Ab dem 27.03.2026 ist Rotting On A Golden Throne über das deutsche Underground-Label Dying Victims Productions erhältlich. Neben der klassischen schwarzen Version gibt es auch eine limitierte rote „Special Edition“, die Sammlerherzen höherschlagen lässt.
Ein Schritt nach vorn
Mit diesem vierten Album setzen Zerre aus Würzburg einen entscheidenden Schritt nach vorn: düsterer, aggressiver und thematisch tief in den Verfall von Macht, Korruption und Menschlichkeit eintauchend. Die Songs wirken wie ein brutaler Soundtrack für eine Welt am Abgrund, in der Thrash auf Crossover trifft – kraftvoll, roh und unverwechselbar. Verantwortlich für diesen Sound sind Frontmann Nico Ziska an den Vocals, das Gitarrenduo Dominik Bertelt und Rocco Lepore, Tim Müller am Bass und Basti Spahn an den Drums. Gemeinsam entfesseln sie ein musikalisches Chaos, das auf Platte präzise und in seiner Intensität noch gesteigert umgesetzt wird: Die Drums pulsieren wie eine Lokomotive, die Riffs sitzen messerscharf, und Ziskas Stimme spuckt Gift und Wut gegen eine von Leid getriebene Maschine.
Persönliche Live-Erfahrung mit der Band auf dem Hoflärm Festival
Dass diese Band live genauso kompromisslos funktioniert, konnte ich bereits im letzten Jahr auf dem Hoflärm Festival erleben. Am zweiten Festivaltag traten Zerre als Late-Night-Special an und machten genau das, was man sich um diese Uhrzeit wünscht: alles kurz und klein. Es wurde laut, richtig laut. Mit ihrer wüstenlastigen Thrash-Show samt Crossover-Anleihen sorgten sie zunächst für hochgezogene Augenbrauen, bevor sie das Publikum im Handumdrehen auf ihre Seite zogen. Dreckig, erdig, rau und absolut mitreißend – ein besserer Abschluss für den Festivaltag war kaum denkbar.

Album-Highlights
Der Einstieg gelingt mit einem stimmungsvoll aufgebauten Intro, bevor Pigs Will Be Pigs die volle Wucht entfaltet. Rasiermesserscharfe Riffs, treibende Drums und wütende Vocals treffen auf massive Gangshouts. Deception Of The Weak bündelt alles, was das Album ausmacht: peitschende Gitarren, drückende Rhythmusarbeit, ein eingängiger Groove und Momente, die förmlich nach Circle Pit schreien. Auch Mental Vacation und Concrete Hell beweisen die Fähigkeit der Band, lange Spannungsbögen zu meistern und die Ohren ihrer Fans zu verwöhnen.
Der Titelsong unterstreicht den starken Thrash-Fokus der Platte: schnörkellos, druckvoll und mit genau der richtigen Portion Groove. Insgesamt reiht sich ein Treffer an den nächsten – Ausfälle sucht man vergeblich.
Songwriting und Produktion
Die Soli von Bertelt und Lepore sitzen punktgenau, Müllers Bass gibt dem Ganzen Tiefe, Spahns Drums treiben die Songs unerbittlich an, und Ziskas Vocals setzen alles mit variabler, aggressiver Energie perfekt in Szene. Gleichzeitig bleibt das Album roh und unverkrampft. Ein weiterer Pluspunkt: Mit jedem Durchlauf entfalten und knallen die Songs noch mehr, sodass das Album mit jeder Hörsession wächst.
Hier! geht es für weitere Informationen zu Zerre – Rotting On A Golden Throne in unserem Time For Metal Release-Kalender.



