Skum – Molitva

The Cream rises to the top, and so does the SKUM...

Artist: Skum

Herkunft: Deutschland

Album: Molitva

Spiellänge: 40:43 Minuten

Genre: Death Metal, Thrash Metal

Release: 03.04.2020

Label: Eigenproduktion

Link: https://www.facebook.com/skumofcologne

Produktion: Mix und Mastering – Christoph Prada

Bandmitglieder:

Gesang – Nicola Grgic
Gitarre – Roberto Parada
Bassgitarre – Christian Görke
Schlagzeug – Christoph Parada

Tracklist:

01. Molitva
02. Cowards
03. Zalost
04. Bloodline
05. Need
06. Mother Lord
07. Seed Of Hate
08. Blood Rush
09. Ruin
10. Happy Ending
11. Jesus He Knows Me
12. Zalost (live)

Die Band Skum aus Köln ist auch schon seit 1997 unterwegs – so richtig vorwärts ist man nicht gekommen, aber man gibt nicht auf. Erst 2004 kam das Debüt heraus, 2008 ließ man das zweite Album folgen. 2013 kam dann Album Nummer drei namens Präsilna heraus und keine sieben Jahre später Album Nummer vier. Hm, eine alte Kölner Band und keine Leute von Jack Slater dabei? Das wundert mich jetzt, dafür war der Trommler Christoph früher bei Guerilla.

Seit 2009 musiziert das Quartett jetzt zusammen. Dann wollen wir mal schauen, was die Kölsche Jungs da so abliefern.

„The Cream rises to the top, and so does the SKUM…“ Soviel zur Aussage der Band und nun zum Opener Molitva (kroatisch für „Gebet).

Mit einem melodischen Heavy Metal Riff geht es los, wird dann ein wenig heftiger, bis es zum Break kommt. Vorspieler und schnelle Uftata. Ab in den groovigen Refrainpart und wieder Uftata und wieder in den Refrain. Auffallend ist sofort der Gesang, der eher brüllend, statt growlend daherkommt. Schönes melodisches Solo muss kommen und darf nicht fehlen. Break, Vorspieler und wieder Gummi mit schneller Uftata. Der groovige Part wieder im Anschluss. Auf dem Refrainpart wird eine Melodie zu guter Letzt angeboten und serviert. Guter Song. Nicht killerhaft, aber gut.

Zügig kommt Cowards aus den Boxen und auch recht abwechslungsreich, aber an die Stimme muss ich erst einmal gewöhnen. Hier wird aber noch nebenbei gescreamt und das macht den Spaß wieder rund. Es folgt ein recht melodisches Lead, welches im Midtempo vorgetragen wird. Gutes Riffing. Und ab auf die 12. Der Wechsel gefällt mir. Und nach 3:00 Minuten folgt dann das Highlight des Albums. Welch megafette Melodie!!!!! Hammer und das sage ich als Grindcorefan. Kommt unerwartet, killt aber ohne Ende. Den Wechsel danach finde ich leider nicht so gelungen, denn der Groove klingt sehr anstrengend. Und schon ist das Ende da und hängen bleibt definitiv die großartige Melodie.

Skum kümmern sich nicht um Genres und das ist auch gut so. Der überwiegende Teil der Songs befindet sich im Death Metal, aber es werden auch immer wieder heavige und thrashige Riffs verwendet und hier und da tauchen auch richtige geile Melodien auf. Zwischen Midtempo und schnelleren Passagen bewegt man sich und diese Mischung funktioniert ganz gut. Das zügige Bloodline z.B. – schön in die Fresse und dann einen groovigen und thrashigen Mitgrölrefrainpart folgen lassen, ist eine gute Idee – genau wie das anschließend vorgetragene Solo.

Zehn Eigenkompositionen werden geboten und eine davon, der Song Zalost noch mal als Liveversion. Außerdem gibt es eine Coverversion von Jesus He Knows Me von Phil Collins. Ich finde es immer gut, wenn genrefremd gecovert wird, diese Version ist aber nicht so mein Ding.

Skum – Molitva
Fazit
Skum liegen irgendwo zwischen Death und Thrash Metal und gucken immer über den Tellerrand. Die langjährige Erfahrung hört man gut heraus. Eine gut geölte Kölner Maschine. Sieben Jahre Pause haben nicht geschadet - echt gutes Material, welches Laune macht. Nicht alles geht sofort ins Ohr oder bleibt hängen und der Gesang trifft nicht so meinen Geschmack, dafür natürlich wiedererkennbar. Musikalisch sind echt einige Nackenbrecher dabei.

Anspieltipps: Molitva, Conwards und Bloodline
Michael E.
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