Temperance – Viridian

Melodische Welten tun sich auf

Artist: Temperance

Herkunft: Italien

Album: Viridian

Spiellänge: 44:39 Minuten

Genre: Melodic Heavy Metal

Release: 24.01.2020

Label: Napalm Records

Link: https://www.facebook.com/temperanceofficial

Bandmitglieder:

Gesang (Female) – Alessia Scolletti
Gesang (Male) – Michele Guaitoli
Gitarre, Backgesang (Clean & Harsh) – Marco Pastorino
Bass – Liuk Abbott
Schlagzeug – Alfonso Mocerino

Tracklist:

1. Mission Impossible
2. I Am The Fire
3. Start Another Round
4. My Demons Can’t Sleep
5. Viridian
6. Let It Beat
7. Scent Of Dye
8. The Cult Of Mystery
9. Nanook
10. Gaia
11. Catch The Dream

Es gibt wahrhaftig viele Metalalben mit weiblicher Beteiligung, welche auf einen leicht popunterwanderten Sound bauen. Um nur eine zu nennen, da wären z.B. Amaranthe! Deren letzter Output ist bei uns komplett durch den Rost gefallen. Nun kommt mit Temperance schon die nächste Truppe an, welche auf einen ähnlichen Sound baut. Bei den Italienern hatte ich bereits beim Silberling Temperance meine liebe Mühe, dem Infokonzept was abzugewinnen.

Fürwahr, merklich gewandelt hat sich die Truppe – das muss meine Wenigkeit neidlos zugeben. Wie auch immer, mit diesem neuen Silberling haben die modern angehauchten Symphonic Metaller aus Italien Platz bei Napalm Records gefunden.

Merklich verwundert über den forcierten Sound, kommen die neuen Stücke gekonnt ins Gehör und haben trotz ihrer lockeren Ansätze, die mal mehr, mal weniger poppiger umgesetzt wurden, einen guten erdigen Touch. Ja, dies braucht der Hörer heutzutage und nicht das überpolierte Flair, welches etliche Bands aus diesem Genre umgesetzt haben. Im Gegensatz zu den eingangs erwähnten Schweden, besitzen Temperance einen Bonuspunkt: Ihre Songs gehen mit viel Ohrwurmcharakter superb ins Gehör.

Das lockere unverkrampfte Auftreten der Sängerin ist wunderbar und ihr männlicher Mitsingkollege ist eine starke Nummer, was den männlichen Duett- bzw. bei einigen Songs den Battle-Part betrifft. Eine Neuerfindung mag dies nicht unbedingt ergeben, allerdings beweisen Bands wie Temperance, dass sie hart arbeiten und Kritikpunkte ihrer Fans ernst nehmen. Und genau deshalb schallt das neue Werk der Italiener ausgewogener und nicht mit überladenen Einlagen. Gute, kombinierte Metal Linie aus modernen Soundansätzen, leichten Popelemente und einer wirkungsvollen Melodic Symphonic Symbiose.

Kein Song wirkt zu überladen oder zugekleistert mit Lieblichkeit, vielmehr ist Viridian eine gute kombinierte Sache, welche durchaus für mehr Popularität bei den Herrschaften von Temperance sorgen könnte.

Temperance – Viridian
Fazit
Mit Viridian lassen Temperance so manchen Act im modern-poppigen Symphonic Bereich im Windschatten stehen!

Anspieltipps: I Am The Fire, The Cult Of Mystery und Gaia
Jennifer K.
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