RockFels Open Air Festival 2018 vom 21.06. – 23.06.2018 auf der Loreley in St. Goarshausen

Festivalname: Rockfels 2018

Bands: Accept, Iced Earth, Guano Apes, Eskimo Callboy, Stick To Your Guns, Amorphis, Kataklysm, Orden Ogan, Lacuna Coil, Battle Beast, Glory Hammer, The New Roses, Grave Digger, Freedom Call, Any Given Day, Orphaned Land, Diablo Blvd, Stahlzeit, Barock, Motörhaze

Ort: Loreley, St. Goarhausen

Datum: 21.06. und 23.06.2018

Kosten: ab 94,50 VVK zzgl. 21,00. Camping

Genre: Hard Rock, Heavy Metal, Death Metal, Melodic Death Metal, Alternative Metal, Progressive Metal, Thrash Metal, Speed Metal, Power Metal, Hardcore, Metal Core, NWoBHM, Speed Metal, Folk Metal

Veranstalter: ART.EMIS Entertainment GmbH

Link: http://www.rock-fels.de

Das RockFels Festival ist auf der Loreley seit 2015 am Start. Vom 21.06. bis zum 23.06.2018 wird die vierte Runde des erfolgreichen Festivals eingeläutet. Die Freilichtbühne Loreley zählt zu den schönsten und aufregendsten europäischen Open Air Locations überhaupt. Im weitläufigen Amphitheater ist beste Sicht auf die Bühne von jedem Blickwinkel geboten. Zum chillen und relaxen zwischen den Topbands bietet sich die Grünfläche oberhalb der Bühne an. Auch von dort hat man noch den freien Blick auf seine Lieblingsband auf der Bühne. Ebenso ist bester Sound garantiert. Beim Blick abseits der Bühne kann man sich von einem Panorama beeindrucken lassen, welches seinesgleichen sucht. Denn dort schlängelt sich der mächtige Vater Rhein. Schlösser und Burgen am Hang des Flusses lassen sich erblicken. Vielleicht vermag der ein oder andere Fan in den Umbauphasen auch den Klang der blonden Loreley vernehmen!?

Diesmal nehme ich mir die Zeit das Rockfels 2018 mal ausführlich zu betrachten. Die Location ist mir bestens bekannt, da nicht allzu weit (ca. 50 km) von meinem Wohnort entfernt und durch das ehemalige Metalfest bestens bekannt. Leider kann ich nicht alle drei Tage anwesend sein, da am Samstag ein anderes Event stattfindet. Kumpel Volker (ein Metaler mit Herz und Seele) wird 40 und hat zur Feier eingeladen.

Am Donnerstag, 21.06.2018 beende ich meine Arbeit früher und fahre hoch zur Loreley. Leider etwas verspätet komme ich da bei gutem Wetter an. Ich muss vorher noch am Presseschalter einchecken. Das läuft recht easy ab und ich bekomme meinen Presseausweis recht schnell. Leider bekomme ich von der ersten Band Darkest Horizon nur noch wenig mit. Das, was ich von den Melodic Death Metalern noch mitbekomme, hört sich aber richtig gut an. Schade, kann man aber nichts machen!

Das Timetable für heute steht:

23:00 – 24:00 – 60 Min Motörhaze

21:10 – 22:30 – 80 Min Eskimo Callboy

19:30 – 20:40 – 70 Min Stick To Your Guns

17:55 – 19:00 – 65 Min Orden Ogan

16:30 – 17:30 – 60 Min Grave Digger

15:05 – 16:05 – 60 Min The New Roses

14:00 – 14:40 – 40 Min Darkest Horizon

Die Rocker von The New Roses bekomme ich von Anfang an mit. Im Fotograben sind zwar eine Menge Fotografen, trotzdem ist genügend Platz. Das ist vor der Bühne richtig gut gemacht. So kommen wirklich gute Shots zusammen. The New Roses bringen Stücke mit recht viel Power, wobei es auch einige Balladen gibt. Den dritten Song beginnen sie mit dem Intro Thunderstruck von AC/DC. Es wird dann aber doch eine Ballade. Die Jungs sind recht viel unterwegs, unter anderem erzählt Frontman Timmy Rough von einer Tour in Ungarn. Neben Songs vom aktuellen Longplayer gibt es passend dazu auch den Titeltrack One More For The Road ihres letztjährigen Albums zu hören. Die Jungs sieht man später auch noch bei der Signing Session im Zelt neben dem Merchstand. Es ist bereits gut gefüllt hier auf der Loreley. The New Roses haben hier sicherlich auch einen Heimvorteil, sie kommen ja nicht unweit von Wiesbaden.

