Sonne Adam und Venenum in Oldenburg

Bands: Sonne Adam und Venenum

Location: Alhambra in Oldenburg

Datum: 05.03.2012

Kosten: AK: 8 €

Besucher: 65
 

sonneadamvenenum_2012_flyer

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 
Anfang Februar haben Funebrarum aus den Staaten das Alhambra in Oldenburg ordentlich zum Beben gebracht. Heute soll dieses durch Sonne Adam und Venenum, die am späten Montagabend die Türen der Death Metal-Veranstaltung öffnen, fortgesetzt werden. Kaum haben sich die etwas über 60 Besucher im Inneren der Location eingefunden, beginnt auch schon das Intro. Nach etwa vier Minuten sehen sich die ersten Metalheads etwas ratlos an: ist es wirklich ein Intro? Geht es gleich schon los? Bewegung auf der Bühne ist jedenfalls nicht zu erkennen und das soll sich in den nächsten Minuten auch nicht ändern! Nach gut 10 Minuten sieht man dann jedoch die ersten Schatten auf der Bühne. Venenum begeben sich langsam und andächtig zum Austragungsort ihres Massakers.

Blutverschmiert und in einer schummrigen, dunklen Atmosphäre stimmen sie die ersten schleppenden und zu jeder Zeit brachialen Klänge an. Geheimnisvoller als Venenum kann man sich kaum geben – auf der Homepage der Band gibt es kaum nennenswerte Infos über die Kombo und auch live wird damit gegeizt. Ansagen sind Fehl am Platz, noch nicht einmal der Bandname wird erwähnt. Wie an einer Schnur spielen die Death Metaler ihr Set, welches einige Black Metal-Anteile verkörpert, herunter. Zwischen Raserei und extrem langgezogenen, kriechenden Parts wird angenehmem variiert, jedoch wird kaum ein Besucher dabei animiert, sein Haupthaar zum Schwingen zu bringen. Ohne Intro gerechnet, wird die bewegungsarme Show nach etwas über einer halben Stunde beendet. Das niederschmetternde Intermezzo dürfte jedoch – vor allem durch den guten Sound – einigen Besuchern im Gedächtnis bleiben.

Nach kurzer Umbaupause, die alle zum Auffüllen des Getränkehaushaltes nutzen, stehen die exotischen Death Metaler von Sonne Adam bereits auf der Bühne. Die Israelis, die für kompromisslosen Death Metal der langsameren Gangart bekannt sind, legen in Oldenburg furios los. Eine mächtige Soundwand, die bei längerer Spielzeit immer gewaltiger zu werden scheint, drückt sich durchs Alhambra! Wie schon bei Venenum wirkt das Publikum noch sehr statisch – vor der Bühne ist kaum Bewegung zu verzeichnen. Dieses legt sich spätestens bei dem Song Bestow The Crown, der das Eis zum Brechen bringt. Vereinzelte Headbanger formieren sich und schwingen gemeinsam zu extrem groovenden Death Metal-Salven die Köpfe. Die Songs Armed With Hammers und Shine bilden dabei das offizielle Ende des Sets, welches durch die Zugabe und zugleich dem Namensgeber der Band Sonne Adam beendet wird.

Sonne Adam und Venenum sind freilich keine leichte Kost. Technisch sehr versiert schaffen sie extreme Riffs, die den Zuschauer nicht unbedingt zum „Abgehen“, sondern eher zum andächtigen Lauschen animieren! Oftmals driften beide Bands dabei an einen Punkt, der für den Hörer als sehr anstrengend aufgenommen werden kann. Mein Fazit ist jedoch zufriedenstellend: die Bands haben ordentlich Gas gegeben, der Sound war Bombe und die Stimmung könnte an einem Montagabend kann bedeutend schlechter sein!

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