Am 17. April erblickt das dritte Studioalbum mit dem Namen Inhale The Noise der Hamburger Melodic-Thrash-Metal-Band Godsnake das Licht der Welt. Die Platte wird es als CD, gelbes Vinyl und in digitaler Form geben. Bereits im Vorfeld ist die Single Lost & Forgotten erschienen, die einen Vorgeschmack auf das Kommende liefert. Personell gab es eine Veränderung: So ist Pepe Pierez nicht mehr dabei. Ansonsten bleibt alles in bewährter Qualität: Torger an den Vocals, Stevo an der Gitarre, Sidney am Schlagzeug und die vier Saiten werden von Walt gekonnt malträtiert. Dazu kommt mit Jean Borman von Rage jemand, der bei einigen Songs seinen Beitrag leistet.
Fette Riffs eröffnen den Thrashreigen
Bereits der erste Durchgang ist mehr als nur erfreulich. Mit Scream For A Bullet schaffen es Godsnake, einen passenden Einstieg hinzulegen. Fette Riffs, gepaart mit kraftvollem Rhythmus und stampfenden Bässen, hinterlassen einen ersten positiven Eindruck. Die Gitarrenfraktion ist bemerkenswert, und da muss live ein weiterer mit auf die Bühne. Laut Bandaussage ist bereits ein Kandidat am Einüben des Materials, und wie schon bekannt ist, wird es einen neuen fünften Mann geben. Auf ein weiteres Stück Kontinuität wird ebenfalls nicht verzichtet, und so ist Lasse Lammert von den LSD Studios wieder als Produzent dabei und hat sicherlich Anteil an der komplexen Soundwand. Mit Lost & Forgotten und dem darauffolgenden Titeltrack geht es weiter. Letzterer besticht durch ein ausgedehntes Solo, das Jean liefert, obwohl Stevo das sicherlich auch kann. Dieser Song hängt dann unten als Video an.
Das zweite Drittel beginnt mit einem zunächst ruhigeren Einstieg. Enemy Of Great besticht zunächst durch seine Länge von gut sechs Minuten. Dadurch ergeben sich ganz andere Möglichkeiten. Torger, ganz ungewohnt, fast schon balladenhaft, beginnt zu singen. Das Stück lebt eindeutig von der ruhigeren Herangehensweise. Das gefällt sehr gut und zeigt eine andere Seite der Hamburger. Nach gut vier Minuten kommt ein starkes Solo dazu, und auch die anschließende Melodie lässt den Song schnell zum Favoriten werden. Danach geht es bei Rotten The Core und Place To Call Home wieder schneller zur Sache. Durch ihre eigene Interpretation von Thrash erzeugen Godsnake eine gekonnte Mischung mit vielen melodischen Parts. Außerdem schaffen es die Musiker, eine insgesamt freundlichere Atmosphäre zu schaffen, war der Vorgänger noch um einiges dunkler ausgefallen.
Auch nach über der Hälfte kommt immer wieder Überraschendes
Das im klassischen Thrashgewand um die Ecke kommende Stück Digital Dumbass dürfte für ordentliches Headbanging vor der Bühne sorgen, während bei Fear Is The Key eher die Freunde melodienreicherer Songs angesprochen werden. Schöne Gitarrenarbeit, eine starke Melodie und fast schon proggige Sequenzen überzeugen bei dem gut sechsminütigen Stück.
Es folgen noch zwei Songs: Creator Of Shame, kein typischer Thrash-Gassenhauer, und The Price We Have To Pay, der noch einmal schön riffgetrieben das Ende der Platte markiert und ebenfalls mit einer starken Hookline punktet. Ein gelungener Abschluss eines insgesamt überzeugenden Albums.
Hier! geht es für weitere Informationen zu Godsnake – Inhale The Noise in unserem Time For Metal Release-Kalender.



