Voodus – Open The Otherness (EP)

Zelebrieren den schwedischen Black Metal

Artist: Voodus

Herkunft: Schweden

Album: Open The Otherness

Spiellänge: 24:24 Minuten

Genre: Black Metal

Release: 26.06.2020

Label: Shadow Records / Regain Records

Link: https://www.facebook.com/voodus666

Bandmitglieder:

Gesang und Gitarre – T.Fongelius
Gitarre – E.Kjörnsberg
Bassgitarre – Desekrator
Schlagzeug – M.Fors

Tracklist:

  1. Open The Otherness
  2. Pillars Of Fate

Aus der Asche von Jormundgand ist vor ein paar Jahren die schwedische Black Metal Formation Voodus emporgestiegen und präsentiert im Corona Jahr 2020 eine neue EP. Trotz nur zwei Tracks kommt die Scheibe doch auf nahezu 25 Minuten Spiellänge. Kein Wunder, denn die Songs sind 11 und 13 Minuten lange Ergüsse voller dunklem, bösem und absolut hörbarem Black Metal, wie man ihn aus Schweden gewöhnt ist.

Bei gutem Black Metal muss mir immer wohlig schwer und drückend ums Herz werden. Alles andere ist für mich fröhlich und meist nicht so mein Ding. Wenn ein Song oder ein Album nur so vor Melancholie strotzt, bin ich hin und weg. Der Höhepunkt meiner ganz persönlichen Black Metal Vorliebe ist dann erreicht, wenn neben der ganzen Düsterkeit auch noch diabolisch komplexe, abwechslungsreiche und gut arrangierte Instrumente dazukommen. Das alles kann man auf dem neuesten Werk von Voodus finden. Ich bin im Himmel – oder besser in der Hölle, wenn man es ganz Black Metal true sagen will.

Es beginnt schon mit den ersten Tönen des namensgebenden Open The Otherness. Ein gelungenes Intro, das gute drei Minuten lang ist, stimmt mit melodischen Gitarrenklängen ein und hat dabei fast schon ein wenig was von einem Western Soundtrack. Das passt wirklich gut und mit dem abrupten Start des bedrohlichen Gesangs springen wir in typischen Black Metal zurück. Dabei sind Schlagzeug, Gitarren und Gesang gut abgestimmt und nichts drängt sich besonders in den Vordergrund. Nach sieben Minuten Songlänge wird es in Open The Otherness wieder gediegener, dennoch verliert es nichts an seiner düsteren Atmosphäre. Die Ruhepause wird kurz noch einmal mit Gesang unterbrochen, endet nach 13 Minuten mit einem kurzen Abspann.

Zweiter und auch schon letzter Song ist Pillar Of Fate. Auch hier hören wir anfangs eher ruhigere Gitarrensounds, bevor es schneller, düsterer und bekannt bedrückend wird. Mit Einsetzen der Stimme von Sänger Fongelius legen Voodus noch einen Tacken zu. Auch hier herrscht durch melodische Parts wieder eine gewisse Eingängigkeit. Teilweise werden die Lyrics fast geflüstert und eine noch düsterere Atmosphäre macht sich breit. Auch Pillar Of Fate ist ein gut gemachter Black Metal Hammer und irgendwie reichen mir die elf Minuten Songlänge nicht aus. Ich würde gern mehr hören und hoffe, dass sich Voodus in Coronazeiten noch ganz bald an ein ganzes Album setzen. Mein dunkles Herz würde vor Vorfreude springen –  auf eine düster melancholische Weise versteht sich.

Voodus – Open The Otherness (EP)
Fazit
Mit Open The Otherness haben Voodus eine großartige EP geschaffen. Auch wenn sie nur zwei Songs beinhaltet, hat man fast 25 Minuten Black Metal Spaß. Fein abgestimmt und abwechselnd arrangierte Lieder, die in keiner Sammlung fehlen sollten!

Anspieltipps: alle!
Martha K.
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