100000 Tonnen Kruppstahl – Teeth Fletcher

Gewaltiger Kruppstahl Monolith

Artist: 100000 Tonnen Kruppstahl

Herkunft: Berlin (Deutschland)

Album: Teethfletcher

Genre: Doom Metal, Sludge Metal, Noise

Spiellänge: 01:12 Minuten

Release: 28.06.2019

Label: Wooaaargh

Link: http://www.100000tonnenkruppstahl.de/band.html

Bandmitglieder:

Gitarre, Gesang – Herr Herrn Bommel
Schlagzeug, Gesang – A. Donnermann

Tracklist:

  1. Teeth Fletcher Part 1
  2. Teeth Fletcher Part 2
  3. Teeth Fletcher Part 3
  4. Teeth Fletcher Part 4

Das Berliner Duo 100000 Tonnen Kruppstahl hat am 28.06.2019 ihren Monolithen Teeth Fletcher herausgebracht.

Verfügbar ist das als Download über die Bandseite, zudem ist es als Doppel-Vinyl in black und in coloured verfügbar.

Ursprünglich aus dem Grindcore kommend und noch auf den ersten beiden Alben vorhanden, haben sich 100000 Tonnen Kruppstahl mit ihrem Werk Teeth Fletcher zu einem massiven Sludge / Doom Metal Berseker entwickelt.

Da zeigen die beiden Berliner richtig die Zähne und vollbringen gegenüber ihrem Vorgängeralbum einen kompletten Umbau. Dass so etwas in dieser Art und Weise wie es 100000 Kruppstahl hinlegen machbar ist, hätte ich mir vorher kaum vorstellen können.

Da beackern sie mit Teeth Fletcher ein matschiges, undurchlässiges Sumpfgebiet in Berlin im typischen NOLA Stil! Rau, dreckig, (100000) Tonnen schwer lastend!

Das Album als Monolith zu bezeichnen ist logisch. Das Teil ist ein einziger massiver Klotz, der einfach so da rumsteht! Im NOLA Sumpf.

Die auf dem Tonträger vorhandenen vier Songs Teeth Flecher Part 1 – 4 stehen dabei nicht einzeln für sich. Wie die Namensgebung schon verrät, handelt es sich um einen einzigen Song, der in vier Tracks partitioniert ist.

Tiefe Riffs und beinahe okkultes Trommeln bilden die Basis in diesem Sumpfgebiet.

Dieser Song treibt so dahin, wie ein alter Alligator in den Sümpfen liegend. Doch Vorsicht, das Bild täuscht, denn er ist immer auf der Lauer. Spannungsgeladene Ansätze sind durch leichte Tempovariationen immer wieder vorhanden. Selbst wenn das Tempo stark heruntergefahren wird und der Song nur noch vor sich hin dümpelt, ist Vorsicht geboten, denn er kann jederzeit zuschlagen.

Zu der schon beschriebenen Grundstruktur des Tracks, gesellen sich die Stimmen der beiden Musiker, die dieser immer wieder zugeführt werden und so jedes Mal erneut Spannung hergestellt wird. Dadurch wird eine Abwechslung hergestellt, die den Song neu in seiner Struktur entwickeln lässt. Dabei werden aus meiner Sicht die Vocals wie Instrumente gekonnt eingesetzt. Da ist dann einfach alles dabei. Schreien, Keifen, gesprochene Textstellen, bis hin zu einem okkulten Keifen und Kreischen. Der Predator wartet quasi in den Sümpfen.

Die Texte sind in Deutsch gehalten, was die einen oder anderen Fans vielleicht zu einem intensiveren Hinhören veranlassen könnte.

Man kann sich an diesem Ding eigentlich nicht dran satthören. Es verlangt, zugegebener Maßen, einiges an Geduld, diese Atmosphäre zu ertragen und zu verstehen.

Fazit
100000 Tonnen Kruppstahl sind schon massig Gewicht! 100000 Tonnen Kruppstahl entsprechen dem Gewicht eines riesigen Monolithen in Form eines Doom / Sludgesongs in den Sümpfen. Wer sich an Doom und Sludge erfreut, wird sich an Teethfletcher erfreuen. Darauf wette ich 100000 Tonnen Kruppstahl!

Anspieltipps: Teeth Flechter Part 1, 2, 3, 4
Juergen S.8.9
Leser Bewertung1 Bewertung10
8.9
Punkte

Kommentare

Kommentare

Weitere Beiträge
Target – Deep Water