Artist: Firmament
Herkunft: Leipzig
Album: For Centuries Alive
Genre: Heavy Metal, Hard Rock, NWoBHM
Spiellänge: 39:06 Minuten
Release: 19.09.2025
Label: Dying Victims Productions
Links: https://firmamentband.bandcamp.com/
Bandmitglieder:
Gesang – Marco Herrmann
Schlagzeug – Jonas Zeidler
Gitarre – Philipp Meyer
Gitarre – Tom Michalik
Bass – Stefan Deutsch
Tracklist:
- Solarion’s Wake
- Pulsar
- A Legend Of The Fall
- Swear By The Moon
- An Anthem For The Spotless Mind
- Brother Of Sleep
- Starbeast
- Into The Realm Of Distant Wonders
- The Empress And The Foundling
Wie sollte die frühe NWoBHM in einem frischen, zeitgemäßen 2025er-Soundgewand klingen? Eine Antwort darauf kommt regelmäßig aus England und trägt den Namen Wytch Hazel. Aber auch in Leipzig gibt es eine Band, die einen sehr ähnlichen Ansatz wie die Truppe um Colin Hendra liefert. Firmament klingt vom Namen bereits großartig. Geht das Quintett genauso durch die Decke, wie Wytch Hazel in den vergangenen Jahren?
Mit Dying Victims Productions haben Firmament genau die richtige Schmiede an ihrer Seite, um zukünftig auf der Festivallandkarte wie dem Headbangers Open Air oder dem Keep It True aufzutauchen. Der Mix aus einprägsamen Hard-Rock-Melodien und Proto-Metal liefert alle Zutaten für den Sprung auf die Bühnen der entsprechenden Undergroundfestivals.
Nach dem Intro startet Pulsar mit einer metallischen Schlagseite. Der Refrain und die intensive Saitenarbeit sorgen für den passenden Rhythmus, der 1980 die Clubs in England zum Ausflippen brachte. A Legend Of The Fall hat nicht den typischen Galopp der NWoBHM. Es geht mit Tempo, aber trotzdem verspielt und eingängig, um die gefallene Legende. Wer den Hard-Rock-Part und den galoppierenden Rhythmus stärker im Vordergrund sehen möchte, wird bei Swear By The Moon fündig. Das Ding könnte genauso von einer Neat Records Platte aus den 80ern stammen, wo vor allem der Refrain dafür sorgen wird, dass die Metalheads vor der Bühne die Fäuste ballen und die Mähne im Takt schwingen.
Im Galopp geht’s zur Hymne, die zu Recht den Namen An Anthem For The Spotless Mind erhalten hat. Das Ding hat alles, was sich Old-School-Fans wünschen, und gehört auf die Bühnen dieser Welt. Die Gitarrenläufe bauen das Stück wunderbar bis zum Refrain auf, der sich nicht aufdrängt, sondern die Instrumente ergänzt, und die mehr als fünf Minuten veredelt. Das Prädikat „herausragend“ wird fällig.
Metallischer geht es über Brother Of Sleep zum Starbeast, wo Firmament nochmals die Old-School-Register in Sachen Melodie und Saitenarbeit ziehen. Mit Into The Realm Of Distant Wonders geht es Richtung Scheibenende, wo The Empress And The Foundling den Geist von Wytch Hazel förmlich atmet, aber nicht so spektakulär rüberkommt, wie andere Stücke auf der LP.




