A Million Miles und The Very End am 06.04.2013 im Tunis in Marx

”Preisleistungskracher mit musikalischen Glanzleistungen!”

Band: A Million Miles

Vorbands: The Very End & Carthago Must Fall

Location: Tunis, Marx

Homepage: http://www.tunis-discothek.de/

Datum: 06.04.2013

Einlass: 20:00 Uhr / Konzertbeginn: 20:15 Uhr

Kosten:AK: 8 €

Besucher: ca. 40

Die Doppel-Headliner-Tour von A Million Miles und The Very End ist heute zu Gast im Herzen von Ostfriesland. Gleich drei Metal Events an einem Abend in Oldenburg/Ostfriesland sorgen für die Qual der Wahl Wer sich für die Show im Tunis entschieden hat, wird gastfreundlich wie eh und je vom Tunis und seiner netten Besitzerin Sam aufgenommen, die sich für die ein oder andere Headbang-Aktion nicht zu schade ist!

(falls eigene Aufnahmen vorhanden sind)

Gestartet wird die musikalische Untermalung vom regionalen Support Carthago Must Fall aus der Huntestadt Oldenburg mit einem brutalen Mix aus Death/Thrash Metal und einer guten Prise Hardcore. Auf der Bühne bewegen sich die fünf Musiker recht agil und können sich durch die authentische Show in ein günstiges Licht rücken, auch wenn der Auftritt von Frontmann Wege und seinen Mannen von nur gut zwei Dutzend Metalheads begutachtet wird. Nichtsdestotrotz bringen die Scheinwerfer bei schnellen Riffs und harten Breaks die Betriebstemperatur auf einen Punkt, der die Musiker ordentlich zum Schwitzen bringt. Wer Carthago Must Fall in der Vergangenheit bereits gesehen hat, wird erkennen, dass sich die Gruppe weiter zusammengerauft hat und viel professioneller als noch vor einigen Monaten zu Werke geht. Ein guter Auftritt heute im Tunis, der die Stimmung entfacht und Lust auf mehr macht!

Der bereits gute Sound bei Carthago Must Fall wird bei The Very End weiter verfeinert. Schon das Intro ballert im glasklaren Sound schwungvoll aus den Boxen. Während die Kunstnebelschwaden aufsteigen, betreten Björn Goosses und seine Kumpanen aus Essen das Schlachtfeld. Im Gepäck haben sie ihr aktuelles Album Turn Off The World, welches im November 2012 veröffentlicht und in der Metal-Szene sehr wohlwollend aufgenommen wurde. Von diesem heißen Eisen begeistert besonders Splinters, der als eines der Highlights der Band gehandelt wird. Nachgelegt wird mit The Black Fix, einer Tempo-Nummer, die auf einen klassischen The Very End-Refrain baut und ordentlich Potenzial zum Kopfgeschüttel bietet! Gesanglich fährt Björn sein ganzes Können auf – zum Beispiel das Gänsehaut-Feeling bei den Clean Parts von A Hole Of The Sun sowie die härten Growls der anderen Werke. Das i-Tüpfelchen setzt die Band mit ihrer Ballade Malestorm Calling, die – kaum zu glauben – butterweich vorgetragen wird und keinen der Anwesenden mehr ruhig auf den Hockern sitzen lässt.

Da haben The Very End aus dem Kohlenpott schon mächtig vorgelegt. Keine einfache Hürde für A Million Miles, die gestern die CD-Release-Party ihres neuen Silberlings What’s Left Behind in ihrer Heimatstadt Hamburg gefeiert haben. Der Mix aus hausgemachtem Heavy Metal mit diversen frischen Akzenten kommt live noch besser als auf Platte an. Das mag auch an der herzlichen Sängerin Mona liegen, die sehr authentisch herüberkommt und auf der Bühne ihre verschiedenen Gesangsfarben noch besser ausspielen kann. Im Programm – wie soll es anders sein – stehen die neuen Werke, wie z.B. Death And Beyond oder A Million Miles, die neben einem sehr genial ausgeführten Panter-Cover gewaltig auf den Putz hauen. What’s Left Behind noch direkt vor Augen, muss ich mir eingestehen, sind A Million Miles live wirklich mehr als zu empfehlen und auch die Bewertung des Longplayers würde ich im Nachhinein eher nach oben als nach unten korrigieren. Der fesche Mix aus Doro, Guano Apes und Holy Moses in einem dichten Gitarrengewirr und kraftvollem Bass, offenbart keine Schwächen und lässt Mona zur Bestform auflaufen. Mit A Million Miles wächst in der Hansestadt ein Live-Act, den sich vor allem Metalheads ansehen sollten, die auf diverse Metal- und Rock-Einflüsse stehen!

Fazit: Einziger Negativpunkt des heutigen Abends ist, dass einfach viel zu wenig Besucher den Weg ins Tunis gefunden haben. Ausnahmslos alle Bands hätten mehr Aufmerksamkeit verdient – durch den schon erwähnten vollen Metal-Kalender im Nordwesten Deutschlands mussten aber wohl alle Veranstaltungen am heutigen Tag Abstriche machen. Für alle, die den Weg ins Tunis gefunden haben, dürfte die Entscheidung nicht die schlechteste gewesen sein. Bei einem Preis von grade einmal acht Euro pro Karte, einem vielversprechenden Support-Act in Form von Carthago Must Fall und zwei durch die Bank weg überzeugende Headliner in Form von A Million Miles und The Very End kann man den Abend musikalisch nur als Erfolg werten!

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