  

Die alten Recken um Chris Boltendahl von Grave Digger füllen anschließend die Plätze im Amphitheater mächtig. Wie man es von Grave Digger kennt, gibt es eine richtig geile Show. Bereits vor den Musikern betritt der Reaper die Bühne und befeuert das Publikum, das direkt richtig gut mitgeht. Das Bühnenbild ist das Cover ihres letztjährigen Albums Healed by Metal. Das sieht richtig mächtig mit dem Reaper und den Musikern davor aus. Geboten wird bester deutscher Oldschool Metal, wie man ihn von Grave Digger erwarten kann. Gitarrist Axel Ritt ist in bester Spiellaune und bringt die Fans in Extase. Passend zum Bühnenbild gibt es natürlich auch Songs aus dem letztjährigen Album. Aber auch Songs wie Witch Hunter, oder Killing Time aus der Middle Ages Trilogy sind zu hören. Chris Boltendahl fordert das Publikum auch schon mal zum mitmachen / mitsingen auf. Da erschallt ein kräftiges Ho, Ho, Ho über dem Tal der Loreley. Als letztes Stück gibt es heute Heavy Metal Breakdown. Wahrlich ein Heavy Metal Breakdown, den uns Grave Digger da servieren.

  

Immer wieder streife ich auf den Grünflächen oben im Areal umher, treffe Bekannte und Freunde. Neben Speisen und Getränken werden Merch und Tonträger angeboten. Hier auf der Loreley kann man wirklich von jedem Blickwinkel auf die Bühne schauen. Die Bühne auf der Loreley gehört für mich zu den eindrucksvollsten in Europa. Sollte einen eine Band mal nerven oder nicht interessieren, kann man den schönen Ausblick auf Vater Rhein genießen.

 

Weiter geht es mit Power Metal von Orden Organ. Das Repertoire ist sehr eingängig und lädt zum mitsingen ein. Den Fans gefällt es, was sie dargeboten bekommen. Es ist halt Power Metal, der die Fans zum abfeiern einlädt. Orden Organ, haben, ähnlich wie Grave Digger zuvor, als Bühnenbild das Cover ihres letzten Albums Gunmen gewählt. Einige Songs finden dann auch den Weg zum Publikum, welches in guter Anzahl vor der Bühne zu finden ist und sichtlich Spaß hat. Orden Organ finden sich heute ebenfalls zur Signierstunde ein. Die wird bei den Fans gut angenommen.

  

Musikalisch gibt es nach Orden Organ einen gewaltigen Break. Stick To Your Guns zerlegen die Bühne auf der Loreley jetzt gewaltig. Sie haben ihr neues Album True View am Start. Die richtige Mischung aus Hardcore und Metalcore. Ich persönlich finde Stick To Your Guns richtig gut. Da ist eine Menge Power drin. Tolle Clean Vocals treffen auf Harsh Voices. Sänger Jesse Barnett bekommt das richtig gut hin. Die Band hat eine Menge Power, die auf das Publikum übergeht. Apropos Publikum: das ist jetzt doch tatsächlich weniger geworden als vorhin. Die alten Oldschool Metaler haben sich verpieselt und wohl auf den Campingground zurückgezogen. Tja, was der Bauer nicht kennt, das frisst er nicht. Da habt ihr auf jeden Fall was verpasst. Das Bühnenbild besteht im Übrigen, wie bei den vorangegangenen Bands, aus dem Cover des letzten Albums True View. Das ist in diesem Fall eine riesige Landkarte. Toller Auftritt der Band aus Kalifornien mit einer Menge Power. Ich werde sie in Kürze zusammen mit Get The Shot, deren Managerin ich kennen gelernt habe, bei einem Metalcore Konzertabend in Wiesbaden wiedersehen.

 

