“Ein neuer Weg in die Zukunft?!“
Artist: Savage Messiah
Herkunft: London, England
Album: Hands Of Fate
Spiellänge: 45:29 Minuten
Genre: Thrash Metal, Power Metal
Release: 27.10.2017
Label: Century Media Records
Link: https://www.savagemessiahofficial.com
Produktion: Scott Atkins
Bandmitglieder:
Gesang, Gitarre – David Silver
Gitarre und Backgroundgesang – Sam S Junior
Bassgitarre – Mira Slama
Schlagzeug – Andrea Gorio
Tracklist:
1. Hands Of Fate
2. Wing And A Prayer
3. Blood Red Road
4. Lay Down Your Arms
5. Solar Corona
6. Eat Your Heart Out
7. Fearless
8. The Last Confession
9. The Crucible
10. Out Of Time
Nachdem das Debüt Insurrection Rising bei Candlelight und die beiden nachfolgenden Werke Plague Of Conscience und The Fateful Dark bei Earache erschienen, kommt das vierte Album beim dritten Label, nämlich bei Century Media Records, heraus. Im Line-Up hat sich einiges getan, so ersetzt Bassist Mira Slama seinen Vorgänger Stefano Selvatico und Sam S Junior ist der Nachfolger von Gitarrist Joff Bailey.
Das neue Werk unterscheidet sich von den Vorgängern vor allem dadurch, dass die Thrash-Einflüsse größtenteils verschwunden sind. Stattdessen setzt die Band 2017 mehr auf Melodien, dies gilt für die Gitarrenmelodien und –harmonien genauso wie bei den Soli und vor allem den Gesang, wo sich Bandleader David Silver einige feine Gesangslinien hat einfallen lassen. Dadurch ist der Sound eingängiger geworden, sodass schon beim ersten Hören mehr hängen bleibt, als es in der Vergangenheit der Fall war, wenngleich die ganz großen Earcatcher noch fehlen.
Dennoch ist die Scheibe abwechslungsreich und ab und zu kann die Band nicht anders und es bricht doch mal der Thrash los (Blood Red Road), allerdings kontrollierter als in der Vergangenheit. Daneben gibt es aber auch Melodic Metal-Nummern der Marke Lay Down Your Arms, die lediglich durch das schleppende Tempo eine gewisse Heaviness ausstrahlen oder Mitsing-Nummern (Solar Corona). Das neue Album ist eingängiger und straighter als die früheren Alben, die etwas technischer ausfielen. Dazu passt, dass das Songwriting sehr emotional ausgefallen ist (Fearless, Eat Your Heart Out, The Last Confession), welches ein breiteres Publikum ansprechen dürfte. So gelingt der Band ein Spagat zwischen Old-School und Moderne.
Ob die alten Fans den neuen Weg der Band mitgehen werden, wird die Zukunft zeigen. Sicherlich wird die Band aber auch neue Fanschichten erreichen können. Ob die Scheibe auch langfristig in den Ohren der Fans bleiben wird, bleibt ebenfalls abzuwarten, denn durch die extrem vielen Melodien und der Eingängigkeit ist eine gewisse Abnutzung zu befürchten. Die letzten Songs sind nicht mehr so konsequent und individuell wie die übrigen Tracks, daher gibt es Abzüge in der Wertung.



