Aiden Keen am 19.06.2020 auf Open Digital Stage aus dem Tor21, Niederkrüchten (Livestream)

Wenn man der Band ansieht, dass sie Spaß auf der Bühne hat…

Eventname: Aiden Keen am 19.06.2020 auf Open Digital Stage aus dem Tor21, Niederkrüchten (Livestream)

Band: Aiden Keen

Ort: Mietstudio Tor21, Niederkrüchten

Datum: 19.06.2020

Kosten: gratis

Genre: Rock, Alternative Rock, Melodic Rock

Veranstalter: Aiden Keen (https://www.facebook.com/aidenkeenofficial/) und Open Digital Stage (https://opendigitalstage.de)

Link: https://opendigitalstage.de/2020/06/18/aiden-keen-am-19-06-im-live-stream/

Es ist noch gar nicht so lange her, dass ich Aiden Keen zum ersten Mal live erleben durfte. Im März dieses Jahres standen sie bei einer der letzten Runden des SPH Music Masters, die vor der Corona-Krise überhaupt noch stattfanden, auf der Bühne des Rockpalast in Bochum. An dem Abend kamen alle drei Bands in die nächste Runde, wann die dann stattfinden wird, ist noch unbekannt. Dafür aber heute Abend ohne irgendwelchen Contest und in einem eigenen Livestream.

So, wie sie es auch bei ihrer Show in Bochum gemacht haben, starten die vier diesen Livestream. Timo ist einfach „nur“ Sänger und wirbelt mit dem Mikro in der Hand über die Bühne. Und wie auch schon in Bochum hat Leadgitarrist Jan seine Schuhe ausgezogen und steht nur mit Strümpfen an den Füßen auf einem kleinen Läufer. Das sorgt dann auch im parallellaufenden Livechat für einige Kommentare, so wird unter anderem eine Wette angeboten, dass er diesen kleinen Teppich auch heute wieder nicht verlassen wird. Sowohl Timo als auch Basser Molli haben den Chat wohl gut im Blick, keiner von beiden wettet dagegen 😀

Nach dem zweiten Song gibt’s dann auch die „offizielle“ Begrüßung durch Timo, der sich dann auch für die nächsten Songs die E-Gitarre schnappt, weiter geht’s zunächst mit Wer Ich Bin. Für alle die, die tatsächlich noch nicht wissen sollten, wen sie da gerade im Livestream sehen, gibt es danach auch eine kurze Bandvorstellung. Aiden Keen kommen aus Recklinghausen, die Band gibt es seit ungefähr zweieinhalb Jahren. Ich möchte noch hinzufügen, dass sie deutschsprachige Rocksongs mit sehr intelligenten Texten machen, für die man kein Literaturstudium braucht, um sie zu verstehen. Für den Gesang ist Timo zuständig, ab und zu wird er von Bassist Molli unterstützt, wie jetzt beim folgenden Hoffnung, wo Molli tatsächlich so was ähnliches wie Shouts beisteuert. Das ist dann aber wirklich so ziemlich das härteste, was es von Aiden Keen zu hören gibt. Und wie zum Beweis folgt mit Wie Es Ist eine Ballade, für die Timo zur akustischen Gitarre wechselt. Jetzt gibt es auch mal kurze Erklärungen, worum es in den Songs geht, wobei Wie Es Ist eigentlich selbsterklärend ist. Manche Sachen kann man halt nicht ändern und muss sich dann irgendwie arrangieren. Ich bin ja eher so der Balladenverweigerer, aber wie der Song zunächst mal nur vom Gesang und der akustischen Gitarre lebt, bevor dann ungefähr ab der Hälfte die restliche Band wieder einsteigt, das hat definitiv was.

Nach dem Song Frei wird dann erst einmal wieder ein Blick auf den Livechat geworfen. Dort wird mehr On-Time für Carina gefordert, die hat die Kamera bislang tatsächlich noch nicht gesondert erfasst. Wie sie selbst sagt, fühlt sie sich aber so, wie es ist, sehr wohl, und sie möchte auch nicht mal kurz nach vorn kommen, wie Timo es vorschlägt. Tja, wenn Frauen etwas NICHT wollen, ist nichts zu machen 😀 Erfreulicherweise schaltet das Team vom bestens aufgestellten Videoteam aber relativ prompt, auch Carina wird jetzt des Öfteren mal eingeblendet, wie sie virtuos ihr Instrument im Griff hat. An dieser Stelle dann auch gleich mal ein dickes Kompliment an das Videoteam, der Mönchengladbacher Video-Produktionsfirma reibelmedia, und das Audioteam von elysia. An den Kamerapositionen an sich ändert sich zwar nicht viel, aber neben der Totale gibt es auch schöne Zooms und Videoschnitte, die keine Spur von Hektik aufweisen. Neben der Wohltat fürs Auge ist auch der Ton top, und nicht nur mich freut es, zwischen den Songs den Applaus vom vor Ort arbeitenden Team zu hören.

Aber zurück zu Aiden Keen, mit Fjord steht der drittletzte Song an, wobei Timo und Molli schon ankündigen, dass man ja vielleicht und eventuell nach der Setliste noch was in Petto hätte – was das denn wohl sein mag? 😀 Nicht nur bei solchen Dialogen merkt man den beiden an, dass es ihnen richtig viel Spaß macht, heute mal wieder eine Show spielen zu können. Fjord kommt ausnahmsweise mal mit Backing Tracks in Form von kleinen elektronischen Spielereien daher, gefällt mir tatsächlich richtig gut. Und Fjord als eine Metapher für Wunden und tiefe Einschnitte, die manche Menschen im Leben anderer hinterlassen, zu verwenden, hat schon was. Mit Seite An Seite gibt es dann einen der ersten Songs, den Aiden Keen überhaupt gespielt haben. Es ist einer der Lieblingssongs von Timo, und hier ist der Songtitel definitiv nicht so gemeint, wie er zunächst mal klingt. Wenn es Timo nicht erklären würde, würde man es aber auch selbst gut verstehen. So wird dann auch der letzte Song Wenn Du Willst ohne Erklärung hinterhergeschoben, das Ende der Setliste ist damit dann erreicht. Nach einem erneuten Dank an die Location, an das Video- und Audioteam und an uns alle, die wir zugeschaut haben, gibt es dann was Neues von Aiden Keen. Den Song Keine Angst spielen die vier heute zum ersten Mal live vor Publikum, und es geht auch eigentlich (fast) alles gut über die Bühne. So ist dann die Show nach ungefähr einer Stunde vorbei. Das Abschlussfoto, zu dem sich die vier noch aufbauen, verpasse ich leider, da ich mich noch am Livechat beteiligen möchte. Aber bei der nächsten Runde der SPH Music Masters dann gern wieder… 🙂

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