Venom Inc. – Avé

Artist: Venom Inc.

Herkunft: Großbritannien

Album: Avé

Spiellänge: 61:56 Minuten

Genre: Heavy Metal, Black’n Roll

Release: 11.08.2017

Label: Nuclear Blast

Link: http://venom-inc.com

Produktion: produziert, gemixt und gemastert von „Mantas“

Bandmitglieder:

Gesang und Bassgitarre – Tony „Demolition Man“ Dolan
Gitarre – Jeff „Mantas“ Dunn
Schlagzeug – Anthony „Abaddon“ Bray

Tracklist:

  1. Ave Satanas
  2. Forged In Hell
  3. Metal We Bleed
  4. Dein Fleisch
  5. Blood Stained
  6. Time To Die
  7. The Evil Dead
  8. Preacher Man
  9. War
  10. I Kneel No To God
  11. Black N Roll

Zuerst mal ein kleines Geschichtsstündchen, um den Weg der Black Metal Urgesteine Venom zum 2015 entstandenen Venom Inc. etwas zu verdeutlichen.

Die Band entstand eigentlich sogar rein zufällig nach einem Auftritt auf dem Keep It True Festival, der eigentlich eine einmalige Sache werden sollte und dann doch eine unerwartet hohe Aufmerksamkeit erlangte. Jeff „Mantas“ Dunn und Tony „Demolition Man“ Dolan standen also erstmals seit knapp 20 Jahre zusammen auf der Bühne, um den alten Venom Klassikern zu huldigen und entschlossen sich daraufhin als eigenständige Band unter dem jetzigen Namen Venom Inc. weiterzumachen. Der Name wurde bewusst ausgewählt, um deutlich zu machen kein „Venom 2.0“ zu sein, sondern einen neuen Abschnitt der Venom-Geschichte ins Leben rufen zu wollen. Somit erschien im August 2017 dann ihr Debütalbum mit neuem Namen, welches mit Nuclear Blast im Rücken veröffentlicht und von Gitarrist Mantas produziert, gemixt und gemastert wurde. Wir sind also gespannt, was Venom Inc. mit Klassikern wie Welcome To Hell oder Black Metal noch gemeinsam haben…

 

Das Album beginnt mit einer der beiden Singleauskopplungen Ave Satanas, welches nach dem originalen Ave-Maria sehr groovig dahergaloppiert kommt und dann mit einem sehr coolen Solo beendet wird. Es folgen Forged In Hell und Metal We Bleed, zwei Stücke, die direkt zum Mitgrölen animieren und auch wieder mit zwei unglaublich starken Soli überraschen. Es scheint, als ob Venom Inc. musikalisch sehr gewachsen sind. Dein Fleisch ist dann aber wieder etwas schwächer und wirkt etwas düster. Blood Stained koppelt an Stück eins an und groovet so vor sich dahin – wirft aber nichts wirklich Besonderes auf und wirkt eher langweilig. Bis jetzt hat Ave mich aber wirklich überrascht…

 

Der Riff von Time To Die erinnert mich sehr an Kerry King und die Jungs von Slayer, hat aber trotzdem eigenen Charakter und drückt voll nach vorne. Ein bisschen mehr NWOBHM haut einem dann die Nummer sieben, The Evil Dead, um die Ohren – schnelle Riffs und einen knackigen Refrain, verziert von einem melodischen Solo machen Spaß wie nie und lassen den Hörer in die guten 80er abschweifen. Daraufhin folgt der erste „ruhige Moment“ und den bekommt man erstmals zum Einstieg in Preacher Man zu hören, der Song, der mit einem sprechenden Zwischenspiel und einem darauffolgenden Solo gekonnt in Szene gesetzt wurde.

 

Die letzten drei Stücke werden von War eingeleitet. Die Komposition, die einen quasi in „Kriegsmodus“ versetzt und live bestimmt super wirken wird. I Kneel No To God, das letzte Groovemonster des Longplayers, lässt einen noch mal locker den Kopf schütteln, bis Black N Roll (besser könnte man das Genre des Albums eigentlich nicht beschreiben) einem noch einmal alles abverlangt – Double Base, knackige Riffs und Feuerfrei.

 

Fazit: Ich muss gestehen, das habe ich nicht erwartet. Man zieht, auch wenn Venom Inc. ausdrücklich einen neuen Abschnitt beginnen wollen, Vergleiche zu dem früheren Venom und da muss ich ganz ehrlich sagen, war ich zu Beginn etwas skeptisch. Venom habe ich nie viel abgewinnen können, doch Venom Inc. haben mich wahrhaftig überzeugt. Ausgesprochen coole Riffs, hängenbleibende Hooks und ein dreckiger Gesang von Demolition Man (ich liebe den Namen) – das macht einfach Spaß. Bis auf zwei kleine Ausnahmen, wie Dein Fleisch und Blood Stained, die im Vergleich zum Rest der Scheibe eher schwach sind, ist der Rest eine klare Kaufempfehlung und auf jeden Fall hörenswert.

Anspieltipps: Forged In Hell, Time To Die und Preacher Man
Julian N.
7.8
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