Wow das hat reingehauen. Entgegen der Wettervorhersagen nach wie vor gutes Wetter hier auf der Loreley. Jetzt kommen Eskimo Callboy. Die haben vorhin schon die jungen Fans bei der Autogrammstunde in Entzückung versetzt. Eskimo Callboy kommen aus dem Ruhrgebiet, genauer gesagt aus Castrop-Rauxel. Die Jungs haben sich für die heutige Party auf der Loreley gutes Ruhrpottbier mitgebracht. Das sagt auf jeden Fall Sänger Sebastian „Sushi“ Biesler, was natürlich ein Witz ist. Eskimo Callboy bringen ein heißes Gemisch aus Metalcore, Trancecore und Post-Hardcore auf die Bühne. Das mag gefallen oder nicht. Auf jeden Fall ist es Unterhaltung und Party pur. Die Jungs im schrägen Outfit. Das hat schon was. Ich habe mir damals ihre erste Platte zugelegt und werde heute Abend nicht enttäuscht, sondern eher überrascht, wie gut sie Stimmung machen können. Lustige Jungs halt. Sie erzählen von der Nervosität vor ihrem ersten Auftritt bei Wacken. Die Nervosität vor großen Auftritten ist natürlich mittlerweile verflogen. Ein Bier wird dem Publikum zugeprostet.  Kevin Ratajczak sagt: Bier verbindet uns, Musik verbindet uns und Socken verbinden uns. Früher hatten wir Leggins an. Sebastian „Sushi“ Biesler wirft sofort ein: nein ich habe immer noch Leggins an. Und weiter geht die Party mit düpp, düpp, düpp ….

 

Für mich neigt sich mit dem Ende der großartigen Show der Eskimos nun der Tag zum Ende hin. Ich muss noch nach Hause fahren. Die nun folgende Band Motörhaze ziehe ich mir nicht mehr rein, obwohl die ja gut sein soll. Aber was soll es, ich habe mit Coverbands so meine Probleme, was der jeweiligen Band keinen Abbruch tun sollte.

Der zweite Tag beginnt. Zunächst muss ich noch arbeiten. Ja, ich habe viel zu tun und kann nicht ohne weiteres frei machen. Ich mache aber auf jeden Fall früher Schluss, weil ich nach dem guten ersten Tag wieder auf den Rockfels will. Schlechtes Wetter ist vorhergesagt. Meine Frau will eigentlich mitfahren, ruft mich aber morgens an, dass sie wegen dem Wetter nicht mit will. Ok, schade. Ist mal so. Zu Hause angekommen und umgezogen erklärt sie mir dann, dass sie doch mit will. Frische Luft würde ihr gut tun. Finde ich Klasse. Dann kann ich ja auch was trinken heute.

Das Timetable für heute, Freitag den 22.06.2018 steht

23:00 – 24:00 – 60 Min Barock

21:00 – 22:30 – 90 Min Accept

19:20 – 20:30 – 70 Min Iced Earth

17:55 – 18:55 – 60 Min Kataklysm

16:30 – 17:30 – 60 Min Battle Beast

15:15 – 16:05 – 50 Min Freedom Call

14:00 – 14:50 – 50 Min Orphaned Land

13:00 – 13:35 – 35 Min Hartmann

Die erste Band Hartmann haben wir komplett verpasst. Wir kommen kurz nach Beginn des Gigs von Orphaned Land an. Ich kann zwar nicht mehr in den Fotograben, kann aber noch ein paar Bilder aus der ersten Reihe machen. Die Israelis, die mit ihrer Musik Kulturen verbinden, wollte ich schon immer sehen. Ich war letztes Jahr zu einem Gig von ihnen in Köln gebucht, der leider komplett abgesagt wurde. Das gleiche ist mir ein Jahr vorher in Andernach passiert. Heute endlich kann ich sie mir live ansehen. Sie begeistern mich, so früh am Tag, bereits restlos. Noch mehr als erwartet. Ihr Mix aus Folk Metal und Progressive Metal überzeugt mich total. In ihrer Musik behandeln sie die abrahamitischen Religionen: das Judentum, das Christentum und den Islam. Eine Metalband, die völkerverständigend wirkt und nicht politisch ist. So auch ihre Aussage während einer Songpause: we are not political. Die Jungs gefallen mir sehr gut. Während des Konzertes von Battle Beast sehe ich sie noch am Bühnenrand und mache ein paar Fotos von ihnen. Sie winken mir freundlich in die Kamera. Später höre ich, dass sie zwischendurch noch oben am Merchstand waren. Schade, dass ich sie verpasst habe. Ich hätte gerne ein paar Worte mit ihnen gewechselt. Das muss ich auf jeden Fall irgendwann nachholen, wenn sie in der Nähe wieder unterwegs sind.

