26.07.2018: Iced Earth in der Pumpe Kiel – Fels des Powermetal

                                                        „Iced Earth – Fels des Powermetal“

Eventname: Incorruptible – World Tour

Headliner: Iced Earth

Support: Inner Axis

Ort: Die Pumpe, Kiel, Deutschland

Datum: 26.07.2018

Genre: Power Metal

Besucher: etwas über 500

Eintrittspreis: VVK 28,20,- €, AK 30,00 €

Bandmitglieder Iced Earth:

Stu Block – Lead Vocals
Jon Schaffer – Rhythm & Lead Guitar, Vocals
Jake Dreyer – Lead Guitar
Luke Appleton – Bass Guitar
Brent Smedley – Drums

Bandmitglieder Inner Axis:

Kai Hagemann – Lead Vocals
Zacharias „Zack“ Drosos – Lead Guitar
Dirk Tiemann – Guitar
Martin Gühlcke – Bass
Thies Jacobsen – Drums

Setlisten:

  1. Great Heathen Army
  2. Burning Times
  3. Dystopya
  4. Black Flag
  5. Seven Headed Whore
  6. I Died For You
  7. Vengeance Is Mine
  8. Brothers
  9. Dracula
  10. Raven Wing
  11. The Hunter
  12. Angels Holocaust
  13. Travel In Stygian
    Zugabe:
  14. Clear The Way (December 13th, 1862)
  15. Watching Over Me (In Memory Of Vinnie Paul)

  1. Intro
  2. Storm Lords (We Live By The Steel)
  3. Red Dead (We Live By The Steel)
  4. Intro
  5. Killing Lullaby
  6. Soultaker (Edit)
  7. The Brave (We Live By The Steel)
  8. All Is One (We Live By The Steel)
  9. Blades Of Death (We Live By The Steel)
  10. Outro

Die Pumpe wartet auf Iced Earth

Bereits eine Stunde vor Beginn bildet sich eine lange Schlange zum Einlass. Eigentlich verwunderlich, denn hier in Kiel glühen alle bei 33 Grad vor sich hin. Die Preise sind auch nicht gerade „günstig“, obwohl es ein Kulturverein ist. Ich klöne lieber mit ein paar Leuten, die es genauso wenig eilig haben wie ich, in den heißen Saal zu kommen. Eine Viertelstunde vor Beginn traut man sich denn doch hinein. Es ist wie immer. Die beiden Merch-Stände sind im hinteren Bereich aufgebaut und bieten zu den üblichen Shirts auch CDs und erfreulich, von Iced Earth auch Vinyl an. Der Tresen ist heute allerdings umlagerter als sonst.

Gefeiertes Heimspiel: Inner Axis

Auf der Bühne konnten Inner Axis bereits als Support von Enforcer, Paragon, Paul DiAnno, Portrait, Seven Thorns oder Shadowbane überzeugen. Nun brennen die Kieler in ihrem Heimspiel darauf, ihr Material als Support von Iced Earth vorzustellen. Die Kieler verschmelzen Anleihen aus traditionellem Heavy Metal mit modernen Einflüssen in die Weiterentwicklung des eigenen ääh, Steels… Musikalisch nähern sich Inner Axis respektvoll den Genregrößen und beschreiten gleichzeitig eigene Pfade. Die Vorbilder des Quintetts heißen unverkennbar Iron Maiden, Saxon, Manowar und Judas Priest, ohne die Bands auch nur zu kopieren. Ihre zweite CD We Live By The Steel wird von vielen Kritikern zerrissen.

Sänger Kai Hagemann war heute gut bei Stimme

Live gefallen mir die Fünf allerdings auch besser. Da kommt auch das Material der CD sehr gut rüber. Geradlinig, ohne die überanstrengte Produktionsmische. So ist auch die heutige Setlist aufgebaut. Storm Lords und Red Dead bilden den Anfang. Zwei ältere Titel (Killing Lullaby und Soultaker) bilden den Mittelblock, bevor dann drei weitere Titel des neuen Albums das Set beschließen. Hier wundert es mich, dass ihre Wacken-Hymne Rain Or Shine nicht zum Einsatz kommt. Schließlich ist in einer Woche wieder W-O-A-Time!

Stu Block fühlte sich wohl
Jake Dreyer in Spiellaune

Iced Earth-Premiere in Kiel. Natürlich überwiegen die Songs der 2017er-Scheibe Incorruptible. Gleich der Opener Great Heathen Army zeigt den Kielern, wo es lang geht. Was folgt, sind zwei alte Titel, die den Erfolg von den Recken aus Florida begründen. Kraftvoller Power Metal mit Riffgewitter lassen die „Sweatbox“, wie Sänger Stu Block die Pumpe bezeichnet, erbeben. Burning Times (1998) und Dystopia aus 2011 zeigen die Vielfalt in Stu Blocks Stimme auf. Mit der schlicht großartigen Albumsingle Black Flag und Seven Headed Whore geht das Set mit neuen Songs weiter. Die extrem hohen Temperaturen machen den Fans besonders in den vorderen Reihen nun deutlich zu schaffen. Die Band aus Florida steckt das gut weg, heizt sogar noch weiter ein. Ein Songblock des 1996er-Albums Dark Saga folgt. Bereits bei den ersten Tönen von I Died For You brandet Jubel auf.

Luke Appleton zelebriert seinen bösen Blick
Jon Schaffer

Es folgt Vengeance Is Mine. Stu Block interpretiert die Songs auf seine Weise, verweist aber auf den ehemaligen Sänger Matthew Barlow, den kultig verehrten Vorgänger. Dass Iced Earth auch ein Gespür für düstere Balladen haben, beweisen sie mit Dracula vom 2001er-Album Horror Show und gleich danach mit Raven Wing von der neuen Scheibe. Das tapfer den tropischen Temperaturen trotzende Publikum bekommt dann noch eine Zeitreise verpasst. Bereits bei The Hunter, nochmals vom Dark Saga Album, löst sich auch der Letzte im Publikum. Den Abschluss soll dann Angels Holocaust und Travel In Stygian vom ´91er-Konzeptalbum Night Of The Stormrider bilden. Bevor der Zugabenblock, bestehend aus Clear The Way vom Incorruptible-Album sowie Watching Over Me, der Hammer des 1998er-Albums Something Wicked This Way Comes ertönt, bescheinigt Stu Block den Kielern den Geist des Heavy Metals gespürt zu haben und betitelt sie als „amazing crowd“. Dem ist nichts hinzuzufügen.

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