Rob Zombie – The Great Satan

27.02.2026 - Hard Rock / Heavy Rock / Shock Rock - Nuclear Blast Records - 38:40 Minuten

Rob Zombie hat es einmal mehr nicht eilig, neue Tracks zu schreiben. Mit The Great Satan serviert der Schockrocker das dritte Album in zehn Jahren. Was man jedoch nicht vergessen darf: Genauso viele Filme hat er produziert und dabei nicht nur das Drehbuch geschrieben, sondern auch die Regie geführt. Zudem steht der Rocker auch gerne selber vor der Kamera oder zelebriert seine musikalischen Werke live. Für den August und September sind Auftritte in den USA geplant, für Europa stehen jedoch noch keine Termine fest.

The Great Satan ist gewohnt kurz und knapp gehalten. In 38 Minuten springt Rob durch 15 Sequenzen. Einzelne Passagen dauern dabei gerade einmal eine Minute. Die musikalische Ausrichtung bleibt dabei einzigartig. Rockklänge werden durch Industrial-Hooks geführt. Die Vocals sind wuchtig und saugen alles auf, was man für einen extremen Rock benötigt, der auf eine Horrorbasis setzt und zwischen schnelleren Parts und langsameren Beats variiert. 

Wenn der große Rob Zombie über den noch größeren Satan singt

F.T.W. 84 und Tarantula ebnen den Weg in ein kurzweiliges Album, dem der Spagat von Alice Cooper bis hin zu Ministry gelingt, ohne schmerzhaft mit den Eiern über den Boden zu schleifen. Roh und böse nimmt Rob sofort Fahrt auf.  Knochenbrechende Beats treiben den Hörer immer weiter ins Verderben. Der erste Höhepunkt, (I’m A) Rock ‘N’ Roller, bringt diabolische wie mystische Klänge zum Tragen. Rob Zombie entwickelt sich weiter, ohne dabei die Handschriften der letzten Werke zu missachten. So findet man nicht nur Atmosphären von The Lunar Injection Kool Aid Eclipse Conspiracy wieder, sondern auch vom starken Longplayer The Electric Warlock Acid Witch Satanic Orgy Celebration Dispenser. Selbst Fans vom Debüt Hellbilly Deluxe von 1998 mit dem Hit Living Dead Girl kommen voll auf ihre Kosten. Das Interesse an der Kunst von Rob ist in seiner Heimat deutlich stärker als bei uns in Europa. Mit den letzten Veröffentlichungen konnte der Künstler aber auch bei uns in Deutschland punkten. Heathen Days, Sir Lord Acid Wolfman oder auch Revolution Motherfuckers sollten diesen Erfolg weiter ausbauen. Ohne Filler bringt der Mastermind das Geschoss sicher ins Ziel und lässt Schock-Rocker-Herzen höherschlagen.

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Rob Zombie – The Great Satan
Fazit zu The Great Satan
Für Horrorfans ist und bleibt Rob Zombie eine einzigartige Institution. Da gerät man auch nicht in Vergessenheit, wenn man sich nur alle fünf Jahre mit einem neuen Album offenbart. Auch mit 61 Jahren weiß Rob, was er will, und lässt seine Geschichten für sich sprechen. Kurz und knapp führt er seine erschütternden Lyrics ins Ziel und bleibt damit einmal mehr im Kopf hängen.

Anspieltipps: (I’m A) Rock ‘N’ Roller, Heathen Days und Revolution Motherfuckers
René W.
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