Rebellion – We Are The People

Gekonnt in Szene gesetzt

Artist: Rebellion

Herkunft: Frankfurt, Deutschland

Album: We Are The People

Spiellänge: 54:04 Minuten

Genre: Heavy Metal, Power Metal

Release: 23.07.2021

Label: Massacre Records

Links: www.facebook.com/rebellionmetal
www.rebellion-metal.de

Produktion: von Uwe Lulis in den Black Solaris Studios, Coverartwork von Björn Gooßes, Killustrations

Bandmitglieder:

Gesang – Michael Seifert
Gitarre – Fabrizio Costantino
Gitarre – Martin Giemza
Bassgitarre – Thomas Göttlich
Schlagzeug – Sven Tost

Tracklist:

  1. Voices Of War
  2. Risorgimento (Tear Down The Walls)
  3. Liberté, Égalité, Fraternité
  4. Sweet Dreams
  5. Vaterland
  6. Verdun
  7. Ashes To Light
  8. Gods Of War
  9. Shoa (It Could Have Been Me)
  10. World War II
  11. All In Ruins
  12. We Are The People

Studioalbum Nummer neun und We Are The People soll ein besonderes Werk werden. Und zwar in jeder Hinsicht. Neben der konzeptionellen Aufarbeitung des Longplayers finden zwei Musiker zurück ins Line-Up, wenn auch nur partiell aktiv, sofern man dies so ausdrücken darf. Rebellion Gründungsmitglied Uwe Lulis und Simone Wenzel (Gitarristin von 2006 – 2010) wirken mit. Uwe zeigt sich neben der Produktion des kompletten Albums zudem für die Gitarrenarbeit und das Songwriting bei World War II verantwortlich. Simone steuert ferner das Solo hierzu bei.

We Are The People ist abermals ein Konzeptalbum, das lyrisch im Wesentlichen das Thema Krieg behandelt und sich zeitlich beginnend von der Französischen Revolution bis nach dem Zweiten Weltkrieg bewegt. Also jede Menge Geschichte, die sich dazu eignet, sich nicht nur textlich auszutoben, sondern zudem auch ein politisches Statement abzugeben. Rebellion sehen im Rassismus und Nationalismus sozusagen das Grundübel, welchem unumwunden für alle Arten von Zerstörung und Vernichtung die Schuld zuzuweisen ist. Dem ist an dieser Stelle eigentlich nichts hinzuzufügen. Viel spannender wird sein, wie gekonnt die Adaption des lyrischen Konzepts in die Musik gelingt.

Allein die Namensgebung der einzelnen Tracks hat eine nicht geringe Wirkung auf die allgemeine Wahrnehmung der Songs. Hier machen die Jungs alles richtig und unter dieser Vorgabe kann man sich in die Lieder hineinfallen lassen. So kreieren Vaterland, Verdun, Gods Of War und nicht zuletzt World War II einige Bilder vor dem inneren Auge, die alle möglichen Assoziationen zulassen. Dies gilt insbesondere für die musikalische Aufbereitung des gesamten Tonträgers. Das Album bringt Härte, Mystik, Rotz, Dreck und Bestimmung mit sich. Instrumentell ist die Langrille versiert sowie raffiniert und ergreifend arrangiert. Gekrönt werden die Songs durch die überaus facettenreiche Modulation von Michael Seifert, dessen Ausdruckskraft beinahe jede gesungene Silbe zum Hochgenuss macht. Das Aggressive in seiner Stimme und die Kunst, das alles noch in griffige Melodien zu packen, macht We Are The People im ganzen Kontext sicher zu etwas Einzigartigem.

Die technisch gesehen fette Produktion lässt meiner Meinung nach keinen Spielraum für Kritik. Ich denke, dass Uwe Lulis, der aktuell bei Accept seine Fähigkeiten zum Besten gibt, hier ein goldenes Händchen bewiesen hat.

Rebellion – We Are The People
Fazit
Neun Punkte für ein starkes neuntes Studioalbum, das mit jeder weiteren Drehung an Pathos, Ausdruck und Glanz gewinnt. Das lyrische Konzept geht in der Musik in der Tat wunderbar auf. Für Rebellion Fans ist We Are The People garantiert ein Muss. Deshalb meine Empfehlung: Riskiert ein Ohr!

Anspieltipps: Verdun, Shoa (It Could Have Been Me) und World War II
Peter H.
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Punkte
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