 

Nach Orphaned Land kommen Freedom Call aus Nürnberg. Das ist jetzt wieder was ganz anderes als Orphaned Land. Offiziell ist es Power Metal. Aber ich nenne es mal Heavy Spaß Power Metal, was sich auch immer im Gesicht von Mastermind Chris Bay abzeichnet. Frontman und Vocalist Chris Bay ist, ebenso wie seine Mitstreiter, guter Laune und versprüht diese auch. Dem Publikum gefällt es recht gut. Nun ja, das ist nicht unbedingt meine Mucke, die da gespielt wird. Ich habe Freedom Call bereits im Januar als Support von Iced Earth gesehen und werde sie nächste Woche beim Metal Frenzy in Gardelegen wieder sehen. Trotzdem muss ich feststellen, dass es bei vielen im Publikum recht gut ankommt. Sehr fröhlicher Happy Heavy Metal. Wie bereits gesagt: Gute Laune ist beim gesamten Gig Standard. Das Ganze auch recht fröhlich und eingängig vorgetragen. Immer wieder auffällige und wilde Gestik beim Frontman Chris Bay. Dieser animiert das Publikum zum Mitsingen. Den meisten der Fans gelingt es, da es sich dabei um recht eingängige Melodien und Refrains handelt. Die Band gibt Songs verschiedener Alben. Auch wird Leonard Cohens Hallelujah in einer Freedom Call eigenen Version dargeboten. Naja, den Song habe ich noch nie zuvor so verhunzt gehört. Aber alles gut. Dem Publikum tut das keinen Abbruch.

  

Weiter geht es mit der finnischen Band Battle Beast. Battle Beast mit ihrer Frontfrau Noora Louhimo bringen Heavy Metal bzw. Power Metal auf die Bühne. Heute zeigen sie eine Menge Power, vor allem getragen durch Frontfrau Noora Louhimo. Ich habe die Band schon mehrmals gesehen. Dies mit wechselnden Eindrücken. Das erste Mal beim Metalfest auf der Loreley haben sie mich genauso begeistert wie heute. Denn heute bringen sie wirklich gute Sachen auf die Bühne. Zwischendurch habe ich sie mal total poppig erlebt. So ist auch ihr neues Album, von dem sie heute dann nicht allzu viel bringen. Wie gesagt: Klasse Show mit guter Mucke heute. Und vor allem die Performance der Frontfrau Noora Louhimo überzeugt. Sie ist heute eine geballte Ladung Dynamit.

 

Zwischendurch mal das eine oder andere Bierchen getrunken und auch Accept bei der Autogrammstunde getroffen.

Ich freue mich auf Kataklysm. Die kanadischen Melodic Death Metaler bringen wieder eine ganz andere Mucke zu Tage. Jetzt ist Härte angesagt. Die bekommen wir dann auch grandios von Kataklsym dargeboten. Das Quartett um Frontmann und Sänger Maurizio Iacono bringt Melodic Death Metal allererster Güte zu Tage. Das haut wirklich richtig rein. Härte ist angesagt, ohne die Melodie außer Acht zu lassen. Das gefällt dem Publikum und mir im gut gefüllten Amphitheater besonders gut. Mit den Jungs von Kataklysm habe ich vor Jahren bei einer Signierstunde mal richtig Spaß gehabt. Damals dem deutschen Publikum noch nicht so bekannt, waren recht wenige Leute bei ihnen. Dies hat ihnen den Spaß nicht verdorben. Sie bemalten die Autogrammkarten mit Hasenohren und Teufelshörnern und warfen sie hinter mir her. Dies ist natürlich beim jetzigen Status nicht mehr möglich. Kataklysm lassen sich mittlerweile ein Meet and Greet bezahlen. Eine Signing Session gibt es heute auf der Loreley mit Kataklysm leider nicht. Schade, ich hätte gerne ein paar Worte mit ihnen gewechselt.

 

Zwischendurch mal wieder eine Runde gezogen und einige Freunde und Bekannte getroffen. Auch meiner Frau gefällt es bisher am heutigen Tag hier auf der Loreley recht gut. Leider muss ich auch hier eine Unsitte in Richtung Müllproduktion rügen. Da werden gegen Pfand dünne Plastikbecher ausgegeben. Bei Rückgabe landen die direkt im Müll. Da entsteht schon eine Menge Plastikmüll bei einem Konzert in dieser Größe. Ein Mehrwegsystem, also feste Plastikbecher, die gespült werden, finde ich da wesentlich angebrachter.

