The HU – The Gereg Tour 2020 // Support Fire From The Gods – am 02.02.2020 in der Kantine in Köln

Mongolische Hunnu Rock Band The HU räumt in der Kantine in Köln ab

Headliner: The HU

Vorband: Fire From The Gods

Ort: Kantine Köln, Neusser Landstraße 2, 50735 Köln

Datum: 02.02.2020

Kosten: 25 € VK zzgl. Gebühren, AK entfällt, da ausverkauft

Genre: Hunnu Rock, Rock, Metal, Metalcore

Besucher: 1000 (ausverkauft)

Veranstalter: Live Nation, Prime Entertainment

Link: https://www.facebook.com/events/2351277065110721//

Setliste The HU:

  1. Shoog Shoog
  2. The Same
  3. The Gereg
  4. The Song Of Women
  5. The Legend Of Mother Swan
  6. Uchirtai Gurav
  7. Shireg Shireg
  8. Bii Biyley
  9. Yuve Vuve Yu
  10. Wolf Totem
  11. The Great Chinggis Khaan
  12. Black Thunder
  13. This Is The Mongol
  14. Wolf Totem (Zugabe)

Heute Abend ist mal wieder etwas ganz Besonderes angesagt. Das Konzert von The HU steht in Köln in der Kantine an! Schon lange vor dem Konzertabend heute Abend ist klar: sold out!!!

Da bin ich ganz froh, dass es mit der Akkreditierung geklappt hat. Zusätzlich darf ich noch mit der Band ein Interview führen, welches wir in Kürze auch hier in Time For Metal veröffentlichen werden.

Begleitet werde ich heute Abend von meinem Sohn Julien, der mich überhaupt auf die mongolische Band The HU aufmerksam gemacht hat. Ende letzten Jahres erzählte er mir von der Band und ihren Videos auf Youtube, die mittlerweile weit über 35 Millionen (!!!) Zugriffe haben. Frühzeitig also losgefahren. Wir müssen sowieso früher da sein, da das Interview ca. vierzig Minuten vor Beginn des Supportes Fire From The Gods stattfinden soll.

Dadurch haben wir eine entspannte Parkplatzsituation. Am Einlass ist es bereits mächtig voll. Wir kommen gut rein und sagen dem Personal vor Ort wegen des Interviews Bescheid. Wir sollen am Backstagebereich warten. Wir werden dann pünktlich abgeholt und nach oben geführt. Dort ist jetzt vor Beginn doch schon einiges an Betriebsamkeit. Wir werden in einen Raum geführt, in dem uns Jaya (Jaw Harp, Tsuur, Flute, and Throat Singer) und Temka (Tovshuur) bereits erwarten und mit uns unter Zuhilfenahme eines Übersetzers das Interview führen.

Tolle und sehr angenehme Jungs! Anschließend lernen wir auch noch kurz Gala (Lead Throat Singer and Morin Khuur) und Enkush (Lead Morin Khuur and Throat Singer) kennen, die uns begrüßen und mir die mitgeführte Platte signieren.

Dann geht es wieder runter in den Saal. Fire From The Gods haben bereits begonnen. Schnell schlüpfe ich in den Fotograben, um von der Band Bilder zu machen. Der Musikstil von Fire From The Gods ist so ein Ding zwischen Metalcore, Hardrock und hat auch ein paar Rapanteile. Eigentlich passt das ja nicht so richtig zu dem, was The HU nachher veranstalten werden. Trotzdem macht das, was das Quintett auf der Bühne mit sehr viel Energie veranstaltet, sehr großen Spaß. Das Publikum ist gut gelaunt und macht von der ersten Sekunde an begeistert mit! Sie sind halt Labelkollegen von The HU und hier zeigt sich die Chance, vor größerem Publikum zu spielen und den Bekanntheitsgrad zu erhöhen. Da hat das Label Eleven Seven Music alles richtig gemacht! Dieses Label gehört übrigens Five Finger Death Punch Gitarrist Zoltan Bathory. Der hat die Band nach dem Wechsel zu Eleven Seven Music und dem Erscheinen des neuen Albums American Sun (2019) auch direkt Five Finger Death Punch supporten lassen. Also da bieten sich für die fünf Jungs aus Austin (Texas) schon einige Chancen! Die haben sie sich auch richtig verdient. Vor allem Sänger AJ Channer reißt hier richtig was ab und kann das Publikum total mitziehen. Da wird gejumpt, auf den Boden gekniet und richtig Stimmung gemacht. Das hätte ich nun so heute Abend nicht erwartet. Die Stimmung ist schon richtig geil hier. Nach ihrem Gig bekommt das Quintett auch sehr viel Applaus für ihre Show. Sie bedanken sich nochmals beim Publikum, welches dann erstaunt ist, dass Drummer Richard Wicander seinen Dank in perfekten Deutsch spricht. Kein Wunder, denn der Mann stammt ursprünglich aus Wiesbaden.

