Headliner: Die Apokalyptischen Reiter
Special Guest: Cypecore und Victorius
Ort: Grünspan, Hamburg
Datum: 15.11.2025
Kosten: 42 € VK
Genre: Power Metal, Melodic Death Metal, Folk Metal, Neue Deutsche Härte, Industrial Metal
Besucher: circa 700 Besucher
Ein Abend der Unterschiede erwartet uns heute in der Großen Freiheit, genauer gesagt, im Grünspan. Diese Venue hat noch bis Ende des Jahres auf. Danach werden die Tore zugemacht und Bob der Baumeister gibt den Ton an. Drei Jahre sollen der geplante Umbau und die notwendige Renovierung und Sanierung stattfinden. Veranstaltungen werden stattfinden, nur in anderen Räumlichkeiten. Die Stadt Hamburg hat eine Interimsfläche auf dem Fleischgroßmarkt gefunden. Derzeit wird dort alles für zukünftige Veranstaltungen vorbereitet, sodass der Umzug problemlos stattfinden kann. Die Kapazität des berühmten Clubs wird auf 1100 Partypeople erhöht, ein Neubau wird den Backstagebereich erweitern. Genug zu den Sanierungsarbeiten, es geht los.
Der Einlass verläuft wie jedes Mal problemlos. Die Garderobe ist leider oben, dies wird sich mit dem Umbau ändern. Schnell runter zur Bühne und einen Platz weit vorne sichern. Direkt vor der Bühne steht eine Zuschauerin, die sich das Bühnenkostüm der Dino Warriors von Victorius selbst geschneidert hat. Wir quatschen ein wenig und man tauscht sich aus, trifft bekannte Gesichter. Der Saal füllt sich nach und nach und es wird merklich lauter. Die Zuschauer erwarten sehnsüchtig den Beginn der Veranstaltung und endlich geht es los.

Die Jungs aus Leipzig stürmen die Bühne. Eine halbe Stunde feinster Powermetal erwartet uns. Total T-Rex Power ist der erste Song des Abends und die Metalheads feiern begeistert mit. Einige textsichere Fans sind zu hören. Der nächste Song, Raptor Squad Attack, ist ein kürzlich erschienener Song, der einen guten Vorgeschmack auf das im April kommende Album liefert. Die Stimmung bleibt die ganze Zeit super, alle haben einen Riesenspaß und feiern begeistert mit. Die Leute tanzen und singen lautstark mit. Nach einer guten halben Stunde Powermetal-Party mit Dinos und Ninjas kommt es zum obligatorischen Abschlussfoto und es wird emsig um- und abgebaut. Am Merchstand finden sich die Jungs ein für ihre alten und neuen Fans. Zeit, etwas frische Luft zu schnappen und die Stimmbänder zu ölen.
Der Abend geht weiter mit Cypecore, einem Quartett aus Mannheim. Ich persönlich kenne die Band nicht und bin gespannt, was mich erwarten wird. Das Bühnenbild und die Lichttechnik werden düsterer als bei Victorius. Die Outfits der Musiker sind mit Leuchtstäben bestückt. Eine schöne Idee, die Gesichter sind martialisch bemalt, scheinbar sind es Krieger in einer apokalyptischen Welt. Die Musik ist härter und düsterer, der Gesang kraftvoll, mal klar, mal growlig. Eine interessante Mischung.

Ich werde mir Cypecore mal bei Gelegenheit in Ruhe anhören. Der Auftritt ist super. Nicht alle Songs gefallen mir, aber das ist ja nur ein Ausblick der Bandgeschichte. Die Stimmung bleibt weiterhin super und ausgelassen. Auch hier sind viele textsichere Fans dabei. Der Saal ist deutlich voller geworden. Sich bewegen und tanzen kann man trotzdem. Vor der Bühne ist gefühlt etwas mehr Platz als auf der Bühne. Trotz der Enge können die vier die Metalheads mitreißen und begeistern. Zum Schluss gibt es auch hier ein Abschlussfoto und auch Cypecore begeistern ihre alten und neuen Fans am Merchstand. Geduldig stehen sie dort den restlichen Abend. Hut ab vor diesem Fanservice.
Inzwischen herrscht emsiges Treiben auf der Bühne. Es geht nun zu einer anderen Facette des Metals. Mehr in die Mittelalter-Richtung, mit deutschen Texten und tollem Bühnenbild. Riesige Gongs links und rechts der Bühne, ein Steuerrad wie von einem alten Segelschiff und ein riesiges Backdrop. Die Fans sind auf Betriebstemperatur und fiebern dem Intro entgegen, welches endlich ertönt. Auch hier gibt es erneut die textsicheren Fans, die von Anfang an mitsingen.

Kein Wunder, feiern Die Apokalyptischen Reiter doch dreißigjähriges Bandjubiläum. Da kommen einige Fans dazu und noch mehr Songs. Es gibt einen bunten Mix aus alten und neuen Songs. Ich muss gestehen, ich kenne Die Apokalyptische Reiter nicht und lasse mich gerne vor Konzerten mit mir unbekannten Bands überraschen, wie der Stil der jeweiligen Band ist. Die Reiter werde ich mir ebenfalls später genauer anhören. Der Auftritt ist super, stimmungsvoll und witzig. Die Songs sind eingängig und man kann schnell mitsingen. Die Lichtstimmung ist heller als bei Cypecore. Crowdsurfer kommen schnell rechts und links an der Bühne an. Die Stimmung ist ausgelassen und fröhlich, wie auf einem ausgelassenen Fest auf einer mittelalterlichen Burg, nur mit E-Gitarren.

Es ist ein schöner, unterhaltsamer Abend gewesen, mit drei tollen Bands. Vielen Dank an die Bands und deren Crews. Vielen Dank an die Ton- und Lichttechnik. Vielen Dank auch an das gesamte Team des Grünspans und an die Security. Danke an die Damen und Herren der Garderobe. Es war ein sehr schöner Abend mit vielen neuen Eindrücken, und mit einem sehr zufriedenen Gefühl geht es nach Hause ins Bett.
























