Mit Arbor hat die Schweizer Band Wazzara am 13. Februar 2026 ihr neues Album in Eigenregie veröffentlicht. Die Platte ist sowohl auf CD als auch auf Vinyl erhältlich.
Hintergrund, Besetzung und Produktion
Wazzara entstand 2015 als Soloprojekt der Schweizer Sängerin und Komponistin Barbara Brawand, deren Vision einer atmosphärisch dichten Extremmusik den Ausgangspunkt bildete. Mit der EP Zessa (2019) nahm das Projekt erstmals konkrete Form an. 2020 stieß Bassist George Necola als Co-Komponist und Produzent hinzu und prägte fortan die musikalische Ausrichtung mit. Schritt für Schritt entwickelte sich daraus eine vollständige Liveband. Für die Studioaufnahmen kehrte erneut Andrei Jumuga ans Schlagzeug zurück, der bereits das Debütalbum Cycles (2021) einspielte und unter anderem durch Bands wie Dordeduh, Ordinul Negru und Blutrina bekannt ist. Im Live-Setup übernimmt aktuell Nik Naumann den Schlagzeugpart, während Nick Müller die Gitarrenrolle von Mäsi Stettler ausfüllt.
Klangbild & Atmosphäre
Musikalisch entfaltet Arbor eine intensive Mischung aus Black Metal, Doom und Blackgaze, die weniger auf einzelne Höhepunkte als auf eine durchgehende atmosphärische Wirkung setzt. Bereits der Opener 9 Confines macht klar, dass hier keine leichte Kost geboten wird: Mächtige Gitarrenflächen treffen auf extreme Dynamikwechsel, während Barbara Brawands Stimme zwischen rauer Aggression und dunkler Melancholie changiert.
Charakteristisch ist das ein Spiel mit Kontrasten. Massive Klangwände lösen sich in fragilen Passagen auf, bevor sich die Musik erneut mit voller Wucht entlädt. Hollow zeigt früh die kompromisslose Härte des Albums, während Her Ashes Down The River mit seinem schattenhaften Beginn eine epische Weite entwickelt. Das atmosphärisch schwebende Indigo Sleep betont die ätherische Seite der Band, bevor Dandelion mit treibender Energie neue Spannung aufbaut. Die Stücke Nova und Oceans rücken stärker den klassischen Black-Metal-Aspekt in den Fokus. Den Abschluss bildet Zessa (Reborn), eine kraftvolle Neuinterpretation eines früheren Stückes von der gleichnamigen EP (2019).
Weiterentwicklung gegenüber Cycles
Aus meiner Sicht stellt Arbor eine deutliche Weiterentwicklung gegenüber dem Debütalbum Cycles (2021) dar. Während das Erstwerk bereits eine starke atmosphärische Grundlage legte, wirkt das neue Album fokussierter, dynamisch ausgearbeiteter und emotional reifer. Die Übergänge zwischen Härte und Fragilität erscheinen organischer, die Songstrukturen mutiger, und die klangliche Tiefe hat spürbar gewonnen. Besonders die Balance zwischen Black-Metal-Intensität und den weitläufigen Blackgaze-Elementen gelingt hier überzeugend.
Hier! geht es für weitere Informationen zu Wazzara – Arbor in unserem Time For Metal Release-Kalender.



