Stormhold – Salvation

                                                       “Eine kleine Perle des Underground Metals!“

Artist: Stormhold

Herkunft: Varnamo, Schweden

Album: Salvation

Spiellänge: 45:36 Minuten

Genre: Heavy Metal, Power Metal

Release: 08.12.2017

Label: Pure Steel Publishing

Link: https://www.stormhold.se

Produktion: Hoborec Studios, Husqvarna, Schweden

Bandmitglieder:

Gesang – Filip Petersson
Gitarre und Backgroundgesang – Jonas Nilsson
Gitarre und Backgroundgesang– Jakob Morhed
Bassgitarre und Backgroundgesang – Jan Ekberg
Schlagzeug – Robin Hermansson

Tracklist:

1. Heart Of A Hero
2. Black Death
3. The Stranger
4. Exile
5. Path Of No Return
6. God´s Crusade
7. Edge Of The World
8. We March
9. We´ll Never Fall

Nach der EP Tales Of Astraal (2012) und dem Full-Length-Debüt Battle Of The Royal Halls (2015) legen die Schweden mit Salvation im gegenüber der ersten Scheibe unveränderten Line-up neun neue Songs vor. Nach der Tour mit Grave Digger und Auftritten mit Bands wie Bullet oder Hammerfall haben sich hörbar Abläufe im Songwriting verbessert.

Die Band ist deutlich von Iron Maiden beeinflusst, was man besonders bei den doppelläufigen Gitarrenharmonien und den ausführlichen Soli hört, die eine gewisse Epik ergeben (The Stranger). Die Riffs erinnern allerdings eher an alte Helloween (Heart Of A Hero). Was man dagegen kaum hört, sind die von der Band angegebenen Folk Metal- und Sabaton-Einflüsse, denn das Quintett geht überaus traditionell und basisch vor.

Manchmal wird es jedoch etwas zu viel mit den Querverweisen zu der eisernen Jungfrau (Exile), da muss die Band noch etwas Eigenständigkeit lernen und eine eigene Note entwickeln. Ansätze hierzu sind da, z.B. beim großartig strukturierten Longtrack Edge Of The World.

Besonders stark ist die Band immer dann, wenn die Songs etwas länger sind, weil sie dann viel Raum für ausufernde Arrangements haben, in dem die Übergänge filigran ausgearbeitet sind (God´s Crusade). Auch fette Chöre passen zu der Band, nachzuhören auf dem bereits erwähnten Edge Of The World, das mit einem ultramelodischen Solo gekrönt ist, welches nach einem coolen Break durch ein weiteres Solo abgelöst wird, eher erneut die Chöre einsetzen – wirklich großes Underground-Kino. Doch auch eher einfache Speed-Nummern wie das famose We March oder Midtempo-Hymnen wie der Rausschmeißer We´ll Never Fall machen mächtig Spaß, weil sie zwar melodisch aber nicht kitschig sind. Jedoch würde ich mir wünschen, dass Sänger Filip Petersson etwas mehr Abwechslung in seine Vocals bringt. Besondere Erwähnung verdient zudem das Akustikstück Path Of No Return, das von der Art her an Blind Guardian´s The bard´s song erinnert.

Ein großes Lob ist für die Produktion fällig, denn die einzelnen Instrumente sind sehr differenziert und klar herauszuhören. Selbst der Bass, bei solchen Produktionen gerne mal in den Hintergrund gedrängt, spielt hier eine wichtige Rolle.

Fazit: An dem Wiedererkennungswert muss die Band noch ein wenig arbeiten, dennoch eine kleine Perle des Underground Metals ohne Ausfälle mit abwechslungsreichen Nummern. Das Album wird sowohl Fans älteren Semesters, die Maiden, Saxon oder Priest verehren als auch jüngere Anhänger, die Hammerfall, Air Raid oder Wolf bevorzugen, überzeugen.

Anspieltipps: The Stranger, Gods Crusade, We March
Hans-Jörg D.
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