Jetzt sind Iced Earth dran. Iced Earth habe ich auf ihrer Incorruptible Tour 2018 im Januar im Schlachthof in Wiesbaden schon gesehen. Iced Earth prägen seit fast dreißig Jahren das Genre des Power Metals. Dem werden sie offiziell zugerechnet. Einflüsse anderer Genres, wie zum Beispiel Thrash Metal, sind in ihren Songs jedoch auch zu vernehmen. Im Power Metal gehören sie zur absoluten Spitze. Auch auf ihrem zwölften Studioalbum Incorruptible bietet die Band um Jon Schaffer betonharte Riffs, epische Melodien und große Geschichten. Von der Urbesetzung ist nur noch Jon Schaffer vorhanden. Aber eigentlich ist Iced Earth Jon Schaffer. An den Voices haben wir nun Stu Block, der in so berühmte Fußstapfen von Tim „Ripper“ Owens (Judas Priest) oder Mathew Barlow tritt. Dies bereits seit 2012. Jon Schaffer, der Mastermind von Iced Earth, zeigt sich in gewohnter Optik: Bandana, Bart und breitbeinige Pose, während er sein Zupfinstrument bearbeitet. Dabei lässt er den anderen Bandmitgliedern eher das Agieren im Vordergrund. Dies ist dann auch das Metier von Sänger Stu Block, der von Beginn an Vollgas gibt. Zunächst jedoch mit Tonproblemen, denn er ist kaum zu verstehen. Ich deute es ihm an. Er bekommt es selbst wohl kaum mit. Die Tonprobleme sind dann auch relativ schnell behoben. Stu Block ist an den Voices richtig gut. Gerade bei den älteren Songs muss er die ausdruckstarke Stimme seines Vorgängers Matthew Barlow irgendwie hinbekommen. Durch die stimmliche Nähe zu seinem Vorgänger schafft er dies auch. Die gesamte Band bringt eine gute Performance auf die Bühne. Dabei tun sich insbesondere auch der mit 25 Lebensjahren noch sehr junge und erst seit 2016 bei der Band befindliche Gitarrist Jake Dreyer und Bassist Luke Appleton hervor, die auf ihren Instrumenten wüten. Dabei würde ich Jake Dreyer schon fast als Ausnahmegitarrist bezeichnen. Aufgrund der tollen Perfomance verfliegt der Gig wie im Fluge.

 

Entgegen der Wetterprognose hat das Wetter heute bisher richtig gut gehalten. Mehr noch: es ist angenehm warm, nicht zu heiß. Gegen Abend muss man sich zwar einen Zipper überziehen, aber es bleibt angenehm.

Headliner des Abends sind dann Accept. Die habe ich ja vorhin schon bei der Signing Session im Zelt neben dem Merchstand getroffen. Von da sind sie mir sehr angenehm in Erinnerung geblieben. Weder Starallüren noch Überheblichkeit. Das setzt sich in ihrem heutigen Auftritt fort. Das Feuer, das die vorangegangenen Bands hier entfacht haben, können Accept mühelos weiter brennen lassen. Sie beginnen ihren Gig pünktlich um 21:00 Uhr. Bei Accept stimmt am heutigen Abend wirklich alles. Beim Sound, Bühnenbild und Performance der Herren um Gitarrist Wolf Hoffmann gibt es absolut nichts zu meckern. Ein Streifzug durch die Bandgeschichte gibt es auf die Ohren. Da ist auf der Setliste für Die By The Sword vom aktuellen Album Rise Of The Chaos ebenso Platz wie für Princess Of The Dawn vom 1992er Album Restless and Wild. Accept gelten als Wegbereiter des deutschen Heavy Metals. Mit ihrem Mix aus Heavy Metal, Speed Metal und Power Metal können sie die Menge im großen Rund begeistern. Nach ihrem Gig gibt es nur zufriedene Gesichter.

 

Auch die heutige Coverband Barock nehmen wir uns nicht mehr mit. Wir fahren zufrieden vom heutigen Tag nach Hause und freuen uns auf die Geburtstagsparty unseres Freundes Volker morgen.

Den dritten Tag hätten wir uns natürlich auch noch gerne mitgenommen. Dies geht aus dem genannten Grund jedoch leider nicht.

Trotzdem hier noch das Timetable des Samstages:

23:00 – 24:00 – 60 Min Stahlzeit

21:10 – 22:30 – 80 Min Guano Apes

19:30 – 20:40 – 70 Min Amorphis

17:55 – 19:00  – 65 Min Lacuna Coil

16:30 – 17:30 – 60 Min Gloryhammer

15:05 – 16:05 – 60 Min Any Given Day

13:50 – 14:40 – 50 Min Diablo Blvd

13:00 – 13:30 – 30 Min 8 Kids

Fazit: Gelungenes Open Air auf der Loreley. Für mich eine der schönsten Bühnen in Deutschland. Das Wetter hat mitgespielt, so dass auch dies die gute Stimmung auf dem Rockfels nicht eintrüben konnte. Die Bands waren klasse und haben ihr Bestes gegeben. Rockfels 2018 hat gezeigt, dass die Loreley Rock und Metal kann.

 

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