Scar Of The Sun – Inertia

Ein abwechslungsreicher Genremix

Artist: Scar Of The Sun

Herkunft: Griechenland

Album: Inertia

Spiellänge: 43:41 Minuten

Genre: Modern Metal, Progressive Metal

Release: 14.05.2021

Label: Napalm Records

Link: https://scarofthesun.com/

Bandmitglieder:

Gesang – Terry Nikas
Gitarre – Greg Eleftheriou
Gitarre – Alex Charalampous
Bassgitarre – Panagiotis Gatsopoulos
Schlagzeug – Thanos Pappas

Tracklist:

  1. Hydrogen
  2. Inertia
  3. I Am The Circle
  4. Quantum Leap Zero I: Torque Control
  5. Quantum Leap Zero II: Transition To Turbulence
  6. Oxygen
  7. The Fallible Experiment
  8. Quantum Leap Zero III: Thrust
  9. Singularity Collapse
  10. Zenith To Minos
  11. Anastasis

Eigentlich wollte ich nicht auf die Namen der Bandmitglieder eingehen, aber wenn der Hauptantagonist des Marvel-Universums (MCU) Thanos am Schlagzeug sitzt, dann ist es wohl nicht weit hergeholt, dass die dazu gehörende Band sozialkritische Themen bedient. Nein, das stimmt nur zu 50 %, denn auch wenn Schlagzeuger Thanos Pappas den Namen mit dem besagten Antagonisten teilt, ist das wohl mehr ein Zufall als eine Korrelation mit den Themen, die die Band in ihren Texten bedient. Denn hier greift man soziale Themen wie die finanzielle Ungerechtigkeit unserer Gesellschaft auf und dass der Reichtum der Erde durch die Hände der Armen verdient wurde. Thematisch sind wir also schon mal absolut aktuell.

Musikalisch muss ich irgendwie an die genialen Tracks von Diablo denken. Das mag zum einen an der Stimme von Fronter Terry Nikas liegen, und zum anderen, dass man sich im selben Genre bewegt. Doch das ist bitte nicht falsch zu verstehen, denn bei I Am The Circle, Oxygen und dem Dreiteiler Quantum Leap Zero bekommt ein Fan mehr als nur einen billigen Abklatsch geboten.

Galoppierende Riffs geben der durch den Gesang getragenen Melodie eine vollwertige Struktur und gerade Bridges wie in I Am The Circle machen Scar Of The Sun empfehlenswert. Hier wird hervorgehoben, dass wir es mit Musikern zu tun haben, die ihren Job verstehen.

Quantum Leap Zero I: Torque Control bringt dazu progressive Einflüsse wie Offbeats oder nicht quadrierte Zwischenspiele. So holt man auch den einen oder anderen Technik-Fanatiker mit ab, jedoch ohne den Rest der Hörer zu überfordern. Mit ordentlich Groove sehe ich mich mit The Fallible Experiment mitwippen, während ich versuche, den Text mitzusingen. Wer hier keine Lust auf einen Circle Pit bekommt, der geht auch in den Keller, um dort mitzugrölen.

 

Scar Of The Sun – Inertia
Fazit
Mein Gott ist die Scheibe ausgewogen. Schöne Riffs, tolle Themen, angenehme Abwechslung von Song zu Song und dann ein Genremix, der Seinesgleichen sucht. Wenn ich jetzt eine Wertung abgeben soll – und dafür bin ich ja hier – dann habe ich eigentlich nur an der klaren Stimme etwas zu mäkeln. Diese hat im Vergleich zum Rest ein bisschen zu wenig Dynamik, doch das ist Jammern auf ganz hohem Niveau. Wer vom Musikvideo und meinen Anspieltipps noch nicht angefixt ist, dem ist einfach nicht mehr zu helfen – oder der kann mit dem Genre einfach nichts anfangen.

Anspieltipps: Quantum Leap Zero II: Transition To Turbulence, Quantum Leap Zero III: Thrust und Anastasis
Kai R.
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