Soen – Lykaia Revisited

“Aufhorchen!“

Artist: Soen

Herkunft: Stockholm, Schweden

Album: Lykaia Revisited

Spiellänge: 79:13 Minuten

Genre: Progressive Rock, Experimental Rock, Rock

Release: 14.09.2018

Label:  Silver Lining  / Warner Music

Link: http://soenmusic.com/

Bandmitglieder:

Gesang – Joel Ekelöf
Gitarre – Marcus Jidell
Schlagzeug, Percussion – Martin Lopez
Bassgitarre – Stefan Stenberg
Keyboards, Gitarre – Lars Åhlund

Tracklist:

  1. Sectarian
  2. Orison
  3. Lucidity
  4.  Opal
  5. Jinn
  6.  Sister
  7. Stray
  8. Paragon
  9. Vitriol
  10. God´s Acre
  11. Sectarian (Live in Lissabon, @ RCA)
  12. Jinn (Live in Lissabon, @ RCA) * digital
  13. Lucidity (Live in Rome@Largo)

Nun ja, warum man ein Album des letzten Jahres unbedingt neu veröffentlichen muss, erschließt sich mir nicht so ganz. Soen machen das einfach mal und schießen Lykaia Revisited unters Volk. Der Unterschied zur Erstveröffentlichung ist schnell aufgezeigt, die beiden Versionen unterscheiden sich zuerst einmal optisch durch ein aufgebohrtes Cover. Musikalisch wird etwas für Fans geboten, die sich das eindrucksvolle Können der Band bereits auf der Bühne angeschaut haben. Die Band packt neben zwei Livetracks (digital kommt noch Jinn hinzu) der Tour auch noch die Songs Vitriol und God´s Acre auf die Platte plus ein neues Mastering, das meiner Meinung nach eh nur Soundfetischisten wahrnehmen.

Ein komplettes Review macht an dieser Stelle wenig Sinn,  ich verweise einfach auf https://time-for-metal.eu/soen-lykaia/. Für mich klingt die Band in der Gesamtschau wie eine dunkle Version von Pink Floyd, die definitiv in den kommenden Jahren den Standard progressiv dunkler Musik setzen wird, so einfach ist das. Die „neuen“ Songs der aufgebohrten Version, Vitriol und God´s Acre, knüpfen nahtlos an das tolle Gespür der Band für Komplexität und Melodieführung an, Jinn hingegen zeigt, wie bereits bekannt und der Name vermuten lässt, orientalische Einflüsse auf. Erstaunlich ist, wie perfekt die Band live auftritt und sehr komplexe Songs (Sectarian) in einer Perfektion auf die Bretter zaubert, die von einem guten Zusammenspiel und maximalem Können zeugt. Dass es nicht nur progressiv zugeht, wird mit dem rätselhaften Lucidity bewiesen. Die atmosphärische Ballade lässt meilenweite Klangbilder im Kopf entstehen, die ganz tief im Verborgenen wirken, grandios.

Fazit: Ich denke nicht, dass die Band mit dieser Neuveröffentlichung ein mieses Geschäft betreibt, hingegen möchte man vielmehr den Stolz auf die durchgeführte Tour in einem Dokument festhalten und zum Ausdruck bringen. Eine EP hätte es zwar auch getan, aber sicherlich ist eine EP im heutigen Geschäft nicht mehr lohnenswert. Tolle Band, die ganz oben in meinen Neuentdeckungen gastiert. Da dies "nur" eine Neuveröffentlichung ist, vergebe ich faire 5 Punkte. 80 Prozent des Albums sind bereits bekannt.

Anspieltipps: Lucidity
Dominik B.
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