Plenty Of Nails – Aus Schatten gerissen

“Plenty Of Gemecker wegen den Texten“

Artist: Plenty Of Nails

Herkunft: Nützen, Deutschland

Album: Aus Schatten gerissen

Spiellänge: 38:14 Minuten

Genre: Death Metal/ Doom Metal

Release: 25.07.14

Label: Independent

Link: https://www.facebook.com/Plentyofnails

Bandmitglieder:

Gesang, Bassgitarre – Simon Wannick
Gitarre – Hauke Faetting
Gitarre – Matthias Möller
Schlagzeug – Andreas Rohde

Tracklist:

  1. Die Gleisschlitzer
  2. Memorandum
  3. Der Irrsinn
  4. Lust
  5. Rache
  6. Sieben
  7. Fluch der Zeit

Plenty Of Nails - Aus Schatten Gerissen

Da ich mittlerweile nicht mehr die Nerven habe, CDs einfach blind zu nehmen, nur weil das Genre mir eigentlich gefällt, habe ich mir angewöhnt, eine große Videoplattform zum Probetesten zu benutzen. In der Regel findet man dort ja von jeder Band irgendwas (außer der Musiker geht strikt dagegen vor). Plenty Of Nails gehören mit dazu, das Lied Lust gab es schon ein paar Tage vor der Veröffentlichung von Aus Schatten gerissen und zwei Minuten nach dem Konsum griff ich zu.

Denn die Band schafft es, wie kaum eine andere, Death und Doom Metal zu kombinieren. Es ist schier unglaublich, wie viel Druck bei den Doom-Passagen rüberkommt, wie kraftvoll die schnelleren Passagen sind und vor allem, wie intelligent die Genres kombiniert wurden, was ich so in dieser Form noch nicht gehört habe. Das Songwriting ist von vorne bis hinten genial, die Produktion ist überragend, vor allem Frontgruntzer Simon Wannick hat es mir  mit seiner Wahnsinnsstimme angetan.

Wenn ich mich doch bloß nicht für die Lyrics fremdschämen müsste. Ich versuche wirklich bei jedem Hören, den leider sehr gut verständlichen Gesang nicht zu verstehen, was natürlich ein Dilemma ist. Um die Texte einzuordnen: Sie erinnern mich vom Niveau an das B-Seiten-Projekt von Eisregen, Eisblut

 

Fazit: Und so sitz ich da und frage mich, wie ich die Band bewerten soll. Die Musik ist abartig gut, aber die Texte tun so weh wie Nägel in den Händen. Diese CD wäre mit ordentlichen Texten wahrscheinlich mein Album des Jahres. So bleibt „nur“ ein sehr guter Eindruck.

Anspieltipps: Lust, Memorandum und Rache
Gordon E.
8.5
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8.5
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