In der Umbaupause unterhalte ich mich mit Marion, die ich bis dato nur aus einer Facebookgruppe kenne und sie heute das erste Mal „live“ sehe. Sie kommt aus Weinheim und ist extra wegen The HU hier am Wochenende angereist. Dies sind andere Fans auch, wie ich später noch von einigen erfahre. Die Jungs von The HU bewegen momentan doch einiges. Wie ich eben von Jaya und Temka erfahren habe, ist mittlerweile die komplette Tour sold out!

So, jetzt ist es gleich so weit, auf der Bühne ist alles gerichtet. Bevor die Band überhaupt auf der Bühne erscheint, hallt es im Publikum „HU, HU, HU“ Die Fans skandieren ihren Lieblingen! Dann sind sie da. Nicht nur die vier Hauptakteure Jaya, Temka, Gala und Emkush, die sich ganz im Vordergrund der Bühne platziert haben, sind zugegen. Auch die vier zusätzlichen Livemusiker der Band sind auf der Bühne. Sie sorgen für die herkömmlichen Instrumente Bass, Gitarre, Schlagzeug und Percussion. Sie halten sich gegenüber den anderen vier Hauptakteuren jedoch eher im Hintergrund.

Das komplette Album The Gereg steht heute auf der Setlist und vier neue Songs, die auf dem neuen Album von The HU sein werden. Ja es wird ein neues Album geben, das haben mir die Jungs verraten. Es wird aber noch etwas dauern, denn sie sind ja noch am touren.

Der Albumtitel The Gereg bezeichnet einen metallischen Anhänger, der während der Zeit von Dschingis Khan vom mongolischen Reich als erster Reisepass verwendet wurde und der Diplomaten ein unbehindertes Fortkommen bei vielen Nationen ermöglichte.

The Gereg ist ihr Pass/Dokument für ihre Rockmusik am heutigen Abend. Sie nennen ihren Stil selbst Hunnu Rock. Der wird heute Abend von den tausend anwesenden Hunnu Rocker Fans ausgiebig gefeiert. Das, was The HU dort auf der Bühne machen, ist einfach erfrischend, unerhört und bisher vielleicht auch ungehört. Der vielleicht im ersten Moment für Europäer etwas befremdlich klingende Kehlkopfgesang in Vermischung traditioneller mongolischer Instrumente, wie Maultrommel, der Topshur (mongolische Laute) oder der Morin Khuur (Pferdekopfgeige) sind eine extravagante Kombination, die einfach nur beeindruckt. Das Publikum ist der Band erlegen. Immer wieder wird zwischen den Songpausen skandiert: „HU, HU, HU“. Die Band skandiert zurück! Und dabei wirken sie sehr sympathisch. Live sind sie sehr authentisch.

Marion neben mir sagt: „Ich verstehe zwar nichts, aber das ist unheimlich gut!“ Ja genau, gute Musik kennt keine Grenzen, man spürt es halt, ohne dass man die Worte versteht! The Hu haben mit ihrer Musik und ihrem Album The Gereg wirklich alle Grenzen geöffnet! Hunnu Rock at ist best!

Die Setlist endet mit This Is The Mongol! Die Mongolen The HU werden hier frenetisch gefeiert! Es hallt hier in der Kantine ununterbrochen „HU,HU, HU,HU,HU….“ Das will gar nicht aufhören. The HU geben dann als Zugabe noch einen ihrer von Youtube bekannten Kulthits, man könnte bei 35 Millionen Klicks ja schon Welthit sagen. Das ist Wolf Totem.

Fazit: Wahnsinnsabend mit den Mongolen von The HU in der Kantine in Köln. So früh im Jahr bereits ein Event, das auch am Ende des Jahres ganz oben auf meiner Bestenliste stehen wird. Ich denke mal, dass mittlerweile für The HU die Grenzen für wesentlich größere Veranstaltung offen sind und wir sie in Zukunft dort sehen werden. Fire From The Gods als Support konnten sich hier sicherlich auch neue Fans erschließen.

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