Warfect – Spectre Of Devastation

Gedresche aus dem Land des Elchtods!

Artist: Warfect

Herkunft: Schweden

Album: Spectre Of Devastation

Spiellänge: 41:49 Minuten

Genre: Thrash Metal

Release: 13.11.2020

Label: Napalm Records

Link: https://www.warfect.net/

Bandmitglieder:

Gesang und Bassgitarre – Kris Wallstrom
Gesang und Gitarre – Fredrik Wester
Schlagzeug – Manne Flood

Tracklist:

  1. Spectre Of Devastation
  2. Pestilence
  3. Rat King
  4. Left To Rot
  5. Hail Caesar
  6. Into The Fray
  7. Colossal Terror
  8. Witch Burner
  9. Dawn Of The Red

Warfect sind keine Unbekannten mehr, sofern es sich um Thrash Metal aus Schweden handelt. Kris und Fredrik waren von 2003 – 2008 unter dem Namen Incoma unterwegs, benannten sich dann in Warfect um und hauten seitdem drei Alben auf den Markt. Das Trio holt nun mithilfe des Labels Napalm Records zum vierten Schlag aus.

Dreschen im Land des Elchtods, doch ein wenig ungewöhnlich, aber das Trio beweist schon seit Jahren, dass es funktioniert.

Spectre Of Devastation läutet das Geschehen ein, ist aber ein bedrohliches Gitarrenintro, welches sofort an Dissection erinnert.

Im Vorfeld wurden zwei Songs bei YouTube rausgehauen und damit möchte ich mal beginnen.

Left To Rot startet mit einem groovigen, druckvollen Midtempopart, der sicherlich nicht neu ist, aber bangkompatibel aus den Boxen schallert. Break und los geht’s, wobei man vorerst im Midtempo bleibt, aber mit abwechslungsreichem Riffing aufwartet. Aggressive Vocals begleiten das Geschehen und der Refrainpart wird melodisch vorgetragen. Das Midtempo bleibt und so geht es weiter. Die Produktion ist unterstützend und vom Riffing her klingt man ein wenig nach Sodom, obwohl man ein wenig technischer agiert. Nach 3:30 wechselt man in ein verspieltes Solo, welches natürlich nicht fehlen darf. Dann Break, schöne Vorspieler und ab in den Thrash Part. Schnelle Uftata und da geht er hin. Es geht aber schnell wieder in den Midtempopart. Einige Gangshouts werden mit eingebaut und dann wird das Tempo wieder schön erhöht. Die Drums spielen Betonungen und es geht wieder ab ins Midtempo, zurück in den Refrainpart. Klingt sehr abwechslungsreich. Das Midtempodrumming wird immer so dargeboten, dass man automatisch dazu nicken muss. Nach knapp sechs Minuten ist der Spaß vorbei. Guter Song, wenn auch nicht hervorragend.

Pestilence ist die zweite Videoauskopplung. Das Video wurde in der Heimatstadt Uddevalla gedreht und geht so einiges schneller und härter zu Werke. Blitzschnell wird hier zu Beginn gedroschen, kurze Breaks und weiter geht die wilde Fahrt. Der schwedische Mähdrescher ist am dreschen. Geiler Refrainpart, schön verspielt, kein 08/15 Part und dann wird wieder Gummi gegeben. Ja, so mag ich das. Hervorragend. Mit D-Zug die Menschheit überrollen und dabei die technische Variante nicht vergessen. Der Inhalt wiederholt sich, kommt aber sehr geil zum Punkt. Total schnelles Gitarrensolo, yeah. Break, Vorspieler, Gummi. Thrash Metal, wie er meiner Meinung nach sein sollte. Straight into the Face, aber mit geilem Riffing und Mitgrölpart. Brett! Geile treibende Blasts, yeah! Der Song geht zwar auch fünf Minuten, kommt einem aber definitiv nicht so vor.

Und so geht es eigentlich die ganze Zeit weiter. Die Burschen musizieren nicht erst seit gestern zusammen und dies hört man auch definitiv.

Dass sie nicht nur wild drauflos dreschen und versuchen, immer wieder eigene Wege zu gehen, macht das Album echt interessant, so z.B. bei Rat King. Der Anfang ist typisch für Warfect. Gutes Riff, schneller Thrash. Zack, geht immer, dann aber geht man mittendrin in einen Midtempopart, der weit weg ist von 08/15. Technisch anspruchsvoll, ein wenig vertrackt, aber immer zum Punkt kommend. Sagt mir persönlich nicht so zu, zeigt aber, welchen Ideenreichtum die Band innehat.

Hail Caesar ist auch so ein Brett. Dieses geile Riffing und dann diese typischen Thrash Metal Uftata Drums dazu. Macht nur Spaß. Schön straight, schon treibend. Aber auch hier wird Wert auf Abwechslung gelegt. Feines Riffing und Gangshouts. Passt.

Am Anfang von Into The Fray ist geiles Tapping zu hören, bevor man dann wieder zum Angriff bläst. Hier warten sie mit einem Sprechgesang auf (klingt wie ein Nachrichtensprecher) und drücken einem dann einen fetten Midtempopart rein. Tapping, schnelle und kreischende Gitarrenklänge sind beim Solo zu vernehmen. Gutes Ding. Danach natürlich wieder Attacke.

Acht Songs, die echt Laune verbreiten und hinzu kommt noch, dass das Teil absolut fett produziert und von Flemming Rassmussen (u.a. Metallica) gemastert wurde. Lecker Ding!

Warfect – Spectre Of Devastation
Fazit
Jo, die Schweden von Warfect haben es wahrlich drauf, muss ich sagen. Echt ein geiles Thrash Metal Brett, welches sowohl mit treibenden Blasts als auch drückenden Midtempoparts daherkommt. Für Fans von Sodom, Kreator, Legion Of The Damned und amerikanischen Thrash Metal. Oder eben von Warfect.

Anspieltipps: Left To Rot, Pestilence und Rat King
Michael E.
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