“Einmal neu, bitte!“
Artist: Amberian Dawn
Herkunft: Hyvinkää, Finnland
Album: Re-Evolution
Spiellänge: 42:48 Minuten
Genre: Power Metal, Symphonic Metal
Release: 17.06.2013
Label: KHY Suomen Musiikki & Encore Music
Link: http://www.amberiandawn.com/
Klingt wie: Nightwish (mit Anette Olzon)
Bandmitglieder:
Gesang – Capri
Gitarre, Keyboard – Tuomas Seppälä
Gitarre – Emil Pohjalainen
Gitarre – Kimmo Korhonen
Bass – Jukka Koskinen
Schlagzeug – Joonas Pykälä-aho
Tracklist:
- Valkyries
- Incubus
- Kokko – Eagle Of Fire
- Lily Of The Moon
- Come Now Follow
- Crimson Flower
- Circus Black
- Lost Soul
- Cold Kiss
- River Of Tuoni
- Charnel’s Ball
Die Band Amberian Dawn ist eine sehr interessante Mischung vieler bereits bekannter Musiker. 2004 wurde die Gruppe von Tuomas Sppälä, Heikki Saari, Peter James Goodman und Tommi Kuri gegründet. Nachdem die erste Demo im Jahr 2006 nicht den erhofften Erfolg brachte, wurde Peter James Goodmann kurzerhand durch die Sängerin Heidi Parviainen ersetzt. Durch diese Entwicklung enttäuscht, verließ Heikki Saari die Band und wechselte zu Norther, kam dann jedoch zu Amberian Dawn zurück, um die Band im Jahr 2012 erneut zusammen mit Heidi Parviainen und Gitarrist Kasperi Heikkinen zu verlassen. Als Ersatz kamen Capri als neue Sängerin, Joonas Pykälä-aho (der bereits Ersatz für Heikki Saari war) als Schlagzeuger und Emil Pohjalainen als Gitarrist in die Band. Eine ziemlich bewegte Geschichte voller Wechsel, doch dennoch brachten Amberian Dawn im Zeitraum von 2008 – 2012 vier Alben auf den Markt, mit Re-Evolution folgt nun die fünfte Scheibe und die Vorstellung einer halb neuen Band.
Aber neu ist das Ganze nicht, denn die Songs Circus Black, Cold Kiss, Crimson Flower, Charnel’s Ball und Lily Of The Moon sind bereits auf dem 2012er Album Circus Black erschienen. River Of Tuoni und Valkyries stammen sogar vom Debütalbum River Of Tuoni, wohingegen Incubus, Kokko – Eagle Of Fire und Lost Soul vom 2009er Album The Clouds Of Northland Thunder kommen. Und – wer hätte es gedacht – auch das 2010 erschienene Album End Of Eden konnte mit Come Now Follow einen Song zum “neuen” Werk der Finnen beisteuern.
Aber all das ermöglicht natürlich den Vergleich der beiden Sängerinnen. Während Heidi Parviainen mit einem eher tieferen, ruhigen und insgesamt runden Gesang überzeugte, schafft es Capri mit einer etwas kraftvolleren und wesentlich höheren Stimme die Hörer für sich zu gewinnen. Ein Wechsel am Gesang ist immer schwierig, da somit das prägnante Merkmal einer Band ausgetauscht wird, aber im Fall von Amberian Dawn war die Neubesetzung erfolgreich, denn Capri ist etwas charakterstärker und gibt den Songs einen neuen Pepp, der vorher fehlte und auch den Oper-artigen Gesang (z.B. bei River Of Tuoni) schafft sie mühelos. Super!