flache Aufnahme, dass man zwischen Mitten und Bass nicht mehr unterscheiden kann. Wenn dann noch dazu ein für mich rein elektronische klingendes Schlagzeug zugemischt wird, dann wird es schwer bei mir noch wirklich zu punkten und doch, Pesterous Mind schaffen es doch. Neben den echt coolen Wechseln zwischen harten Shouts und Growles und dem Break in der Mitte des Tracks – welcher schon fast im progressiven Metal zu Hause ist – merkt man, dass man in Hof doch mehr drauf hat, als einen Drumcomputer einzuschalten und darauf die Gitarre zu vergewaltigen.

Mit den nächsten Tracks wird es dann sogar wirklich besser. Somit ist der namensgebende Track Halluci.Nation schon fast so melodisch, dass ein Blick in Richtung Melodic Death Metal nicht mehr weit weg ist. Wo Mirror Of Condemnation und Wishmaster zum Circle Pit einladen, darf letzterer Song durch ein echt sehr durchdachtes Gitarrenriff glänzen.

Fazit: Auch wenn ich hier kein Meisterwerk in den Händen halte, ist klar, dass Pesterous Mind, mit genug Durchhaltevermögen, ein dynamischeres Mixing und ein Drumrecording doch noch einiges rausholen könnten. Sympathisch finde ich, dass die Band auf der eigenen Webseite sehr viel Nähe zeigt und nicht gleich hochtrabend von irgendwelchen Möchtegernerfolgen erzählt. Das macht greifbar und sorgt dafür, dass man über den einen oder anderen Fehler hinwegsehen vermag. Aber abschließend möchte ich sagen, dass man die Hausaufgaben gemacht hat und mit Halluci.Nation etwas Ordentliches veröffentlicht, was sich nicht wirklich verstecken muss. Wer auf brachialen Death Metal steht und über die oben gesagten Mankos hinwegsehen kann, der wird mit Pesterous Mind seinen Spaß haben.

Anspieltipps: Completely Incomplete, Wishmaster und Forsaken
Kai R.6.5
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