Slaughterday – Abattoir

“Da ist das Todesblei Duo ja wieder!“

Artist: Slaughterday

Herkunft: Leer, Deutschland

Album: Abattoir

Spiellänge: 28:11 Minuten

Genre: Death Metal

Release: 25.05.2018

Label: F.D.A. Rekotz

Link: https://slaughterday666.bandcamp.com/

Bandmitglieder:

Gesang und Schlagzeug – Bernd Reiners
Gitarre und Bassgitarre – Jens Finger

Tracklist:

  1. Abattoir
  2. Wasteland Of Demise
  3. Victim Of The Insane (Trouble Cover)
  4. Phantasmal Death
  5. Cursed By The Dead
  6. Grails Mysteries (Amorphis Cover)

Da ist das deutsche Todesblei Duo endlich wieder! Die Rede ist von Slaughterday, die ich schon von Anfang an hier mitrezensiert habe und seitdem ein angetaner Hörer der beiden in Leer ansässigen Musiker bin. Die Jungs prügelten sich bisher mit Knochen brechendem Todesblei der alten Schule in die Herzen der Underground Szene und bringen nun mit Abattoir ihren bislang dritten Silberling unter der Fahne von F.D.A. Rekotz auf den Markt. Auffallend ist dieses Mal aber, dass die Scheibe nur sechs Songs parat hält, davon aber zwei Coverversionen sind.

Und dass sie nichts seit der letzten Scheibe verlernt haben, beweisen sie mit dem Opener Abattoir und prügeln nach einem horrorähnlichen Szenario mit geballter Aggressivität auf den Hörer ein.
Der Gesang von Schlagzeuger Bernd Reiners ist erneut schön klassisch in tiefen Growls gehalten, die dem Hörer einen eisigen Schauer über den Rücken laufen lassen.
An den Riffs ist sehr positiv, was man auch direkt wieder bei dem Opener heraushören kann, dass sie ziemlich schnell gehalten sind, gleichzeitig aber einen gewissen Groove hervorrufen, der wirklich eine Gefahr für jede Nackenmuskulatur wird. Zugleich wird bei Tracks wie Wasteland Of Demise und Phantasmal Death auch mal auf schleppender klingende Riffs zurückgegriffen.
Interessant sind auch die beiden Coverversionen. Bei Victim Of The Insane handelt es sich um ein Cover der Doom Metal Band Trouble. Die Slaughterday-Version bringt in diesen Track eine unheimliche Würze mit rein, trotz, dass es ziemlich nah am Original gehalten ist. Kurz gesagt: Doom Metal wird in Old Shool Death Metal umgeschrieben und klingt extrem gut.
Genau das Gleiche bei Grails Mysteries. Hierbei handelt es sich um ein Cover der allzeit beliebten Melodic Deather Amorphis. Auch dieser ist sehr nah am Original gehalten, trotzdem gibt es auch hier wieder ein wenig Eigenmarke von Slaughterday. Geniale Idee, die gut umgesetzt wurde.
Über die Abwechslung kann man nicht meckern, kein Song klingt wie der andere und Groovigkeit, Schnelligkeit und schleppende Parts sind perfekt aneinander angepasst.
Auch die Produktion klingt dementsprechend gut. Man fühlt sich an die alte Schule erinnert.

Fazit: Slaughterday zählen schon einige Zeit zu meinen Favoriten und mit Abattoir hat sich dabei nichts geändert. Schöner knochentrockener Todesblei der alten Schule und das Ganze mit einem gewissen Groove. Schade ist eigentlich nur, dass es auf diesem Album nur sechs Tracks gibt, dafür macht es die Spielzeit mit gut einer halben Stunde wieder wett. Besonders begeistert bin ich von den beiden Coverversionen, die zwar nah am Original sind, aber dennoch einen neuen Stil aufweisen. Ja, dieses Duo wird seinen Weg weiter machen und ich lege euch diese Scheibe sehr ans Herz. Also nicht antesten, sondern am besten gleich kaufen!

Anspieltipps: Abattoir, Phantasmal Death und Grails Mysteries (Amorphis Cover)
Stefan S.
9
Leser Bewertung0 Bewertungen
0
9
Podcast
Leise War Gestern... - Der Time For Metal Podcast

Where To Listen: